Schlagwort: Gastronomie

  • Mehr Spielraum für Handel und Gastronomie

    Mehr Spielraum für Handel und Gastronomie

    Der Rat der Stadt hat einen Beschluss gefasst, Handel und Gastronomie bei der Nutzung des öffentlichen Raumes durch bspw. Außengastronomie oder Warenständer einen größeren Gestaltungsspielraum einzuräumen.

    Nach einer intensiven Beteiligung der Öffentlichkeit und der Verbände hat die Stadt Vorschläge für eine Neufassung erarbeitet. Mit der Richtlinie für Außengastronomie und Waren-/Werbeständer werden gestalterische Rahmenbedingungen für die Nutzung des öffentlichen Raumes durch Gastronomie und Einzelhandel zugrunde gelegt, insbesondere unter Berücksichtigung der Anforderungen an die Barrierefreiheit sowie Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz.

    Zukünftig entfallen beispielsweise Vorgaben zur zulässigen Höhe und Tiefe von Warenständern bei Verbleib einer Gehwegbreite von mindestens 2,50 Metern, bestimmte Farbvorgaben für Mobiliar und Begrünungselemente und der Mindestabstand von Begrünungselementen zur äußeren Einfassung konzessionierter Flächen unter Berücksichtigung festgelegter Maximalhöhen.

    Des Weiteren sind nun auch Windschutze in einer Höhe von max. 1,50 Metern zulässig, eine Ausnahme gilt allerdings für den Markt Rheydt und die Marktstraße zwischen Marktplatz und Harmoniestraße.

    Vor dem Hintergrund des ausgerufenen Klimanotstandes werden gasbetriebene Heizpilze und -elemente zukünftig ausgeschlossen, aus Pandemiegründen allerdings erst mit Wirkung zum 1. April 2023.

    Anschließend sind nur noch elektrische Heizelemente zulässig, die nachweislich CO2-neutral (Solaranlagen, Ökostrom o. ä.) betrieben werden.
    Die neuen Regelungen im Detail sind auf der Homepage der Stadt unter www.stadt.mg/rl-handel-gastro veröffentlicht.  

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  • Keine 10 Cent mehr im Portemonnaie: Küchenhilfen  in Mönchengladbach zwangsweise auf „Lohn-Diät“

    Keine 10 Cent mehr im Portemonnaie:
    Küchenhilfen in Mönchengladbach zwangsweise auf „Lohn-Diät“

    Schuften auf Hochtouren, verdienen auf Sparflamme: In der Gastronomie in Mönchengladbach gibt es rund 3.580 Mini-Jobs. Allerdings lassen Hotels, Restaurants und Gaststätten einen Großteil der Mini-Jobber für Niedriglöhne arbeiten, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Viele Spülkräfte, Küchenhilfen, Zimmerfrauen und Aushilfskellner werden zwangsweise auf ‚Lohn-Diät‘ gesetzt – Hilfskräfte verdienen in der Gastronomie in Mönchengladbach oft nur ‘nen Appel und ‘n Ei“, sagt Manja Wiesner von der NGG Krefeld-Neuss. Mit 9,25 Euro pro Stunde liege eine angelernte Kraft „schon jetzt im Lohnkeller“.

    Sie kritisiert, dass „die Gastro-Chefs keine Anstalten machen, an diesem Zustand etwas zu ändern“. Bei den laufenden Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe in NRW hätten die Arbeitgeber „auf stur geschaltet“ und für ungelernte Kräfte lediglich ein Prozent mehr Lohn im ersten Jahr angeboten und ein weiteres Prozent im Folgejahr. Manja Wiesner reagiert darauf wütend: „Das wären fürs erste Jahr nicht einmal 10 Cent pro Stunde mehr. Der Stundenlohn würde dann bei 9,35 Euro liegen – und damit nur 16 Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro, der ab kommenden Januar ohnehin gilt. Das ist einfach nur unverschämt. Denen, die die Küchen und Restaurantbetriebe in Mönchengladbach am Laufen halten, wird hier – ums in der Küchensprache zu sagen – ein ‚Mager-Lohn‘ serviert.“

    Das Lohnangebot der Arbeitgeber bezeichnet NGG-Geschäftsführerin Wiesner als „schlechten Küchenwitz“. Damit werde nicht einmal die Inflation aufgefangen. Dies bedeute einen Reallohn- und damit auch Kaufkraftverlust. Wenig besser sehe es bei Köchen, Kellnerinnen und Rezeptionistinnen aus: Für Fachkräfte hätten die Arbeitgeber lediglich 2,5 Prozent Lohnerhöhung im ersten und 2,3 Prozent im zweiten Jahr angeboten. „Das ist mit der NGG nicht zu machen“, sagt Wiesner. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) NRW und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Nordrhein-Westfalen gehen Mitte Oktober in die nächste Runde.

    Wiesner kündigt jetzt an, bis dahin eine „Gastro-Offensive“ zu starten. Die NGG will dabei Flugblätter mit Tarif-Infos auch in Hotels, Restaurants und Gaststätten in Mönchengladbach verteilen und gezielt Aktionen machen. „Bei erweiterten Frühstückspausen und über Betriebsräte werden wir die Belegschaften informieren und den Gastro-Protest formieren“, so Wiesner.

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