Schlagwort: Bettina Gräfin Bernadotte

  • „Ihr Handeln, ein bißchen Mainau, täte der Erde an vielen Stellen gut“  mit Bildergalerie

    „Ihr Handeln, ein bißchen Mainau, täte der Erde an vielen Stellen gut“
    mit Bildergalerie

    Er mag einer der ältesten Umweltpreise sein, der gestern im Rheydter Theater von Bettina Gräfin Bernadotte entgegen genommen wurde. An Aktualität hat der dahinterstehende Sinn des Preises nicht eingebüßt.
    Eingeladene Schulklassen könnten zukünftig neben den vielen Würdenträgern und Honoratioren der Stadt eine solche Veranstaltung zusätzlich bereichern. Die Weitergabe der Preisinhalte würde noch stärker gewährleistet und sicher im Sinne der diesjährigen Preisträgerin sein.

    Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners begleitete Bettina Gräfin Bernadotte vor der Verleihung des Preises beim obligatorischen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

    Die anschließende Feierstunde wurde musikalisch begleitet von dem hervorragenden “Gega Trio“ mit Werken von Mozart, Gardel und Piazzolla, in der Besetzung Ervis Gega, Violine; Alberto Castillo, Viola; Giedrius Daunoravivius, Violoncello.

     

    In seiner Ansprache führte Reiners das Publikum in einem Rundgang zurück in die Geschichte des Preises.
    Reiners: „Der Grundgedanke, für den die Goldene Blume steht, lautet: Jeder Mensch kann mit seinem Handeln, seinen Entscheidungen, mit bewusstem Konsum oder bewusstem Verzicht, mit Achtung, Aufmerksamkeit und Verantwortung den eigenen Lebensraum gestalten,“ und weiter: „Die heutige Preisträgerin ist das beste Beispiel dafür, wie man sich souverän zwischen Tradition und Moderne, zwischen Herkunft und Zukunft bewegen kann.“

    Ansprache des Oberbürgermeisters:

    Die Laudatio verlas Reiners in Vertretung des erkrankten Dr. Karl  Hans Arnold, Vorsitzender des Direktoriums “Kuratorium für die Verleihung der Goldenen Blume von Rheydt“ e.V.

    Die Laudatio als Audio-Datei:

    Bettina Gräfin Bernadotte, bedankte sich für Verleihung des Ordens in einer Nachdenkens werten Rede.
    „Ihr Handeln, ein bißchen Mainau, täte der Erde an vielen Stellen gut“.

    Hier sind die Dankes-Worte der Preisträgerin im O-Ton zu hören.

    Das  “Gega Trio“beendete die Feierstunde würdig mit Libertango von  Astor Piazzolla.

     

     

    Bildergalerie:

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  • Die Mainau und Bettina Gräfin Bernadotte – Eine deutsch-schwedische Geschichte

    Bettina Gräfin Bernadotte kommt nach Mönchengladbach. Unsere Stadt hat ihr die „Goldene Blume“ zugedacht. Die Gräfin weiß dies zu schätzen. Auf dem Schloss der Insel Mainau im Bodensee mit ihren Geschwistern aufgewachsen, entdeckte sie nicht nur ihre Leidenschaft für Kunst und Fremdsprachen. Den Kontakt mit Menschen liebt sie – bis heute ihr besonderes Anliegen. Sie lebt nicht zurückgezogen in ihrer Komfort-Zone am Bodensee, sondern möchte, wie sie einmal erzählte, mit unterschiedlichen Menschen zusammenkommen und mit ihnen gemeinsam tätig sein.

    Sie erwarb früh ein Diplom für Tourismus-Betriebswirtschaft und absolvierte ein Praktikum im Europa-Park Rust. Das förderte ihr Interesse, die Blumeninsel Mainau mitzugestalten, zunächst als Assistentin ihrer Mutter Sonja Gräfin Bernadotte. Im Jahre 2007 übernahm sie die Geschäftsführung.

    Seit 1974 besteht die Lennart-Bernadotte-Stiftung mit Sitz auf der Mainau. Deren Motto: Gärtnern um des Menschen und um der Natur willen. Das Wirken in und mit der Natur war noch nicht im Bewusstsein der Menschen verankert, da wurde auf der Mainau bereits die Verbindung von botanischem Garten, historischem Schlosspark und internationalen Begegnungen erprobt.

    Die „Goldene Blume“ wird die Gräfin mit auf die Mainau nehmen zum Ansporn dafür, weiterhin Heranwachsende und Familien für das Blumen-Paradies zu interessieren. Das praktiziert die Gräfin wie ihre Vorfahren auch in ihrer eigenen Familie: Für jedes Kind wird ein Baum gepflanzt. Bei Bettina Bernadotte war es eine Magnolie, ebenso 2007 bei ihrer Tochter. Die heranwachsende Generation wird auf diese Weise Natur-nah eingebunden.

    Die Mainau soll nicht zum ausschließlichen Senioren-Reiseziel verkommen. „Lust auf Natur“, wie Bernadotte es formuliert, soll auch bei jungen Menschen geweckt und gefördert werden. Das Schmetterlingshaus schätzt die Gräfin in diesem Zusammenhang ganz besonders. Mit sichtlicher Genugtuung berichtete sie in einem Interview von Familien und Kindern, welche die Insel besuchen und ihre positiven Erfahrungen von dort mit nach Hause nehmen. So steht sie im wahrsten Sinn mit der Zukunft im Bunde und gehört zu denen, die unser Denken in Sachen Natur in positive Bahnen lenken.

    Goldene Blumen sind auf der Mainau nicht zu bewundern. Die Gräfin will auch nicht Blumenkönigin sein. Aber es ist ja vorstellbar, dass irgendwann wieder eine Bernadotte mit einer Goldenen Blume geehrt wird. Es gibt bereits die von einer französischen Gärtnerei gezüchtete Edelrose “Gräfin Bettina Bernadotte”. Man kann deren große, rosafarbene Blüten, die intensiv duften, auf der Mainau, einer Oase des Friedens, bewundern.

    Gräfin Bernadotte lebt mit ihrem Mann, der aus einer Winzerfamilie in Lindau stammt, und ihren Kindern in Konstanz. Ihr ist aber nicht nur die Welt am und im Bodensee vertraut. Sie besitzt auch die schwedische Staatsbürgerschaft. Die Mainau befindet sich aus geschichtlichen Gründen im Besitz der aus Schweden stammenden Adelsfamilie Bernadotte. Wer die Insel besucht, kann in der Schwedenschänke einkehren oder sich in der Vorweihnachtszeit das Schweden-Menü munden lassen.

    Bewunderungswürdig ist ihr Sprachen-Repertoire: Deutsch, Schwedisch, Englisch, Französisch und Spanisch beherrscht sie. Vielleicht kommen bald  Mönchengladbacher Laute hinzu. Dass der Dalai Lama in Mönchengladbach zu Gast war, wird sie interessieren. Sie bezeichnet ihn als ihr persönliches Vorbild und schätzt sein „Buch der Menschlichkeit“. In ihren gräflichen Lieblings-Song der Beatles „All My Loving“ würde sie ihn sofort einbeziehen, auch in der Hoffnung, dass er ihr kleines „Laster“ Schokolade mit Nachsicht behandelt.

    Gräfin Bettina Bernadotte ist eine würdige Preisträgerin. Mönchengladbach heißt sie herzlich willkommen.

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