Schlagwort: Altstadt

  • Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V. bezieht Stellung

    Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V. bezieht Stellung

    Bevor am Dienstag der Sozialausschuss über den Förderantrag für das Quartierstreff KÖNTGES entscheidet, will die Altstadtinitiative Stellung beziehen zu den Bedingungen, die die CDU-Fraktion in der BV Nord daran geknüpft hat, mit Unterstützung der FDP.

    Dabei hofft sie sehr, dass die Mitglieder des Sozialausschusses sich ihrer demokratischen Verantwortung bewusst sind und ihrer Entscheidung ein differenzierteres Bild vom KÖNTGES zugrunde legen.

    Nachfolgend der offene Brief:

    Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete aller Fraktionen des Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren der Stadt Mönchengladbach,

    mit diesem Schreiben möchte die Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V. als Träger des Quartierstreff KÖNTGES den Dialog mit Ihnen suchen und Stellung nehmen zu unserem vieldiskutierten Antrag, Förderung aus dem Quartiersbudget durch die Sozialplanung der Stadt Mönchengladbach zu erhalten.

    Das KÖNTGES ist ein Quartierstreff. Unser Vereinszweck sieht u.a. Heimatpflege, die Aufwertung des Quartiers sowie die Förderung von Kunst und Kultur in der Nachbarschaft vor. Unser Ziel ist daher gemäß dem Satzungszweck die Belebung und Aufwertung der Altstadt durch unterschiedlichste gemeinschaftliche Aktionen. Vor allem ist das KÖNTGES – wie im Nutzungsvertrag festgelegt – ein offener Ort, der Begegnung fördern soll. Bei uns kommen Menschen – aller Altersklassen und aus den unterschiedlichsten sozialen Situierungen – zusammen, um sich im privaten Dialog oder auf einer unserer zahlreichen Veranstaltungen auszutauschen und Gemeinsinn zu erleben. Das impliziert auch die Bereitstellung der Räume für andere Initiativen.

    Wir alle wissen: wo Menschen zusammenkommen, geht es oftmals auch um politische Themen. Sei es abends beim Stammtisch in der Kneipe oder auf dem Familienfest. Diese Zusammenkünfte in unserem Quartier zwischen Menschen unterschiedlicher Couleur möglich zu machen, ist uns ein Herzensanliegen. Somit liegt in der Natur der Sache, dass auch politische Themen – sei es im privaten Gespräch bei einem Glas Wein oder durch eine kulturelle Veranstaltung angestoßen – bei uns beheimatet sind, wie überall wo sich Menschen treffen und austauschen. Wichtig ist uns dabei, uns mit keiner Partei oder Gesinnung gemein zu machen, sondern diesem freien, demokratischen Austausch eine Örtlichkeit zu geben. Offener Diskurs ist eine Grundlage der Demokratie. Deshalb haben wir parteipolitische Veranstaltungen stets ausgeschlossen und werden das weiterhin so halten, denn nur so können wir glaubhaft vermitteln, dass bei uns jeder Bürgerin willkommen ist.
    Oberstes Gebot dabei ist und bleibt, dass wir uneingeschränkt zum deutschen Grundgesetz und der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen und Ideologien, die diesem entgegenwirken, keinen Raum bieten möchten.

    Das KÖNTGES wird bisher von einem rein ehrenamtlichen Team mit viel Herzblut betrieben. Das Programm wächst dabei organisch und weitestgehend selbstverwaltet mit den Akteur*innen, die sich dem Projekt anschließen. Wir wachsen selbst mit der Aufgabe und lernen jeden Tag aufs Neue.
    Wo wir an Grenzen stoßen, werden diese gemeinschaftlich diskutiert. Dazu zählt auch, dass wir die Regeln und Grenzen in Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung kontinuierlich bei Bedarf überdenken und schärfen. Dieser Dialog ist offen und nimmt gern jede interessierte Stimme auf. Deshalb nehmen wir konstruktive Kritik gern entgegen und stehen für klärende Gespräche jederzeit bereit.

