Schlagwort: Gastfamilien

  • „Austauschprogramm fördert kulturelles Verständnis“
    Yüksel verabschiedet zwei junge US-Amerikaner

    „Der Abschied wird bestimmt nicht leicht. Ganz sicher werde ich meine Zeit in Deutschland nicht vergessen“, sagt Caleb mit US-amerikanischem Akzent während Meigan zustimmend nickt. Die beiden Jugendlichen aus den USA haben fast ein Jahr bei Gastfamilien in Mönchengladbach gelebt. Möglich wurde dieser Aufenthalt dank des Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages und des amerikanisches Kongresses. Als Bundestagsabgeordnete hat Gülistan Yüksel (SPD) die Patenschaft für die beiden Schüler übernommen. Nun traf sie beide vor deren Abreise für ein Gespräch im Reichstag.

    „Es freut mich zu sehen, wie offen und interessiert die Jugendlichen gegenüber Neuem sind. Sie suchen den Dialog zwischen den Kulturen, erlernen die Sprache, sehen Sachverhalte aus anderen Perspektiven und tragen so zu einem besseren Verständnis zwischen den Ländern bei“, erklärt Yüksel ihre Motivation, das Stipendienprogramm zu unterstützen.

    Neben akademischen Kompetenzen, erwerben die PPP-Teilnehmer auch soziale Kompetenzen und schließen Freundschaften, die meist ein Leben lang halten. Gülistan Yüksel weiß aus eigener Erfahrung, dass die Vermittlung von Werten, Kultur und Politik am einfachsten durch persönliche Kontakte zu erreichen ist, was auch Caleb so sieht. Seiner Meinung nach „sind Erfahrungen, die man selber macht unbezahlbar“. Eine Erfahrung hatte er sich für das Wochenende in Berlin noch vorgenommen: „Ich will auf jeden Fall Curry-Wurst probieren. Die soll in Berlin besonders gut schmecken.“

    Bald heißt es Abschied nehmen. In wenigen Wochen fliegen Caleb und Meigan zurück in die USA. Dorthin wird auch bald Paula fliegen. Yüksel hatte die Schülerin aus Mönchengladbach für eine Teilnahme am Austauschprogramm auswählen können. Auch für Paula wird ihr Auslandsaufenthalt sicher spannend und lehrreich – und der Abschied ebenso schwer wie für Meigan und Caleb.

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  • Gastfamilien gesucht: Infoabend am Donnerstag, 3. März

    Gastfamilien gesucht: Infoabend am Donnerstag, 3. März

    Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sucht – wie berichtet – dringend Familien, die einen unbegleiteten minderjährigen, meist männlichen Jugendlichen aus Syrien sowie Afghanistan (Flüchtling) aufnehmen möchten.
    Interessierte erhalten dazu am 3. März 2016, 17.00 Uhr, im Verwaltungsgebäude Aachener Str. 2, Sozialraum im UG, in 41061 Mönchengladbach weitere Informationen.

    Das sich schon nach der ersten Ankündigung eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern nach den Anforderungen erkundigt hat, die an die Gastfamilien gestellt werden, hier einige Hinweise des Jugendamtes:

    Auf die Gastfamilien oder Pflegepersonen kommen sehr hohe Belastungen zu. Pflegepersonen sind Menschen, die sich in gesunder und stabiler Lebenssituation befinden (Führungszeugnis, ärztliches Attest, ausreichende Wohn- und Einkommensverhältnisse). Die Gastfamilien oder Pflegepersonen verfügen über zeitliche Ressourcen. Nur so sind die Entwicklungsziele für und mit den Jugendlichen, in Zusammenarbeit mit den weiteren Beteiligten, zu erreichen. Zahlreiche schriftliche und mündliche Erklärungen sind von den Pflegepersonen zu dem anvertrauten Jugendlichen immer wieder notwendig. Die Basis für die Zusammenarbeit ist eine positive Lebenseinstellung und eine kultursensible Erziehungshaltung, nur so kann sich Vertrauen bilden und können gemeinsam auftretende Konflikte gelöst werden.

    Die Fachstelle Pflegeelterndienst mit Kerstin Beine 02161/25-3384 und Monika Ferfers 02161/25-3383 gibt gerne Auskunft zu individuellen Fragen. Umgekehrt fragen die Fachkräfte die Bewerberinnen und Bewerber nach ihrer Motivation, aber auch nach den eigenen Stärken und Schwächen.

    Am Ende des Bewerbungsverfahrens steht nach einigen Wochen fest, ob die allgemeinen Voraussetzungen vorliegen um Gastfamilie zu werden und ein zur Familie passender Jugendlicher konkret aufgenommen werden kann. Am Anfang steht die gezielte Information, daher freuen sich die Fachkräfte auf viele Interessierte.

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