Stadt trauert um Wolfgang Krane

Ehemaliger Gemeindedirektor von Wickrath und Flughafen-Geschäftsführer starb im Alter von 92 Jahren

Die Stadt Mönchengladbach trauert um Wolfgang Krane der in der vergangenen Woche im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Wolfgang Krane, am 26. März 1926 in Welda (Kreis Warburg) geboren und dort aufgewachsen, war von 1963 bis zur kommunalen Neugliederung 1975 Verwaltungsdirektor der damals noch selbstständigen Gemeinde Wickrath.

Seitdem war er zunächst als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und bis zu seinem Ruhestand 1991 als Geschäftsführer der Mönchengladbacher Flughafen Gesellschaft.

Im März 1974 hatten die Verwaltungschefs Dr. Wilhelm Elbers (Alt-Gladbach), Helmut Freuen (Rheydt) und Wolfgang Krane (Wickrath) den Gebietsänderungsvertrag zwischen den beiden Städten und der Gemeinde unterzeichnet.

Am 1. Januar 1975 trat dann das im Juli beschlossene Neugliederungsgesetz des Landes NRW in Kraft. Der Zusammenschluss von Gladbach, Rheydt und Wickrath zu Mönchengladbach war besiegelt. Er selber sah den Zusammenschluss eher mit einem weinenden Auge: „Die Voraussetzungen für eine modellhafte, gesunde und entwicklungsträchtige demokratische Gemeinde waren in Wickrath nie so günstig wie gerade jetzt, wo wir unsere Eigenständigkeit aufgeben müssen“, hatte er damals gesagt.

In seine Zeit als Gemeindedirektor fielen unter anderem der Bau der Realschule, der nach langen Verhandlungen mit dem Land erzielte Erwerb von Schloss Wickrath einschließlich Schlosspark und der Neubau des Reitplatzes sowie der Bau des Schlossbad Wickrath als kombiniertes Hallen- und Freibad.

„Sein großes Verdienst war es, dass Wickrath durch sein unermüdliches und vorausschauendes Handeln aufblühte. Er hat als Gemeindedirektor und mit viel Einfallsreichtum und Kreativität erfolgreich neue Wege beschritten und das Fundament für das heutige Wickrath gelegt“, erinnert Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners an die Zeit, als in Wickrath die Einwohnerzahl stetig wuchs, das Steuereinkommen stieg und zahlreiche Gewerbebetriebe, unter anderem C&A mit rund 300 Arbeitskräften, sich im Gewerbegebiet Wickrath ansiedelten.

Unter seiner Regie als Geschäftsführer der Flughafengesellschaft entwickelte sich der Flughafen, der 1983 zum „besten Flughafen der Bundesrepublik“ gekürt wurde, zu einer wichtigen Einrichtung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Damals erfolgte der Ausbau des Flughafens zum Regionalflughafen.

Millionen-Projekte wie der Bau von Hallen, der Parkplatz vor dem Restaurant und die Erschließungsstraße für das 135 Hektar große Areal konnten mit Landeshilfe realisiert werden. Nach seiner Pensionierung widmete sich Wolfgang Krane seiner Frau Hildegard und seinen Töchtern Regina, Sabine und Ingrid (Bestseller-Autorin Rebcca Gablé). Die Stadt Mönchengladbach wird Wolfgang Krane ein ehrendes Andenken bewahren.

(pmg)

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