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  • Stadt der Zukunft – Ergebnisse des Forschungsprojektes UrbanLife+ als Buch erschienen

    Stadt der Zukunft – Ergebnisse des Forschungsprojektes UrbanLife+ als Buch erschienen

    200 Seiten zur Frage, wie der öffentliche Raum fit für ältere Menschen gemacht werden kann.

    „Stadt der Zukunft – Smartes Stadtmobiliar für mehr Teilhabe im Alter“ – unter diesem Titel ist jetzt ein Bucherschienen, das an zahlreichen konkreten und praktischen Beispielen zeigt, wie der öffentliche Raum umgestaltet werden kann, damit auch ältere Menschen sich darin sicher bewegen können.

    Das 200 Seiten starke Werk, zu dessen Herausgeberinnen Susanne Wallrafen von der Sozial-Holding gehört, verarbeitet zahlreiche Ergebnisse und Ideen des bundesweiten Forschungsprojekts UrbanLife+, das von 2015 bis 2020 in Mönchengladbach mit verschiedenen Forschungseinrichtungen und lokalen Partnern wie dem Handelsverband, der Marketing Gesellschaft, der NEW und den Städtischen Kliniken durchgeführt wurde. Das Buch ist als Zusammenfassung und Ratgeber gedacht, der die Forschungsergebnisse in Texten und Abbildungen anschaulich beschreibt.

    Im Fokus steht eine von den Autoren entwickelte städtebauliche Vision städtischer Quartiere, die älteren Menschen im urbanen Raum größtmögliche Sicherheit vermittelt und diese durch digitale Transformation des Stadtmobiliars in Form einfacher, praktischer Handreichungen ganz konkret zur Verfügung stellt.

    „Ältere Menschen müssen sich sicher im öffentlichen Raum bewegen können, um weiter am sozialen Leben teilzuhaben. Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, Wege, Bushaltestellen, Fußgängerampeln, aber auch Veranstalter die Einrichtungen der Nahversorgung müssen sich den Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren anpassen. Denn schon zählen rund 20 Prozent der Mönchengladbacher Bevölkerung zu den über 65-jährigen. 2040 werden es 28 Prozent sein“, betont Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

    Dazu hat UrbanLife+ Lösungen entwickelt, städtebauliche Objekte wie Straßenlaternen, Stadtmobiliar, Ampeln oder Hinweisschilder in smarte städtebauliche Objekte zu überführen. Zu den technischen Lösungen zählen zum Beispiel Straßenlampen, die die Helligkeit dem jeweiligen Sehvermögen des Nutzers anpassen, Ampelanlagen, die ihre Grünphase entsprechend der Gehgeschwindigkeit des jeweiligen Passanten verlängern, oder auch Leitsysteme, die den älteren Menschen bei Unwohlsein zur nächstgelegenen Sitzgelegenheit führen.

    Ausgehend von einer umfassenden Bedarfsanalyse in Mönchengladbach führen die Autor:innen Schritt für Schritt durch die Konzeption, Planung, technische Umsetzung und Erprobung. Dabei steht immer das umfassend definierte städtebauliche Ziel der „Safety“ urbaner Räume mit jeweils spezifischer Ausrichtung auf den Bedarf von Personen mit altersbedingten Einschränkungen im Mittelpunkt. Ergänzend zu den Beiträgen werden der Stadtplanung weitere Lösungsansätze für diese digitale Transformation urbaner Räume zur Verfügung gestellt.

    Dass Technik, Digitalisierung und interaktives Stadtmobiliar nicht ausreichen werden, um die Lebensumwelt auch für ältere Menschen sicher und komfortabel zu machen, ist den Autor:innen bewusst: „Denn oftmals bedarf es einfach der Zuwendung und Unterstützung durch Menschen aus dem unmittelbaren sozialen Umfeld oder dem Stadtquartier. Für den Pflege- und Unterstützungsbedürftigen ist und bleibt der Mensch, der Hilfe und Unterstützung leistet, meist unverzichtbar. Ab einem bestimmten Grad des Unterstützungsbedarfs wird keine Maschine, keine technologische Innovation und kein Hilfsmittel den unterstützungsleistenden Menschen – ob Familienangehörige, Freunde, Nachbarn oder Pflegefachkraft – ersetzen“, sagt Mitherausgeberin Susanne Wallrafen.

