Schlagwort: Ausbildung

  • Wer in Mönchengladbach ohne Berufsausbildung arbeitet, soll den Chef nach einer „Neustart-Chance“ fragen

    Wer in Mönchengladbach ohne Berufsausbildung arbeitet, soll den Chef nach einer „Neustart-Chance“ fragen

    Es geht um die zweite Chance im Job – um die nachgeholte Berufsausbildung.

    Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Unternehmen in Mönchengladbach aufgerufen, eine Fachkräfte-Offensive in ihren Betrieben zu starten. „Eine Lösung liegt da besonders nah: Eine ‚Neustart-Chance‘ für die Beschäftigten, die keine Berufsausbildung haben. Um sie sollten sich Betriebe deutlich mehr kümmern. Immerhin gibt es in Mönchengladbach rund 18.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftige ohne Berufsabschluss. Das sind gut 17 Prozent der Erwerbstätigen“, sagt Claudia Hempel. Die Geschäftsführerin der NGG Krefeld-Neuss beruft sich dabei auf Angaben der Arbeitsagentur.

    Menschen ohne Ausbildung gezielt zu fördern, sei ein wichtiger Aspekt im Kampf gegen den Fachkräftemangel. „Ein schlechter Schulabschluss, eine frühe Schwangerschaft, Schwierigkeiten im alten Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule – es gibt viele Gründe, warum Beschäftigte in jungen Jahren eine Ausbildung abgebrochen oder gar nicht erst begonnen haben. Es wäre aber falsch, sie als ‚ewig Ungelernte‘ abzustempeln. Fair ist es, diesen Menschen eine zweite Chance zu geben. Erst recht, da in den meisten Branchen ohnehin Fachkräfte händeringend gesucht werden – in der Lebensmittelindustrie genauso wie in Hotels, Restaurants oder Bäckereien“, sagt Claudia Hempel von der NGG Krefeld-Neuss.

    Die Perspektive von Beschäftigten ohne Berufsausbildung sei ansonsten, ein Berufsleben lang als Hilfskraft bei schlechterer Bezahlung arbeiten zu müssen. NGG-Geschäftsführerin Claudia Hempel ruft Beschäftigte ohne Berufsabschluss auf, das Thema „Nachhol-Ausbildung“ offensiv im Betrieb anzusprechen: „Wenn ein Chef sieht, dass jemand die Motivation hat, mehr aus sich zu machen und sich für das Unternehmen zu qualifizieren, kann er das kaum ablehnen.“ Es sei allerdings wichtig, dass neben der Geschäftsführung auch die Belegschaft motivierte Beschäftigte unterstützt. „Ideal ist es, wenn es einen Betriebsrat gibt. Dann ist der nötige Rückenwind quasi garantiert“, so Hempel.

    Außerdem fördere die Arbeitsagentur etliche Qualifizierungen.

    Die NGG Krefeld-Neuss rät Betriebsräten und Beschäftigten, aber auch den Geschäftsführungen von Unternehmen, sich über Angebote der Arbeitsagentur zu informieren (www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/foerderung-von-weiterbildung).
    Für Unternehmen sei das besonders interessant. Denn Lehrgangskosten könnten teilweise oder sogar vollständig übernommen werden. Auch Zuschüsse zum Lohn, der bei einer Weiterbildung weitergezahlt werde, seien möglich. „Wichtig ist, dass einer im Betrieb die Fäden zusammenhält und alles koordiniert. Am besten der Betriebsrat“, sagt NGG-Geschäftsführerin Claudia Hempel.

    In Mönchengladbach nutzen bereits Beschäftigte die Chance, sich für einen Berufsabschluss fit zu machen. Es seien jedoch zu wenige: So registrierte die Arbeitsagentur nach Angaben der NGG im ersten Halbjahr dieses Jahres lediglich 31 Qualifizierungen, an deren Ende ein Berufsabschluss steht. „Da ist wohl noch reichlich Luft nach oben“, sagt Claudia Hempel.

    Das Nachholen einer Ausbildung und trotzdem „nebenbei weiterzuarbeiten“, das sei allerdings eine Herausforderung. In der Lebensmittelbranche lasse sich dies jedoch „relativ gut unter einen Hut bringen, denn hier gibt es oft saisonale Hochzeiten. Weiterbildungsmodule sollten dann möglichst in die Zeiten gelegt werden, in denen die Produktion nicht voll ausgelastet ist. Das gilt auch für die Hotellerie oder Gastronomie: Es gibt in der Regel immer Phasen, in denen nicht gerade Hochbetrieb herrscht“, so Claudia Hempel.

    Die Qualifizierung ungelernter Mitarbeiter sei eine Investition ins Betriebs-Know-how. Gleichzeitig sichere eine nachgeholte Ausbildung Beschäftigten aber auch einen höheren Lohn und vor allem eine bessere Perspektive im Berufsleben. „Wer eine Ausbildung in der Tasche hat, ist auf dem Arbeitsmarkt einfach gefragter“, sagt NGG-Geschäftsführerin Hempel.

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  • Infoveranstaltungen zum Studiengang Handwerksmanagement

    Infoveranstaltungen zum Studiengang Handwerksmanagement

    Drei Abschlüsse in zehn Semestern: Das kann erreichen, wer sich für den Bachelorstudiengang Handwerksmanagement – Betriebswirtschaftslehre am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein entscheidet.

    Der Studiengang ist für junge Menschen im Handwerk entwickelt worden, die sich neben ihrer Spezialisierung im Gewerk umfangreiche betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen wollen.

    Am 18. März, 15. April und 19. Juni gibt es digitale Informationsveranstaltungen für den trialen Studiengang, der in dieser Form nur an der Hochschule Niederrhein angeboten wird. Eine Bewerbung für das Wintersemester 2021/22 ist zwischen dem 1. Mai und dem 15. Juli möglich.

    Der Studiengang beginnt mit Aufnahme der Ausbildung im Handwerk. Nach dem Gesellenbrief wird parallel zum Studium der Abschluss des Meisters angestrebt. Nach fünf Jahren endet das Studium mit dem Bachelorgrad (B.A.), dem Gesellenbrief und mit dem Meisterbrief.

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