Schlagwort: Igel

  • Tier des Jahres 2024 ist der Igel

    Tier des Jahres 2024 ist der Igel

    Nein, das kleine Tierchen auf dem Bild schläft nicht.

    Es ist tot. Tot, wie zwei weitere Igel, die innerhalb von 20 Metern und innerhalb von drei Wochen auf der Carl-Diem-Straße nahe dem Wald gefunden wurden. Mit einer beachtlichen Geschwindigkeit von bis zu 7 km/h können Igel sehr schnell laufen. Den Rasern um den Volksgarten entkommen sie dennoch nicht.  Gerade aufgrund ihrer Geschwindigkeit und der immer wieder auftretenden Vorfälle, ist der Unfallcharakter dabei  zunehmend unglaubwürdiger.

    Die kleinen stacheligen Gefährten sind keineswegs nur Bewohner des Waldes. Oft findet man sie in unseren Vorgärten. Hier finden die Igel ihre Nahrung. Naja oder würden sie finden, wenn sie nicht auf Steinwüsten und (illegales) Pflaster treffen würden. Durch diesen Mangel an natürlicher Fläche sind die kleinen Säuger unterernährt und kommen nicht durch den Winter.

    Ein Rasen ist auch nicht die bessere Alternative, da dieser ebenfalls eine Nahrungswüste ist. Wie perfide der Umgang mit den stacheligen Gesellen sein kann, zeigt auch die „Innovation“ der Mähroboter. Durch die Bequemlichkeit des Hausbesitzers wird so manches Tier zum Invaliden. Mit abgetrennten Beinchen haben sie Glück, wenn sie auf einer Igel-Hilfe-Station landen. Das ist nach Schätzungen nur selten der Fall. Wie viele Tiere durch die Roboter und im Straßenverkehr umkommen kann man nur schätzen. Grob eine halbe Millionen alleine in Deutschland, so wird es zumindest vermutet. Wenn die Erwachsenen Igel im Frühjahr nicht zum Nest zurückkommen, bleiben die Igelkinder als Weisen hilflos allein und verhungern nicht selten.

    Wer Igeln helfen will, hat einen Garten mit Hecken und Ecken mit Totholz und Laubhaufen. In einem guten Versteck können Sie eine Überwinterungsmöglichkeit bieten. Im Gegenzug befreit der Igel als Nützling den Garten auf Grund seines Speiseplans von Schnecken, Insekten und anderem kleinen Getier.

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  • Kleine Stacheln mit großen Problemen

    Kleine Stacheln mit großen Problemen

    Endlich geht es nach draußen. Endlich setzten wir unsere Gartenträume um. Und die Komposthaufen auch.

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    Schweres, gefährliches Gerät für diese kleinen Geister ist jeder Rasenmäher, jeder Trimmer, jede Sense, Vertikutierer und Grabegabel.  Sie können nicht flüchten oder schreien.

    Igelhilfestationen sind derzeit  vollbelegt mit verletzten Tieren, denen oft genug nicht mehr geholfen werden kann. Das läßt sich verhindern. Vor dem Trimmen, dem Mähen und Stechen mit der Gabel, einmal genau hinschauen, bei höherem Gras mit der Hand durchstreichen. Wer fündig wird, setzt das kleine „Ungeheuer“ außer Reichweite, auch wenn es knurrt, es lebt ganz sicher gerne.

    Wird so ein Tierchen erwischt, kann es Tage dauern, bis es qualvoll verendet.  Sicher kann es trotz aller Vorsicht passieren. Wer es merkt, ab die Post zum Tierarzt, oder einer Igelhilfestation. Es passiert Ihnen nichts. Alles ist besser, als so einen hilflosen Racker seiner Angst und seinen Schmerzen zu überlassen.

     

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