    Kösebay, Mustafa/Kirn, Stefan/Wallrafen, Susanne/Leukel, Jörg/Gierl, Fabian (Herausgeber.):

    Stadt der Zukunft –Smartes Stadtmobiliar für mehr Teilhabe im Alter.

    medhochzwei Verlag, 2021
    ca. 200 Seiten; ISBN 978-3-86216-855-2
    Preis: 69,99 Euro

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  • Grundlagen für seniorenfreundliche Städte werden mit dem Forschungsprojekt UrbanLife+ entwickelt

    Grundlagen für seniorenfreundliche Städte werden mit dem Forschungsprojekt UrbanLife+ entwickelt

    In Mönchengladbach entsteht ein zukunftsweisendes Projekt der Stadtplanung: Das Forschungsvorhaben UrbanLife+ wird älteren Menschen mit Hilfe von technischen Lösungen den Alltag im öffentlichen Raum erleichtern.

    Gemeinsam mit weiteren Projektpartnern arbeitet Drees & Sommer an der Realisierung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts, für das nun wichtige Vermessungsaktivitäten des öffentlichen Raums beginnen.
    Sitzbänke, die sich den Anforderungen von Seniorinnen und Senioren individuell anpassen und in wenigen Minuten erreichbar sind.
    Sogenannte Informationsstrahler, die älteren Menschen Informationen und Orientierung geben.
    Straßenlaternen, die ihre Beleuchtung dem Sehvermögen der Passanten anpassen, oder auch Sensoren, die auf Gefahren an Straßenübergängen und Kreuzungen hinweisen.

    So einfach wie genial sind die Lösungen für alltägliche Hürden, die im Forschungsprojekt UrbanLife+ für Senioren erarbeitet werden. „Wichtig ist uns, alle Gruppen der Gesellschaft in der Gestaltung der öffentlichen Stadträume zu berücksichtigen und deren Bedürfnissen gerecht zu werden. Dabei soll die größtmögliche Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden“, begründet Mustafa Kösebay, Associate Partner der Drees & Sommer SE, das Leitmotiv des Projekts.

    Mithilfe von Mensch-Technik-Interaktion sollen sich Senioren sicher und barrierefrei in der Stadt bewegen können. Im Forschungskonsortium von UrbanLife+ arbeiten regionale und überregionale Projektpartner aus Wissenschaft, Sozialwesen, Wirtschaft und Verwaltung Hand in Hand an der Realisierung. Dazu zählt auch das international tätige Beratungs- und Projektmanagementunternehmen Drees & Sommer, das seine Expertise in Städtebau und Stadtentwicklung in das Projekt einbringt. Zwei Stadtquartiere in Mönchengladbach werden damit zum Vorreiter für die Anpassung von Stadtquartieren an den demografischen Wandel.

    Für das deutschlandweit erste Großprojekt seiner Art beginnt mit der Vermessungsfahrt des öffentlichen Raums der Stadtquartiere Rheindahlen und Hardterbroich-Pesch nun die nächste Phase der generationengerechten Stadtgestaltung. Dabei nutzen die Geodaten-Experten des Unternehmens Topcon ihre mobile Aufnahmetechnik und vermessen beide Stadtteile digital.
    „Die gewonnenen Daten werden zur Erstellung von Geländemodellen genutzt und geben wichtige Hinweise auf die Barrierefreiheit der öffentlichen Wege“, gibt Mustafa Kösebay Einblick in die Verarbeitung der Vermessungsdaten.
    Die Sicherstellung der Mobilität im Stadtquartier ist laut den Experten für Infrastruktur und Stadtentwicklung bei Drees & Sommer wesentlicher Baustein für die soziale Teilhabe. Die Erkenntnisse der Befahrungen sind wichtige Bausteine des sogenannten Safety-Atlas, den Drees & Sommer verantwortlich erstellt und zukünftig den Stadtplanern wichtige Hinweise auf die Bedürfnisse der Generation 65plus an den öffentlichen Raum liefern soll.
    Mit Abschluss des Projekts Ende 2020 sollen nach Mönchengladbach auch viele weitere Städte von dem spannenden Forschungsprojekt am Niederrhein profitieren. Viele weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter https://www.urbanlifeplus.de.

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  • Forschungsprojekt UrbanLife+ in Mönchengladbach – Ideen für die Stadt der Zukunft

    Forschungsprojekt UrbanLife+ in Mönchengladbach –
    Ideen für die Stadt der Zukunft

    Wie kann die Lebensqualität insbesondere älterer Menschen vor Ort erhalten und verbessert werden? Dies ist die zentrale Frage im Forschungsprojekt UrbanLife+, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach mit renommierten Forschungseinrichtungen und heimischen Kooperationspartnern durchgeführt wird. Das Mönchengladbacher Projekt war neben vier weiteren (Grafschaft Bentheim, Freiburg, Stuttgart und Saarland) aus rund 170 Bewerbungen ausgewählt worden. Die fünf Forschungsprojekte, die vom BMBF mit insgesamt rund 23 Millionen Euro unterstützt werden, zielen alle darauf ab, die Lebensqualität insbesondere älterer Menschen vor Ort zu erhalten und zu verbessern.

