St. Josef Schützenbruderschaft Geistenbeck feiert 125 Jahre Bestehen

Zum Jubiläum „125 Jahre St. Josef Schützenbruderschaft Geistenbeck“ hat die Bruderschaft am Sonntag, 8. Juli 2018, zum Kirchgang und zu einem Empfang geladen. Johannes van der Vorst zelebrierte die Hl. Messe. Er ist der Präses der Bruderschaft, Bezirksjungschützenpräses, sowie Bezirkspräses. Zum Schluß der Messe frug der Pastor den Brudermeister Hartmut Nix, ob er noch etwas sagen möchte. Der schüttelte den Kopf, worauf der Präses meinte: Brudermeister Nix hat nix zu sagen.

Hiernach trafen sich die geladenen Gäste und Abordnungen einiger Bruderschaften im Pfarrheim.  Dabei mußten alle am, neuen Straßenschild „Johannes van der Vorst Platz“ vorbei gehen. Brudermeister Nix konnte Gäste aus der Politik begrüßen. Darunter Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel, Landtagsabgeordneter Frank Boss, Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber, Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann, Fraktionsvorsitzender Karl Sasserath, Ratsfrau Doris Jansen, Ratsherr Michael Schmitz.

Auch der evangelische Pfarrer Dietmar Jung, der Mitglied der Bruderschaft ist, war, ebenso wie Präses Johannes van der Vorst waren unter den Gästen. Der Bezirksverband wurde vom stellv. Bezirksbundesmeister Frank Jöris vertreten. Später kam Horst Thoren noch hinzu. Jöris überreichte dem Brudermeister eine Urkunde, sowie ein persönliches Geschenk. Es war ein Bild aus den Jahren, wo „Noth“ noch mit „h“ geschrieben wurde. Es zeigte den Hl. Josef mit dem Jesuskind. Die Figur war „erhaben“ dargestellt.

Stadtoffizier und Dauergast bei den Schützenfesten, Heinz-Josef Katz, hatte eine persönliche Einladung. Klaus Müllers, zweiter Brudermeister der befreundeten Nachbarbruderschaft St. Margareten Hockstein gratulierte, sowie auch der Präsident von der HKG „Ruet-Wiss-Okerke“, Helmut Deden mit dem Chef der Burggrafengarde Wilfried Günter.

Bezirksbeamter, Polizeihauptkommissar Gerhard Willems, zuständig für Rheydt-Heyden und Geistenbeck war eben falls ein gern gesehener Gast.

Im Foyer waren aus dem Bruderschaftsarchiv einige Archivalien ausgestellt. Darunter Mitgliedslisten, Kassenbücher, einige Schilde vom alten Königssilber, Zeitungsausschnitte in Kopie, alte Festhefte und vieles mehr. Besonders erwähnenswert ist aber der Marschallstab, der zuletzt von GFM Heinz-Josef (Noli) Esser getragen wurde. Er ist  am 17.8.2017 verstorben war.

 

Hier nun eine Kurzform vom Werdegang der Bruderschaft, vorgetragen von Brudermeister Hartmut Nix:

Die Bruderschaft wurde von einigen Bürgern im Jahre 1893 gegründet. Der Grund damals war der sonntägliche Schießsport. Gefördert wurde die Gründung von Dechant Ludwig Wiedemann von der Pfarre St. Laurentius.

Im Jahre 1912 fand zu Ehren des Schutzpatrons Sankt Josef eine Festlichkeit statt, woraus sich das heutige Patrozinium begründet. Die Mitglieder wurden damals schon, so wie heute per Handschlag aufgenommen. Durch das ständige Wachstum des Schützenvereines wurde im Laufe der Zeit alle zwei Jahre eine Generalversammlung durchgeführt, die heute jährlich stattfindet und Jahreshauptversammlung heißt.

Im Jahre 1927 wurde der Schützenverein in St. Josef Bruderschaft Geistenbeck umbenannt und Pfarrer Franz Rixen wurde Präses der Bruderschaft.

Während der beiden Weltkriege fanden eingeschränkt bruderschaftliche Aktivitäten statt. Im Jahre 1958 gab es dann erstmals wieder einen Schüt­zenkönig (Josef Oepen) und ab 1959 wurde dann auch wieder eine Prunkfeier durchgeführt. Seitdem wird jährlich ein Schützenkönig beim Vogelschuss ermittelt.

Im Jahre 1975 übernahm Johannes van der Vorst die Pfarre und wurde somit auch der neue Präses unserer Bruderschaft. Zu Beginn des Schützenvereines war es Frauen untersagt, Mitglied der Bruderschaft zu werden. Dies wurde jedoch im Jahre 1981 geändert.

Seit 1993 wird vier Wochen vor dem Schützenfest zur Einstimmung ein Zunftbaum mit den Emblemen der einzelnen Gruppen feierlich errichtet.

1997 gelang es erstmals einer Frau (Ulrike Stegmann) die Königswürde zu erlangen und seitdem haben es auch noch mehrere andere Frauen geschafft.

Im Jahre 2012 wurde während der feierlichen Messe am Schützenfest die neue Bruderschaftsfahne geweiht, die alte Fahne war in die Jahre gekommen und wurde vom Paramentensticker Hubert Schüler restauriert bzw. erneuert.

Die Bruderschaft ist ein fester Bestandteil der Geistenbecker Gemeinde und engagiert sich auch in sozialen Bereichen. Ich hoffe, dass die Bruderschaft noch lange Jahre Bestand hat und diese Aufgabe weiter erfüllen kann.

 

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