Schlagwort: Bundesgesundheitsminister

  • Gesundheitsminister hat „keine Zeit“…, Jens Spahn´s Umgang mit Kritikern

    Gesundheitsminister hat „keine Zeit“…, Jens Spahn´s Umgang mit Kritikern

    Gesundheitsminister und eine Gesundheitsministerin standen in ihrer Amtszeit immer wieder auch in der Kritik, nicht allen Menschen im Bund, im Land und in den Kommunen haben ihre jeweiligen politischen Entscheidungen gut gefallen.
    Sie hatten sich heftigste Kritik anzuhören und auch zu lesen. Sie stellten sich dieser Kritik. Sie gingen in Diskussionen auch vor Ort, nicht nur werbewirksam in TV-Sendungen.
    Auch diese Zeiten, diese gute Praxis hat sich mit dem Start der neuen Bundesregierung offensichtlich geändert.

    Jens Spahn, unser derzeitiger Bundesgesundheitsminister, scheut das direkte Gespräch mit Betroffenen seiner Politik.

    Nicht anders zu verstehen ist seine Absage zur Teilnahme am Neusser Pflegetreff im Herbst diesen Jahres.
    Mehrfach wurde Spahn eingeladen, es gab keine Antwort.
    Erst nun, nachdem Werner Schell, Vorstand des Netzwerkes Pro Pflege in Neuss, einen Brief an unsere Bundeskanzlerin geschrieben hat in dem er sie auffordert, im Thema Pflege tätig zu werden, da sie über die Richtlinien- Kompetenz verfügt, hat sich das Bundesgesundheitsministerium telefonisch bei Werner Schell gemeldet und ihn informiert, dass Jens Spahn keine Zeit hat. Das riecht nach billiger Retourkutsche.
    In einer Pressemeldung informiert Werner Schell heute darüber die Öffentlichkeit.

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  • Holding-Geschäftsführer Wallrafen: der Prämienwahnsinn des neuen Pflegebeauftragten

    Holding-Geschäftsführer Wallrafen: der Prämienwahnsinn des neuen Pflegebeauftragten

    Nachdem es schon der neue Bundesgesundheitsminister in seinen ersten einhundert Tagen geschafft hat der Altenpflegeszene klar zu machen, dass er zwar viel sagt, aber wenig inhaltliches zu erwarten ist, zieht nun der ausgewiesene Pflegepädagoge und neue Bundespflegebeauftragte Andreas Westerfellhaus nach. Dem -unbestrittenen- Pflegeexperten fällt nichts besseres zu Beginn seiner Tätigkeit ein, als auf ein Prämiensystem zu setzen, welches das ganze Dilemma der Altenpflege aufzeigt.

    Warum brauchen Berufsanfänger/innen eine Einstiegsprämie, wenn sie -zumindest unter tariflichen Strukturen des Öffentlichen Dienstes- eine durchschnittliche Ausbildungsvergütung von 1100,- Euro bekommen und im ersten Monat nach der Ausbildung mit einer Grundvergütung von 2800,- Euro anfangen?

    Warum will er Berufsrückkehrer/innen mit 5000,- Euro locken, wo sich Altenpflege doch leider immer schon viel zu wenig für Lohngerechtigkeit in diesem Frauenberuf interessiert hat. Er sollte lieber Fragen: warum ist jemand aus der Altenpflege ausgestiegen? Wie gestalten wir diesen Beruf gesellschaftlich attraktiver?

    „Fangprämien“ anstatt Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen freundlicher Konzepte ist der falsche Weg. Kostenlose qualifizierte Rückkehrkurse von neutralen Pflegeschulen mit den Betreuungs- und Pflegekonzepten der Zukunft. Kurse zur beruflichen Gesundheitsförderung und Wissensvermittlung zur Mitarbeiter/innen freundlichen Unternehmensführung sind die Alternative.

    Altenpflege ist und bleibt ein toller Beruf.  Es gibt die regionalen und örtlichen Beispiele dafür. Die Regierung hat die erste Verantwortung nun einmal die Beispiele transparent zu machen, die zeigen, dass Altenpflege machbar ist, dass sie bei guter Führung Mitarbeitern/Innen Spaß macht, dass es genügend Beispiele gibt, dass sie auch unter den heutigen Bedingungen bezahlbar ist. Dann und nur dann verändert sich das schlechte Image, wird Druck auf die Rendite orientierten Anbieter ausgeübt, weil es ja Beispiele gibt, die zeigen, dass es bei gleichen Rahmenbedingungen auch anders geht.

    Auf eine entscheidende Grundvoraussetzung haben aber bis heute weder der Gesundheitsminister noch sein Staatssekretär hingewiesen:

    Entscheidender Faktor für das Versagen vieler Heimträger und Pflegeunternehmen ist die freie Marktwirtschaft! Nicht die Anbietervielfalt ist das Problem, die Renditeorientierung, die immer mehr auch ausländische Investoren nach Deutschland führt. Eine Würde volle , fair tariflich entlohnte Betreuung und Pflege sollte uns unsere eigene Zukunft doch noch wert sein. Das es sie gibt, ist bekannt, dass es sie viel, viel mehr geben müsste, wissen wir. Den Auftrag die bekannten und möglichen Voraussetzungen zu schaffen hat nun die Regierung.

    Wir brauchen keine Fangprämien, wir brauchen eine sozialwirtschaftlich und nicht marktwirtschaftliche Altenpflege.

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