Schlagwort: Teilhabe

  • Gesellschaftliche Teilhabe muss dringend verbessert werden

    Gesellschaftliche Teilhabe muss dringend verbessert werden

    Hier ein Bericht des Bündnisses für Menschenwürde und Arbeit vom Besuch im NRW-Landtag:

    Der Corona-Pandemie geschuldet konnten wir, das „Bündnis für Menschenwürde und Arbeit“ sowie Mitunterzeichnern erst jetzt unseren HARTZ IV-Appell 2020 im Landtag von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf übergeben.

    Fotos (C): Hermann-Josef Kronen

    Auf Einladung von Jochen Klenner, Landtagsabgeordneter der CDU aus Mönchengladbach, machten sich Vertreter aus dem „Bündnisrat“ (Bündnis für Menschenwürde und Arbeit) und der „Lebenshilfe“ (Mitglied im „Bündnis Soziale Gerechtigkeit MG“) dorthin auf den Weg.

    In Empfang nahmen uns neben Jochen Klenner, auch die beiden Landtagsabgeordneter aus Mönchengladbach, Frank Boss (CDU) und Andreas Terhaag (FDP) neben Marco Schmitz aus der CDU-Fraktion der auch stellv. Vorsitzender im Ausschuss Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtages ist.

    Wolfgang Fels stellte als Sprecher des BMA zunächst unser Bündnis vor – unsere Tätigkeit und unseren Gründungsursprung, um so die Entstehung des HARTZ IV-Appell 2020 darzulegen.

    Dieser gründet auf der Befassung mit dem Thema Arbeitslosigkeit und Armut. Dies führte u.a. zu einer Veranstaltung mit Bettina Kenter-Götte (Autorin und Schauspielerin) – und deren aufgeführte Performance, resultierend aus ihrem Buch „HEART´S FEAR | HARTZ IV Geschichten aus Armut und Ausgrenzung“. Aus der sich an die Performance anschließende Diskussion mit Gästen und weiteren Fachleuten resultierte der dringende  „Wunsch“ danach, der Politik mitzuteilen, wie man schon kurzfristig prekäre Lebensverhältnisse verbessern könnte und müsste!

    Fotos (C) Hermann-Josef Kronen

    Dr. Kerstin Adolf-Wright, Geschäftsführerin der „Lebenshilfe Wohnen gGmbH“ schloss an und übergab die Erklärung des Bündnis „Soziale Gerechtigkeit Mönchengladbach“, in der auch das BMA Mitglied ist. Sie und auch Wolfgang Fels schilderten die oftmals unhaltbaren Zustände der Wohnsituation von Menschen, die in „sozial abgehängten“ Verhältnissen leben müssen, geschweige denn ein neue Wohnung finden.

    Marco Schmitz – ehemals Geschäftsführer eines Jobcenters – bedankte sich und begrüßt, dass sich Bündnisse für die Anliegen Schwächere einsetzen. „Es ist wichtig, dass es „Kümmererprojekte“ gebe“. Mit Verweis auf die Mindestlohnkonferenz zeigt er sich „enttäuscht“, dass es bisher noch keine Empfehlung für eine deutliche Mindestlohnerhöhung gäbe. Er teilte mit, dass die „Fachstelle Arbeit“ mit der Beratung von prekär beschäftigten ausgeweitet wird, sowie, dass „Kinder haben“ kein Armutsrisiko darstellen darf.

    Generell können die Gesprächspartner aus der Landespolitik den vorgestellten Wünschen  und Forderungen etwas abgewinnen, jedoch beharren Sie auf das Prinzip „Fördern und Fordern“! Es dürfe nicht die Arbeitslosigkeit gefördert werden, sondern die Arbeit.

    „Machen Sie sich doch mal ehrlich“, meinte Axel Rayczik vom Bündnisrat des BMA, „Kinderarmut ist Elternarmut! Und die geplante Grundsicherung für Kinder nur Alibi an der Gesamtsituation nichts Grundlegendes ändern zu wollen.“

    Ein „Bedingungsloses Grundeinkommen/BGE“ lehnen wir ab, so Schmitz.

    Wo bei es hier wohl auch um die Namensgebung geht. So weiß man noch nicht wie das Kind heißen mag, Bürgergeld, Soziales Grundeinkommen, BGE, oder desgleichen, wenn überhaupt.

