Kolumne
Allmählich stelle ich mir ernsthaft die Frage: ist unser Planungsdezernent möglicherweise überfordert ob all seiner Verantwortlichkeiten?
Neben seinen umfassenden Aufgaben als oberster Stadtplaner und Umweltdezernent vertritt er schließlich die Stadt in weiteren Verwaltungs-/Aufsichtsräten und Vereinigungen.
Da erscheint es fast zwangsläufig, dass Dr. Bonin keine große Bereitschaft zeigt, Themen wie die Blumenkübel vor dem Ratskeller in Rheydt in aller Öffentlichkeit zu diskutieren.
Selbst Barbara Gersmann, die zuständige Bezirksvorsteherin im Bezirk Rheydt hatte mit einer Einladung an alle Beteiligten wohl keinen Erfolg. Wie der RP zu entnehmen war, gab Bonin auch ihr einen Korb.
Dr. Bonin will nicht mit den Beteiligten, Gastronom Gerstung und Christoph Hartleb vom Rheydter Citymanagement an einem Tisch einen Gedankenaustausch, sondern nur mit Planungs- und Bezirkspolitikern aus CDU und SPD.
Das passt auf von ihm getätigte Aussagen im Rahmen des Interviews auf dem „gelben Sofa“ im Hause Schaffrath am vergangenen Donnerstag.
Angesprochen auf die Situation des Radverkehrs in Mönchengladbach sprach Bonin bei einer Beschreibung der öffentlichen Kritik von „Betroffenheitslyriken“, er war merklich verärgert darüber, dass jemand die „Blaue Route“ von Rheydt nach Mönchengladbach abgeschafft sehen wollte.
Im gleichen Interview, angesprochen auf eine evtl. mögliche Überforderung von Bürgern ob der praktizierten Geschwindigkeit bei den von ihm angestoßenen Veränderungen in der Stadt meinte der Stadtdirektor nach etlichen Sekunden des Überlegens: „das muß man in Kauf nehmen!“
Unser neuer Stadtdirektor mag keine Öffentlichkeit, es sei denn, sie dient seinem Ego.
