Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Nach Mitteilung der Abteilung Grünunterhaltung und Kommunaler Forst beginnt ab Montag, 4. Juni, die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in städtischen Parks und Grünanlagen. Zwei Mitarbeiter werden dort die Raupen, deren Brennhaare ein Nesselgift enthalten, das beim Menschen heftige Reaktionen auslösen kann, bekämpfen.
„Ihrem typischen Verhalten verdanken die Eichenprozessionsspinner auch ihren Namen, da sie vorwiegend Eichenarten befallen und sich von ihren Blättern ernähren“, erklärt Arne Vickus von der Abteilung Grünunterhaltung und Kommunaler Forst.

Dabei schaden sie den Bäumen langfristig nicht.
Nicht zu verwechseln ist diese Raupenart mit der Gespinstmotte, die vorwiegend größer Sträucher oder Gebüsche mit einem feinen weißen Netz überziehen und für den Menschen völlig harmlos ist.

Kommen die Härchen des Eicheprozessionsspinners hingegen in Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten des Menschen, sind Hautausschläge, allergische Reaktionen sowie Entzündungen der Augenbindehaut, des Rachens und der oberen Atemwege die Folge.
Die mikroskopisch kleinen Härchen verbreiten sich durch den Wind auch in der Umgebung des befallenen Baums.
„Wir starten jetzt mit der Bekämpfung der Raupen, da sich die Brennhaare im dritten Entwicklungsstadion nach der zweiten Häutung entwickeln“ so Vickus weiter.
Die mit Overall und Mundschutz ausgerüsteten Mitarbeiter des Fachbereiches werden mit einem Steiger in den Parks und Anlagen unterwegs sein, um die kugelförmigen Nester zu bekämpfen.
Hierzu wird ein spezielles Mittel zur Verklebung eingesetzt um ein Verbreiten der giftigen Härchen zu verhindern.
Nach Abtrocknung wird die Kugel abgesaugt.
Insgesamt 111 Standorte, an denen sich die Raupen niedergelassen haben, sind den Fachleuten bekannt. In vier bis fünf Wochen soll die Maßnahme abgeschlossen sein.
(pmg)