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  • Luftballons über der City

    Luftballons über der City

    Auf die Situation wohnungsloser junger Menschen aufmerksam machen, das war das Ziel der Luftballon-Aktion am 03. Februar. Harry Fischermann, Sozialarbeiter im Projekt u25 des Reha-Vereins und Teilnehmerin Nelli hatten Geschichten und Schicksale aufgeschrieben, die sie so oder ähnlich kennen und die Betroffenheit und Willen zum Helfen auslösen sollen.

    Die kurzen, aber einprägsamen Geschichten wurden auf Karten gedruckt und an Luftballons gebunden, die dann in der Mönchengladbacher City aufgehangen wurden. Gut sichtbar an Bänken, Laternenmasten oder Fahrradständern bildeten sie bunte Farbtupfer in der wetterbedingt grauen Umgebung und erregten einige Aufmerksamkeit. Manche Passanten hatten den Leitartikel im Extra Tipp vom 23. Januar gelesen (siehe Link: „Wohnungslos und u25…“), konnten sich etwas unter der Aktion vorstellen und nahmen Info-Karten zum Projekt mit.

    Zuvor hatte es im Café eine große Aufblas-Aktion der 150 avisierten Luftballons gegeben – mit Helium, damit sie steigen und vor allem auch in der Luft bleiben. Ab und zu knallte es, aber Nachschub war reichlich vorhanden. Mit mehreren Luftballon-Trauben versehen startete die ganze Gruppe dann zu einem gemeinsamen Foto am Sonnenhausplatz bei den Eseln. Anschließend teilte man sich auf, um die Hindenburgstraße vom Alten Markt bis hin zum Hauptbahnhof zu bestücken.

    Unterstützt wurde die Gruppe dabei nicht nur von Bernd Meisterling-Riecks, Bereichsleiter im Jobcenter Mönchengladbach, sondern auch von Andrea Noe, Psychiatrie-Koordinatorin im Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach. Beide lobten die Aktion und halfen eifrig beim Aufhängen der Ballons mit.
    (Zur Info: Das Projekt u25 wird durch das Jobcenter Mönchengladbach gefördert.)

    Für die Aktiven gab es im Anschluss ein Büffet, das in der Küche des Reha-Vereins auf der Sophienstraße gezaubert worden war. Beim gemeinsamen Essen gab es dann auch Gespräche über den bisherigen Werdegang der teilnehmenden jungen Erwachsenen und wie sie auf das Projekt aufmerksam wurden: sei es durch ein ähnliches Projekt in Oberhausen, durch STEP, den Jugendtreff auf der Stepgesstraße oder auch über die LVR-Klinik.

    Jannik, Nelli, Marco, Tim und die anderen Teilnehmer*innen  sind sich einig, dass u25 eine große Hilfe ist: ein fester Anlaufpunkt mit coolen und verständnisvollen Mitarbeiter*innen, die auch bei Problemen unterstützen, ein Platz zum Ausruhen, nicht zu vergessen die kostenlosen und leckeren Mahlzeiten, die sie gerne auch mit zubereiten.
    O-Ton Tim: „Mein Bauerntopf ist immer ganz schnell leer.“
    Wie es weitergehen soll? „Erst mal die eigene Situation stabilisieren und irgendwann dann arbeiten und Geld verdienen.“ Bis dahin kommen sie gerne und regelmäßig ins Café u25.

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  • Sanierung und Modernisierung des STEP

    Sanierung und Modernisierung des STEP

    In der gestrigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses wurde die bedarfsgerechte Sanierung und Modernisierung des Kinder- und Jugendzentrums im STEP beschlossen.

    Da das 40 Jahre alte Gebäude auf der Stepgesstraße, indem die Jugendkooperation Mönchengladbach-Mitte (JUKOMM) untergebracht ist, bislang nicht in größerem Umfang saniert oder modernisiert worden ist, wurde die Verwaltung nun beauftragt, eine Entwurfsplanung zu erstellen.

    Dazu erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi: „Junge Menschen sind auf der Suche nach Orientierung. Auf dem Weg zur Herausbildung einer eigenen Persönlichkeit wollen sie sich austauschen und ausprobieren. Zugleich müssen sie sich mit gestiegenen Anforderungen, insbesondere bei Bildung und Berufseinstieg, auseinandersetzen. Daher müssen wir zentrumsnahe Anlaufstellen, an denen sich junge Leute ausprobieren, erholen und auf Gleichgesinnte ihrer Generation treffen, mit denen sie neue Netzwerke bilden können weiter ausbauen, modernisieren und integrieren.“
    Die JUKOMM ist eine Initiative der Stadt Mönchengladbach, der evangelischen Christuskirchengemeinde und der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus. Die Einrichtung öffnet sich zunehmend in den Sozialraum. So werden klassische Angebote offener Kinder- und Jugendarbeit zunehmend mit Sozialraum- und Kulturarbeit oder Streetwork ergänzt.
    „Seit über 10 Jahren leisten die Mitarbeitenden für und mit den Kindern und Jugendlichen eine ausgezeichnete pädagogische Arbeit, in deren Mittelpunkt die gegenseitige Wertschätzung, die Stärkung der (Eigen-) Verantwortung und der offene, integrative und respektvolle Austausch stehen,“ ergänzt Uschi Schiffer, Sprecherin der SPD-Fraktion im Jugendhilfeausschuss. „Die Weiterentwicklung des Konzepts durch die Verwaltung ist überzeugend. Daher freuen wir uns, dass die damit verbundene und notwendige Sanierung des STEP nun eingeleitet werden konnte, so dass Kinder und Mitarbeitende bald in modernen und offenen Räumen zusammenkommen können.“ so die SPD-Politikerin abschließend.

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