Schlagwort: Koalitionsverhandlungen

  • NRW-Koalitionspapier mit Lücken im Sozialbereich

    NRW-Koalitionspapier mit Lücken im Sozialbereich

    Sozialverband VdK erinnert Verhandlungspartner an wichtige Themen zur Teilhabe in NRW

    Im Sondierungspapier der CDU und von Bündnis 90/Die Grünen zur möglichen Bildung einer gemeinsamen Landesregierung werden aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen wichtige soziale Fragen nicht thematisiert.

    In einem Schreiben an die Parteivorsitzenden Hendrik Wüst und Mona Neubaur loben der Vorsitzende Horst Vöge und Geschäftsführer Thomas Zander zwar, dass einige Punkte aufgegriffen wurden, „die wir mit unseren 390.000 Mitgliedern unterstützen“. Gerade zum barrierefreien Ausbau des ÖPNV, zur häuslichen Pflege sowie zum bezahlbaren Wohnen für Menschen mit und ohne Behinderung finden sich bislang jedoch überhaupt keine Vereinbarungen.

    So hoffen die VdK-Verantwortlichen unter anderem, dass sich die Koalitionäre in den Verhandlungen auf weitere Verbesserungen im Gesundheits- und Pflegebereich verständigen – von der schnelleren Terminvergabe für Behandlungen und Eingriffe, über ausreichend Angebote für die Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege, bis hin zur flächendeckenden, unabhängigen und qualitativ hochwertigen Beratung für Familienmitglieder, die sich um ihre Angehörigen kümmern.

    Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen stoßen zudem nicht nur beim Arztbesuch, sondern beispielsweise auch in Bussen und Bahnen auf teils unüberwindbare Hindernisse.
    Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen hatte sich daher bereits im Vorfeld der Landtagswahl für Barrierefreiheit bei der Neuanschaffung von Verkehrsmitteln und der Umgestaltung der entsprechenden Infrastruktur eingesetzt.
    Darüber hinaus erneuerten Horst Vöge und Thomas Zander nun ihre Forderung, den ÖPNV im ländlichen Raum zu stärken und das bewährte Sozialticket zu erhalten.

    In Hinblick auf bezahlbares, behinderten- und seniorengerechtes Wohnen schlagen der Vorsitzende und der Geschäftsführer des VdK-Landesverbands ferner eine Änderung der Landesbauordnung, steuerliche Anreize sowie die jährliche Anpassung von Mietobergrenzen vor, „damit die Wohnkostenlücke im bestehenden Hartz-IV-System nicht größer wird.“ Zur Armutsbekämpfung wären außerdem gezielte Aufklärungskampagnen wünschenswert, da die Dunkelziffer derjenigen, die aus Scham keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen, gerade unter den älteren NRW-Bürger*innenInnen immer noch recht hoch sein dürfte.

    Ministerpräsident Hendrik Wüst wird nicht zuletzt gebeten, im Bundesrat einen zweiten Antrag für ein Entlastungspaket für Rentner*innenInnen einzubringen.

    Ferner müssten Kinder aus einkommensschwachen Haushalten durch spezielle Lernangebote unterstützt und zusätzliche Mittel zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben bereitgestellt werden.
    Die geplante Inklusionsoffensive trifft dabei grundsätzlich auf die Zustimmung der VdK-Vertreter. Eine frühzeitige und systematische Einbindung der Betroffenenverbände sei hierbei allerdings unerlässlich, betonen Horst Vöge und Thomas Zander in ihren Briefen an die Parteispitzen.

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  • Weltfrauentag am 8. März „Druck machen für die Gleichstellung der Geschlechter“

    Weltfrauentag am 8. März
    „Druck machen für die Gleichstellung der Geschlechter“

    Der Internationale Frauentag am 8. März steht in diesem Jahr unter dem Zeichen „Press for Progress“.

    Das Weltwirtschaftsforum hat im vergangenen Jahr errechnet, dass es unter den jetzigen Umständen noch 100 Jahre dauern wird, bis die Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist.
    „Wir müssen weiter Druck machen. Auch wenn sich Frauen in den letzten Jahrzehnten schon viel erkämpft haben, gilt es, diese Erfolge immer wieder aufs Neue zu verteidigen“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel, die sich als Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gezielt für die Rechte von Frauen einsetzt.
    In den Koalitionsverhandlungen konnte die SPD zahlreiche gleichstellungpolitische Verbesserungen verankern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. „Wir werden betroffene Frauen stärken, indem wir ihnen den sicheren und geschützten Weg aus der Gewaltspirale ermöglichen: mit einem Aktionsprogramm zur Prävention von Gewalt, der Verbesserung des Hilfesystems und einer gesicherten Finanzierung von Frauenhäusern“, betont Yüksel.

    Vor fast 100 Jahren haben Frauen das erste Mal gewählt und konnten gewählt werden. Sie selbst waren es, die für ihr selbstverständliches Recht auf die Straße gegangen sind und diesen bahnbrechenden Erfolg als ihren eigenen feiern konnten. Doch heute, fast ein Jahrhundert später, sind Frauen noch immer nicht angemessen in den Parlamenten beteiligt. Der Anteil von Frauen im Bundestag ist – gerade wegen den konservativen und rechten Parteien – sogar gesunken: auf nunmehr 30 Prozent. „Fehlende Repräsentation führt zu fehlender Beachtung struktureller Probleme. So sind es gerade Frauen, die sich beispielsweise im Niedriglohnsektor durchkämpfen oder in Pflegeberufen den Notstand spüren. Umso mehr möchte ich mich für diese Anliegen einsetzen“, so Yüksel abschließend.

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  • Koalitionsverhandlungen in Berlin – offener Brief an die Arbeitsgruppe Gesundheit zur anstehenden Pflegereform

    Koalitionsverhandlungen in Berlin – offener Brief an die Arbeitsgruppe Gesundheit zur anstehenden Pflegereform

    cdu-logo-ohne-randSPDMit dem angefügten offenen Brief hat sich Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk zu den Koalitionsverhandlungen in Berlin zu Wort gemeldet.
    Das Netzwerk hält es für erforderlich, auf die dringlichsten Reformerfordernisse im Pflegesystem aufmerksam zu machen.

    An die
    CDU, CSU und SPD, z.Hd. der Koalitions-Arbeitsgruppe „Gesundheit“ (und Pflege)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    es besteht offensichtlich weitgehend Einvernehmen darüber, dass im Rahmen der Koalitionsverhandlungen Eckpunkte für eine Pflegereform abgesprochen werden (müssen). (mehr …)

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