    Als Umsetzungspartner im Projekt UrbanLife+ konnte die Sozial-Holding die NEW AG, die Städtischen Kliniken, den Handelsverband NRW e.V., die Hochschule Niederrhein, die Kreuder GmbH & Co. KG, die Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach mbH (EWMG) und verschieden Fachbereiche der Stadtverwaltung gewinnen. Gemeinsam wollen sie mit den Wissenschaftlern in den nächsten Jahren an ganz praktischen technischen Innovationen mitarbeiten, die es Seniorinnen und Senioren mit Mobilitätseinschränkungen erleichtern sollen, sich im öffentlichen, urbanen Raum zu bewegen und damit möglichst lange selbstbestimmt leben zu können.

    Was sind derartige technische Innovationen und wie sehen diese aus? Was genau ist überhaupt Mensch-Technik-Interaktion (MTI)? Wie kann die ganz praktisch umgesetzt werden und wo könnte unser Beitrag dazu liegen? Um Antworten auf diese Fragen ging es beim Kreativ-Workshop, den Projektleiterin Susanne Wallrafen jetzt mit den Partnern vor Ort und Anna Kötteritzsch vom Institut für Softewaretechnologie der Universität der Bundeswehr München durchgeführt hat.

    „Uns war es wichtig, mit den Experten vor Ort ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Ideen zu sammeln, welche technischen Lösungen wir im Projekt konkret entwickeln und umsetzen können“, sagt Susanne Wallrafen.

    Für die eigenen vier Wände oder das Automobil gibt es schon jede Menge Konzepte, Produkte und technische Assistenten, die älteren Menschen oder Personen mit Handicaps das Leben erleichtern.

    Im öffentlichen Raum sehen die Projektbeteiligten da noch Nachholbedarf: Straßenlaternen, die ihre Helligkeit dem Sehvermögen der Passanten anpassen, Gehwege, die Fußgänger mit Handicap sicher an Gefahrenstellen vorbeileiten, Ampeln die Grünphasen für Gehbehinderte verlängern, oder Systeme, die ihre Benutzer bei Schwäche- und Schwindelanfällen zur nächsten Sitzmöglichkeit leiten, gehören dazu.

    Ideen für die „smarte“ Stadt der Zukunft gab es auch von den Teilnehmern des Workshops genug. Der Therapiegarten der Geriatrischen Klinik am Elisabeth-Krankenhaus soll zum Experimentierfeld für innovative Lösungen werden: Hier könnten demnächst höhenverstellbare Parkbänke zum Sitzen einladen. Jan Kaiser vom Handelsverband NRW kann sich vorstellen, dass es im Supermarkt bald intelligente Einkaufswagen gibt, die den Kunden zu den gewünschten Produkten navigieren oder bei Bedarf einen Verkäufer rufen.

    Für Bauunternehmer Ernst Kreuder gehören IT-Lösungen auf der Baustelle längst zum Alltag. Aber technische Hilfen wie zum Beispiel Roboter für die Schwerstarbeit auf der Baustelle, die sich auch auf andere Arbeitsplätze mit hohen körperlichen Belastungen übertragen ließen, sind in der Praxis noch Mangelware. Einen Trend der Zukunft sieht Kreuder im Einsatz von 3D-Druckern

    Bei der NEW AG wird über den ÖPNV der Zukunft nachgedacht. „Wir könnten uns zum Beispiel eine für unsere Kunden maßgeschneiderte Routenplanung vorstellen. Warum sollte es nicht möglich sein, dass ein Bürger sein Anliegen – zum Beispiel die Verlängerung des Personalausweises oder einen Arztbesuch –  in die Fahrplansuche eingibt, und er dann eine Info bekommt, wo er dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln am schnellsten erledigen kann“, erklärt Michael Palumbo von der NEW mobil und aktiv GmbH.

    Für Martina Braun von der Hochschule Niederrhein und Susanne Wallrafen von der Sozial-Holding ist es wichtig, etwas gegen die drohende Isolation von älteren Menschen zu tun, die sich oft einfach nicht mehr aus dem Haus trauen. „Anlässe für Bewegung zu schaffen, Sicherheit zu geben und kurze, barrierefreie Wege zu ermöglichen“ sei die Devise. Wer möchte, dass die Menschen möglichst lange im eigenen Heim wohnen bleiben können, muss dafür sorgen, dass sie in der Nähe alles bekommen, was sie dafür benötigen: Von Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs bis hin zu Gemeinschaftserlebnissen und Erholung.

    Alle Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass Mönchengladbach für solch einen Quartiersansatz beste Voraussetzungen mitbringt: Die Stadt hat zahlreiche lebendige und aktive Stadtteile. Dies sei eine Stärke von Mönchengladbach, die es zu erhalten und auszubauen gilt.

     

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