Kampfmittelbeseitigung auf Umwegen

Foto: Feuerwehr Mönchengladbach

Da staunten die Kollegen der Feuerwache 3 am Stockholtweg nicht schlecht, als heute Vormittag ein aufmerksamer Bürger einen ungewöhnlichen Gartenfund abgeben wollte: Bei Gartenarbeiten hatte er einen verrostetes, röhrenförmiges Metallteil gefunden, das ihm verdächtig vorkam. Wohl zu Recht, denn bei dem Fund handelte es sich um einen Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg, genauer um eine Stabbrandbombe der britischen Luftwaffe, die offenbar vor Jahrzehnten auf dem Privatgrundstück eingeschlagen war.

Die Berufsfeuerwehr verständigte unverzüglich das für Kampfmitteleinsätze zuständige städtische Ordnungsamt, das wiederum den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung (KBD) über die ungewöhnliche Fundsache informierte.

Die Stabbrandbombe, die der Bürger in seinem Fahrzeug zur Feuerwache transportiert hatte, wurde bis zum Eintreffen des KBD auf einem brachliegenden, abgesperrten Gelände gelagert und mit Erdreich abgedeckt.

Gegen 12:25 Uhr traf der Kampfmittelbeseitigungsdienst vor Ort ein. Die Experten der Bezirksregierung Düsseldorf sicherten die Bombe und fachgerecht und transportierten sie zur Vernichtung ab.

Kampfmittelbeseitigungsdienst und Ordnungsamt raten dringend, verdächtige Funde, bei denen es sich um Kampfmittel handeln könnte, nicht zu bewegen, am Fundort zu belassen und sofort die Behörden (zum Beispiel den Kommunalen Ordnungsdienst über die Hotline 02161/252025, oder die Polizei über den Polizeinotruf) zu informieren. Von der Alliierten Luftstreitkräften sind im 2. Weltkrieg nach offiziellen Schätzungen mehr 80 Millionen solcher Stabbrandbomben über Deutschland abgeworfen worden. Mehr als 1.000 Mal im Jahr wird der KBD zu Kampfmittelfunden gerufen.

(pmg)

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