Schlagwort: Bistum Aachen

  • kfd Aachen: Offener Brief an Bischof Dieser mit Forderungen zum Synodalen Weg im Bistum Aachen

    kfd Aachen: Offener Brief an Bischof Dieser mit Forderungen zum Synodalen Weg im Bistum Aachen

    Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Dieser,

    als kfd im Bistum Aachen blicken wir mit gemischten Gefühlen auf die fünfte und letzte Synodalversammlung in Frankfurt zurück.
    Für uns sind die Synodalinnen der kfd schmerzhafte Kompromisse eingegangen: Dies gilt vor allem für das Thema „Frauen in sakramentalen Ämtern“. Dazu haben wir uns ein eindeutiges Zeichen der Anerkennung erwartet, da es bereits vor 50 Jahren in der Würzburger Synode von den Bischöfen die Forderung für die Zulassung zum Diakonat gab. Wir setzen uns weiterhin konsequent dafür ein, damit wir nicht auch noch weitere 50 Jahre auf die erste Priesterin warten müssen.

    Wir hoffen auf Veränderungen hin zu einer geschlechtergerechten Kirche bei uns im Bistum Aachen. Wir erwarten von Ihnen, Herr Bischof Dieser, dass Sie klar und deutlich äußern, ob Sie persönlich sich Frauen als Diakoninnen und Priesterinnen vorstellen können, da alle theologischen Argumente dank der guten Arbeit im Synodalforum 3 „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ auf dem Tisch liegen.

    Weiterhin erwarten wir, dass Sie zum Beispiel Bischof Bode* folgen, der am 14. März 2023 auf der Homepage seines Bistums erklären lässt: „Unmittelbar umgesetzt werden soll im Bistum Osnabrück ebenfalls das Vorhaben, künftig auch nicht geweihte Frauen und Männer die Kindertaufe spenden zu lassen. (…) Eine vorläufige Ordnung, die sowohl die Fort- und Weiterbildung als auch den Einsatz für entsprechend beauftragter Laien regelt, werde ich in den nächsten Tagen in Kraft setzen.“

    Als kfd fordern wir Sie auf, dies in Aachen ebenso schnell umzusetzen und nicht auf eine Prüfung von Rom zu warten. Setzen Sie den Beschluss Gottesdienst, Glaubenskommunikation und Katechese des Aachener Synodalkreises, an den Sie sich gebunden haben, um. Dort heißt es im Beschluss: „Der Synodalkreis beschließt daher die Überprüfung und Ermöglichung aller rechtlich möglichen Beauftragungen zur Gestaltung und Durchführung der Feier von Sakramenten, Sakramentalien, Gottesdiensten und Verkündigung, insbesondere Ermöglichung der Erteilung von Taufbeauftragungen und des Predigtdienstes für Laien und Laiinnen.“ Dass dies kirchenrechtlich möglich ist, zeigt die Essener Praxis.

    Bischof Bode lässt zudem erklären: „Damit Frauen und Männer ohne Weihe künftig auch regelmäßig in katholischen Eucharistiefeiern predigen können, solle ebenfalls zeitnah eine entsprechende Diözesanordnung entwickelt werden.“ Auch dies wünschen wir uns nachdrücklich für unser Bistum Aachen.

    Wir begrüßen ausdrücklich den beschlossenen Handlungstext „Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt“ sowie den beschlossenen Handlungstext „Lehramtliche Neubewertung von Homosexualität“. Hier bitten wir Sie darum, den nicht mit bischöflicher Mehrheit angenommenen Grundtext „Leben in gelingenden Beziehungen – Grundlinien einer erneuerten Sexualethik“ im Bistum Aachen zur Grundlage der pastoralen Arbeit zu machen.

    Um deutlich zu machen, dass die Anliegen von Gendergerechtigkeit im Bistum Aachen zukünftig eine pastorale Grundlinie sein sollen, fordern wir Sie auf, hier die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten oder eine Stabsstelle Gendergerechtigkeit einzurichten.

    Wir wünschen uns sehr, dass der von Ihnen angekündigte Haltungswandel sichtbar wird in konkreten Handlungen, die spürbar werden lassen, dass die Hl. Geistkraft „gleich + berechtigt“ im Bistum Aachen allen Menschen zukommen soll:
    Du liebst nämlich alles, was ist, und verabscheust nichts von dem, was du gemacht hast. Würdest du nämlich etwas hassen, hättest du es nicht bereitet. Wie könnte etwas Bestand haben, wenn du es nicht gewollt hättest, oder wie wäre etwas, das du nicht ins Dasein gerufen hast, bewahrt geblieben? Alles schonst du, weil es dir gehört, du Macht, die das Leben liebt. (Weish 11,24-26)

    https://bistum-osnabrueck.de/von-der-taufe-ueber-die-predigt-bis-zur-segensfeier/

    Mit herzlichen Grüßen Ihres kfd Diözesanverbands Aachen,
    einstimmig verabschiedet in der Diözesanversammlung am 18. März 2023.

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  • Klares Zeichen gegen rechte Hetze

    Klares Zeichen gegen rechte Hetze

    Katholische Verbände im Bistum Aachen sprechen sich gegen die AfD und für eine bunte und tolerante Gesellschaft aus.

