Schlagwort: Sauberkeit

  • „Turbo-Putzen“„Acht Minuten sind zu wenig im Kampf gegen Corona“

    „Turbo-Putzen“
    „Acht Minuten sind zu wenig im Kampf gegen Corona“

    Schulstart in NRW: IG BAU kritisiert Zustände in der Reinigung

    Vor dem Schulstart in Nordrhein-Westfalen an diesem Mittwoch (12. August) hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf die hohe Arbeitsbelastung von Reinigungskräften im Zuge der Coronakrise hingewiesen.

    „Acht Minuten – so viel Zeit hat eine Reinigungskraft im Schnitt, um ein Klassenzimmer zu säubern. Diese Zeit war schon vor der Pandemie viel zu kurz bemessen“, sagt Antonia Kühn, Regionalleiterin der IG BAU im Rheinland. Umfassender Infektionsschutz sei unter solchen Bedingungen kaum möglich.

    Dreck in der Schule sei für Schüler und Eltern in NRW kein neues Thema, so die Gewerkschaft. In den letzten Jahren hätten die Beschwerden deutlich zugenommen. „Es geht so weit, dass Schüler in Putzdienste eingeteilt und Eltern zum Fensterputzen beordert werden. Um die stark verschmutzten Schultoiletten zu säubern, gibt es mancherorts private Spendenaufrufe für zusätzliches  Reinigungspersonal“, berichtet Kühn.

    Die Beschäftigten litten unter einem wachsenden Zeitdruck. In immer kürzerer Zeit seien immer größere Flächen zu reinigen.

    Die IG BAU spricht von „Turbo-Putzen“. In der Corona-Pandemie spielten Sauberkeit und Infektionsschutz in Schulen nun eine herausragende Rolle. „Allerdings wollen die meisten Kommunen die bestehenden Aufträge für Reinigungsfirmen nicht der neuen Lage anpassen“, kritisiert Kühn. Für das Personal sei es nicht machbar, in der knappen vorgesehen Zeit den gestiegenen Ansprüchen zu genügen. Die Gewerkschaft fordert vor dem Hintergrund der Pandemie, vorhandene Kräfte mit mehr Stunden zu beauftragen und wo nötig zusätzliches Personal einzustellen. „Außerdem muss die Gesundheit der Reinigungskräfte selbst noch besser geschützt werden“, betont Kühn.  Es sei richtig, dass Land und Kommunen spezielle Maßnahmen zum Schutz der Schüler, Lehrer und anderer Schulbeschäftigten ergriffen hätten. Allerdings dürften das Reinigungspersonal hier nicht vergessen werden. „Saubere Schulen gibt es nur mit sauberen Arbeitsbedingungen“, macht Kühn deutlich. Die Umsetzung der Hygiene- und Arbeitsschutzstandards in Schulen sei ein zentraler Faktor zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

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  • Sauberkeit ohne Personal – der Spagat im Ordnungsamt

    Sauberkeit ohne Personal – der Spagat im Ordnungsamt

    „Die Sauberkeit ist ein Indikator für das Image unserer Stadt, das das Wohlfühl-Gefühl der Einwohner und Gäste beeinflusst“, hieß es bereits 2014 in der Begründung des Ratsbeschlusses zum Kompetenzzentrum Sauberkeit. Neue Akzente sollten gesetzt werden und wurden mit dem Projekt „Saubere Stadt“ gesetzt.

    Dabei wurde vergessen für das notwendige Personal beim Ordnungsamt zu sorgen.
    Dieses Versäumnis zeigte sich bei der Vorstellung der Planungen zum „Nutzungskonzept öffentlicher Straßen und Plätze im Stadtgebiet unter besonderer Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung des neuen Sonnenhausplatzes“ in der Sitzung der Bezirksvertretung Nord in der vergangenen Woche.

    Ordnungsamtleiterin Annegret Ketzer leitet die durch den Oberbürgermeister beauftragte Arbeitsgruppe.
    In ihr arbeiten Vertreter der Fachbereiche Recht, Feuerwehr, Tiefbau und Stadtgrün, Stadtentwicklung und Planung, Bauordnung und Denkmalschutz, der Marketinggesellschaft Mönchengladbach (MGMG) und des Ordnungsamtes. Die Arbeitsgruppe tagte bereits zweimal.