    Jochen Klenner sieht in unserem Kommen einen Auftrag, sich in den jeweiligen Ausschüssen ernsthaft mit unseren Fragen, Forderungen und Wünschen konstruktiv auseinander zu setzen!

    Die Bündnisvertreter danken im Namen der „Ungehörten“ für die Möglichkeit, die Anliegen einigen Landespolitikern aus dem NRW-Landtag vorstellen zu können. Marco Schmitz sagte jedenfalls zu, weiter miteinander im Gespräch zu bleiben – hoffentlich bald unter besseren Gesprächsbedingungen.

    Den HARTZ IV-Appell und viele weiter Informationen finden Sie auf unserer Homepage:

    menschenwuerde-und-arbeit.de

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  • Notebooks für bedürftige Schüler: Grüne fordern Soforthilfe-Programm

    Notebooks für bedürftige Schüler: Grüne fordern Soforthilfe-Programm

    Unterricht am heimischen Computer ist etlichen Kindern und Jugendlichen dieser Stadt nicht möglich – wenn sie in Familien mit Unterstützungsbedarf groß werden, fehlen für das „Homeschooling“ oftmals die notwendigen digitalen Endgeräte. Nun sollte eine angemessene Ausstattung von Schülerinnen und Schülern eigentlich eine Selbstverständlichkeit der sozialen Teilhabe sein. In Mönchengladbach ist es allerdings so, dass das Jobcenter Anträge auf Zuschüsse für den Kauf eines Notebooks für bedürftige Schulpflichtige ablehnt. Grund ist Presseberichten zufolge eine Einschätzung des Schulamts, wonach die Anschaffung von Laptops oder Tablets für den durch die Corona-Pandemie sehr eingeschränkten Unterricht nicht zwingend notwendig sei.

    Nachdem die Bundesregierung im Rahmen eines Corona-Maßnahmenpakets beschlossen hatte, 500 Millionen Euro für Schülerinnen und Schüler bereitzustellen, die selbst nicht über das Geld verfügen, um sich mit den für den Unterricht nötigen digitalen Endgeräten auszurüsten, haben Mönchengladbachs Grüne einen weiteren Vorstoß in der Sache unternommen: „Damit das kommunale Soforthilfe-Programm zur digitalen Teilhabe von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen so schnell wie möglich realisiert werden kann, schlagen wir mit einem entsprechenden Antrag vor, dass die Stadt außerplanmäßig 500.000 € zur Verfügung stellt. So könnte diesen Kindern und Jugendlichen schnell geholfen werden“, sagt Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath. Die Gegenfinanzierung soll über die Landeszuweisungen aus dem kommunalen Anteil am Sofortausstattungsprogramm erfolgen.

    „Wir stellen uns das so vor, dass die Stadt die erforderlichen digitalen Endgeräte über eine zentrale Ausschreibung beschafft und sie über eine zentrale Vergabestelle bei der Stadtverwaltung an jene Schulpflichtigen verleiht, die Notebooks benötigen“, erläutert Karl Sasserath. Mit der vorgeschlagenen Summe von 500.000 € könnten zunächst 1.000 bedürftige Schülerinnen und Schüler versorgt werden. „Es ist wichtig, dass die Hilfen jetzt schnell dort ankommen, wo sie gebraucht werden“, sagt Sasserath. Sollte sich das Soforthilfe-Programm bewähren, könnte es weiter aufgestockt werden. Der Rat der Stadt wird über den Antrag der Grünen am 17. Juni entscheiden.

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  • Teilhabe behinderter Menschen darf kein Lippenbekenntnis sein
    Bedeutendes Projekt der Koalition ist die Reform der Eingliederungshilfe

    Eckpunktepapier veröffentlicht

    Gu¨listan Yu¨ksel-Sep2014Jährlich am 3. Dezember findet der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen statt.
    Er trägt dazu bei, auf die Lebenssituation der in Deutschland lebenden Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen. Zugleich erinnert er an die gesellschaftliche Verpflichtung, umfassende Teilhabe, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen.

    Weltweit leben eine Milliarde Menschen mit Behinderungen. Allein in Deutschland sind es rund 17 Millionen Erwachsene, die mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder chronischen Krankheit leben, davon 9,6 Millionen mit einer amtlich anerkannten Behinderung. (mehr …)

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