    Viel beachtet sprachen die katholischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenverbände im Bistum Aachen bereits 2020 zu den Kommunalwahlen in NRW eine Nicht-Wahlempfehlung aus. Mit einer Plakataktion „Wir wählen! NICHT die AfD“ setzten sie ein klares Zeichen gegen rechte Hetze, Populismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

    Für die jetzt anstehenden Bundestagswahlen wiederholen die Verbände dieses Bekenntnis deutlich. Grundlage ihrer Kritik ist die Programmatik der AfD. Die Verbände sagen: „Unser Glaube und die Werte, die wir als katholische Verbände vertreten, sind die Grundlage unseres Handelns in Kirche und Gesellschaft und stehen der Struktur, dem Menschenbild und der politischen Vision der AfD entgegen.“

    Die AfD widerspreche den inhaltlichen Beschlüssen der katholischen Verbände und der gelebten Praxis von Toleranz und Ablehnung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Insbesondere gelte das für die Bereiche Klimapolitik, Zuwanderung und Integration, Bildung und dem Bestreben der AfD zu einer nationalistisch geprägten Politik der Ab- und Ausgrenzung.
    Daher gelte auch 2021: „Wir wählen! Nicht die AfD!“

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  • Katholische Träger der Region gründen Netzwerk „Katharina“

    Katholische Träger der Region gründen Netzwerk „Katharina“

    „Wir wollen als katholische Träger mit einer Stimme sprechen, wenn es um die Altenhilfepolitik in der Region Mönchengladbach geht“, sagt Frank Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbandes Region Mönchengladbach.

    Die weiteren Netzwerkpartner sind das Altenheim St. Antonius (in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Matthias), die Katharinenstift Mönchengladbach gGmbH, das Wohn- und Pflegezentrum St. Maria (in Trägerschaft der Katharina Kasper ViaNobis GmbH) sowie das Seniorenzentrum Haus Maria Frieden in Jüchen (in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Jakobus des Älteren).

    Angestoßen wurde das Netzwerk durch die veränderte Altenhilfepolitik in NRW.
    Das neue Altenpflegegesetz nimmt die Kommunen in die Pflicht: Sie müssen die Lebensqualität älterer und pflegebedürftiger Menschen sichern und entsprechende stadtteilbezogene Angebote machen, wie Dr. Alfred Etheber vom Caritasverband für das Bistum Aachen erläutert.
    Hier kommen die Träger der Altenhilfe ins Spiel – sie sollen die Quartiere am Ort mit entwickeln. „Wichtig ist, dass sich die katholischen Einrichtungen abgestimmt in die kommunale Altenhilfeplanung einbringen“, so Etheber.
    Deshalb hatte der Caritasverband für das Bistum Aachen vor einem Jahr das Modellprojekt „Gemeinsam für die kommunale Altenhilfepolitik“ aufgelegt.
    Mönchengladbach ist eine von drei Regionen, in denen sich die Caritasakteure an dem Projekt beteiligten.

    Über die politische Vertretung hinaus stehen die Einrichtungen der Altenhilfe vor ähnlichen Herausforderungen. Sie wollen voneinander lernen. So möchten die Netzwerkpartner beispielsweise eine gemeinsame Strategie für die Gewinnung von Fachkräften entwickeln, sagt John Esser, Leiter des Seniorenzentrums Haus Maria Frieden in Jüchen. Auch im Qualitätsmanagement sehen sie Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit. „In gegenseitigen Audits werden wir sicher Anregungen erhalten, wie wir interne Abläufe verbessern können“, erläutert Josef Aretz vom Wohn- und Pflegezentrum Hehn.

    Einen weiteren Vorteil des Netzwerkes sieht Claus Altenkamp, Geschäftsführer der Katharinenstift Mönchengladbach gGmbH: „Die stationären Einrichtungen können ihre Arbeit enger mit den ambulanten Diensten der anderen Träger verzahnen und so den Menschen im Quartier einen Mehrwert bieten.“ Er denkt hier beispielsweise an häusliche Pflege oder auch an einen Mittagstisch.

    Darüber hinaus planen die katholischen Träger eine Netzwerk-Homepage als zentrale Informationsplattform. „Hier werden pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in der Region nicht nur alles über unsere Einrichtungen erfahren, sondern auch Antworten auf Fragen zur Pflegestufe und zur Finanzierung eines Altenheimplatzes erhalten“, kündigt Claudia Frenken (St. Antonius Altenheim Wickrath) an.

    Mit einer gemeinsamen Aktion wird sich Katharina, das Netzwerk der katholischen Altenhilfeträger in der Region Mönchengladbach, im Laufe des Jahres an die Öffentlichkeit wenden: Es veranstaltet die „Bundesgenerationenspiele“. Dabei lösen Teams gemeinsam Aufgaben, bei denen strategisches Denken, Geschicklichkeit, körperlicher Einsatz und Konzentration gefragt sind. „Die bis zu zehn Mitglieder eines Teams sollen sowohl aus mehreren Generationen – von Kindern und Jugendlichen über Erwachsene bis hin zu alten Menschen – als nach Möglichkeit auch aus mehreren Nationen kommen“, erklärt Manuela Jansen vom Caritasverband Region Mönchengladbach. Beim Handtuch-Volleyball, bei der Generations-Airline, beim Käserollen, Länderraten oder Kokosnuss-Kegeln dürfte jede Menge Spaß garantiert sein.

    Die Fakten:
    Fast 850 alte Menschen in der Region werden von den Mitgliedern des Netzwerkes stationär gepflegt, weitere über 600 ambulant.
    Die Einrichtungen stellen 56 Kurzzeitpflege-Plätze zur Verfügung und 28 Plätze in Tagespflegen.
    Die fünf katholischen Träger beschäftigen über 1.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege von alten und kranken Menschen und bilden 72 junge Menschen aus.

    Rund 440 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich hier ehrenamtlich für Senioren.
    18 meist junge Menschen leisten ein Freiwilliges Soziales Jahr oder als „Bufdis“ den Bundesfreiwilligendienst.
    Die Altersspanne in den Einrichtungen ist groß: Der älteste Bewohner ist 103 Jahre alt, der jüngste 40.
    Die Häuser der katholischen Träger in der Region wurden zwischen 1961 und 2010 erbaut.

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