    Ketzer erläuterte, Ziel sei eine Richtlinie, strukturell ähnlich wie die bereits bestehende Gestaltungsrichtlinie in Mönchengladbach. Dies ergäbe eine rechtlich belastbare Entscheidungsgrundlage zur Vergabe der Platznutzung durch das Ordnungsamt.
    Auf die berechtigte Frage eines CDU Vertreters nach der Sauberkeit eines „benutzten“ Platzes antwortete Frau Ketzer: „Das ist Verwaltungsintern bereits ein Thema, da ja verschiedene Bereiche zuständig sind. Wünschenswert wären Dokumentationen der Platzzustände vor dem Aufbau, während des Aufbaues und nach dem Abbau von Veranstaltungen damit alles nachverfolgt werden könnte“.

    Sie zeigte die personelle Situation für diese umfangreichen Tätigkeiten folgendermaßen auf:
    Es gibt einen einzigen Mitarbeiter (Marktmeister) und eine Sachbearbeiterin für diesen wichtigen Bereich.
    Wie ein qualitativer Zustand und die gewünschte Sauberkeit der Plätze auf Dauer garantiert werden kann, ist nicht darstellbar.
    Diese Manko an Mitarbeitern im Ordnungsamt ist eine Aufgabe der Verwaltungsspitze und Thema in den anstehenden schwierigen Haushaltsberatungen.
    Bauten, Straßen und Plätze müssen nicht nur geplant und gebaut werden, die anschließende Pflege ist mindestens von gleicher Wichtigkeit. Personal-Finanzierungsfehler in diesen Bereichen, in früheren Jahren an der Tagesordnung (z.B. jeder Stadtteil braucht sein Schwimmbad), sollten nicht wiederholt werden.
    Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, nicht nur das Planungs- und Baudezernat ist personell völlig unterbesetzt, auch das Ordnungsamt darf nicht kaputtgespart werden.

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  • Outsourcing nach Gladbacher Art  400 Mitarbeiter der Stadt Mönchengladbach verlieren ihren Arbeitgeber

    Outsourcing nach Gladbacher Art
    400 Mitarbeiter der Stadt Mönchengladbach verlieren ihren Arbeitgeber

    Sie verkaufen diesen Deal möglicherweise geschickt, sie verpacken modernes Outsourcing in das Thema Sauberkeit.
    Sie versuchen den Eindruck zu erwecken, als sei ihr Vorgehen im Sinne der Bürger und vor allem eines:
    sozial ausgewogen.
    Sie, das sind die handelnden Personen um Hans-Peter Schlegelmilch (CDU-Fraktionsvorsitzender) und seinen SPD-Mitstreiter Felix Heinrichs.
    Natürlich sind Sauberkeit und die Tochter GEM in Mönchengladbach wichtige, zu regelnde Themen.
    Der vorliegende Beschlußentwurf, er scheint parteiintern schon beschlossen, läßt allerdings eine Menge Fragen offen.
    Das ficht die Handelnden jedoch nicht an, trotzdem alles über´s Knie zu brechen und schnellstmöglich unter Dach und Fach zu bringen.

    Dagegen haben heute viele Mitarbeiter der Stadt im Ratssaal währender der Hauptausschuss-Sitzung protestiert.
    Sie sind es, die zu den Verlierern der Aktion gehören werden. Sie werden einen neuen Arbeitgeber zu akzeptieren haben, ein neuer Personalrat wird sie vertreten, geschwächt durch eine wesentlich verkleinerte Belegschaft.
    Rein rechtlich wird es nichts zu beanstanden geben, selbst oberste Gerichte haben solches Gebahren anderer Städte rechtens geheißen.
    Nachfolgende städtische Bereiche sollen in eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) überführt werden.

    a.) Abfallwirtschaft, einschl. Gebührenkalkulation und –erhebung
    b.) Straßenreinigung und Winterdienst, einschl. Gebührenkalkulation und -erhebung
    c.) Grünunterhaltung einschl. Friedhöfe und kommunaler Forst
    d.) Unterhaltung von Verkehrseinrichtungen und Verkehrsflächen
    e.) umweltrechtliche Genehmigung, Kontrolle, Verfolgung und Ahndung
    f.) Landschaftspflege
    g.) Sportplatzpflege unter Beibehaltung des bestehenden ausgeprägt hohen Standards
    h.) umweltbezogene Serviceaufgaben

    Wie sinnvoll das ist, wird in Zukunft auch daran zu messen sein, wieviele neue Schnittstellen geschaffen werden und somit Reibungsverluste (auch Kosten) entstehen.
    Einig scheinen sich alle Beteiligten bei dem zweitwichtigsten Aspekt zu sein: Die Mönchengladbacher Bürger müssen sich auf wiederum steigende Gebührensätze einstellen.
    Vorteil für unsere Politiker: Es stehen neue Posten als Verwaltungsrat-Mitglied zur Verfügung.

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