Warum müssen so viele in Armut leben? –
Veranstaltung in der Citykirche will Gründe und Wege aus prekärem Leben aufzeigen

„Verarmtes Leben – prekäres Leben. Was müssen wir dagegen tun?“ ist Thema einer Vortrags- und Diskussionsrunde am kommenden Donnerstag, 2. Juni, in der Citykirche neben dem St. Vith. Das Thema könnte aktueller nicht sein. Stark steigende Preise – denken wir an Produkte des alltäglichen Bedarfs – haben die Dynamik der Verarmung beschleunigt. Das klingt nach Binsenweisheit, ist aber bittere Realität für Millionen Menschen.

Referenten des Abends sind der Ökonom Professor Heinz-Josef Bontrup von der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sowie Professor Nico Dragano. Der Sozialmediziner lehrt an der Uni Düsseldorf. 

Beide, betont Wolfgang Fels vom regionalen Bündnis für Menschenwürde und Arbeit, wollen Ursachen und Wirkung prekärer Lebenslagen darstellen. Warum sind so viele Menschen „arm“, warum haben wir uns quasi damit arrangiert, dass so viele Menschen am Arbeitsplatz ausgebeutet werden, weil man sie nicht für ihre Arbeit gerecht (be-)ent-lohnt. Thema werden auch die Folgen der Verarmung auf persönliche wie familiäre Gegebenheiten sein. Menschen in Armut sind häufiger krank, sie werden von der Gesellschaft mit ihrem Wohlstandsgehabe ausgegrenzt, sind weniger wert, wie Experten beklagen. 

Die Veranstaltung, zu der alle eingeladen sind, „will aber vor allem Wege aufzeigen, die aus dieser Armutsspirale herausführen“, so Fels. Und fügt hinzu: „Wir können etwas ändern, wir haben Rezepte, aber wir setzen sie nicht um, weil der Wille dazu fehlt.“

Zu den Veranstaltern gehören neben dem Bündnis die Stiftung Volksverein, das katholische Forum für Familien- und Erwachsenenbildung, die Philippus-Akademie des ev. Kirchenkreises und der Rosa-Luxemburg-Club.

Ort: Citykirche Alter Markt, Beginn 18.30 Uhr, kein Eintritt.

Wenn Sie mehr über das Bündnis für Menschenwürde und Arbeit erfahren oder gar aktiv mitmachen wollen: www.menschenwuerde-und-arbeit.de
und bma@stiftung-volksverein.de