    Wie wir gesehen haben, lassen sich Kultur und Politik nicht klar voneinander trennen. Sei es die aktuelle Ausstellung von Andrea Bowers im Museum Abteiberg oder die Dreigroschenoper von Berthold Brecht, die im Mönchengladbacher Stadttheater auf dem Programm steht. Würden wir also kulturelle Veranstaltungen nur dann dulden, wenn keinerlei politische Botschaft vermittelt würde, wäre doch auch das eine politische Botschaft und jedwede Veranstaltung würde ad absurdum geführt. Diesen Eingriff in das hohe Gut der Meinungsfreiheit möchte niemand.

    Um folglich unserem Auftrag, der da unter anderem auch die eingangs beschriebene Kunst- und Kulturförderung in unserem Quartier beinhaltet, gerecht zu werden, müssen und wollen wir auch unterschiedlichen politischen Botschaften bei uns einen Raum geben. Wir sollen nun dazu verpflichtet werden, Gelder zurückzuzahlen, wenn Veranstaltungen als politisch angesehen werden.
    Es ist jedoch unmöglich eine verlässliche Grenze zwischen Kultur und Politik zu ziehen. Davon abgesehen würde sowohl die Ablehnung unseres Antrags als auch die geforderte Einschränkung nicht nur unsere freie Arbeit erheblich beeinträchtigen, sondern auch das Ende des Quartierstreffs KÖNTGES bedeuten, was der Belebung der Nachbarschaft einen schweren Dämpfer verpassen würde. Dies wäre wohl für alle Beteiligten die denkbar schlechteste Lösung.

    Damit würde nämlich zukünftig nicht nur manche kulturelle Veranstaltung mit politischer Botschaft verschwinden, sondern auch Workshops zu einem weiten Themenspektrum, Spieleabende für die Nachbarschaft, Filmabende, Kreativangebote, Konzerte, Ausstellungen und ein Ort, der die Waldhausener Straße auf angenehme, offene und kultivierte Art und Weise für jedermann und jederfrau belebt.

    Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden unsere Richtlinien auch in Zukunft kontinuierlich weiterentwicklen und ggf. verschärfen in einem offenen Dialog.

    Wir bitten Sie daher unseren Förderantrag positiv zu bescheiden, ohne uns an Auflagen zu binden, denen keine Institution nachkommen kann. Das KÖNTGES soll nämlich ein noch besserer Ort werden – für unser Quartier und ganz Mönchengladbach.

    Für Gespräche stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung und freuen uns gemeinsam eine gute Lösung zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V

    Stellungnahme der Initiative Altstadt
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  • Die Falken: CDU erpresst Altstadtinitiative

    Die Falken: CDU erpresst Altstadtinitiative

    Das derzeit alles beherrschende Thema in der Öffentlichkeit ist die Corona-Pandemie.

    Doch auch abseits von Corona stehen im aktuellen Ratszug wichtige Entscheidungen an.
    In der Sitzung der Bezirksvertretung Nord am 13.05.2020 wurde unter anderem eine Beratungsvorlage der Stadtverwaltung diskutiert, nach der das Projekt „Köntges – Raum für unser Viertel“ einen Zuwendungsbetrag von 17.050,00 EUR für Personalkosten erhalten soll.

    Diese Beratungsvorlage war Anlass genug für Ratsherrn Christoph Dohmen (CDU), sich mit dem im Köntges stattfindenden Programm zu beschäftigen. Dabei pickt er sich für seine Kritik am Köntges – nach eigener Aussage „wahllos“ – vier dezidiert linke Veranstaltungen im Köntges raus, eine davon mitorganisiert von der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken Ortsverband Mönchengladbach.

    Die Bildungsveranstaltung der Falken zu Polizeigewalt sei nicht das, was Herr Dohmen und die CDU sich unter Kultur- und Quartiersarbeit vorstellen.
    Die Botschaft an die Altstadtinitiave ist klar: Spielt nicht mit den Schmuddelkindern, sonst blockiert die CDU finanzielle Förderung für euer Projekt auf der politischen Ebene. Dabei hätte Ratsherr Dohmen sicherlich gut daran getan, nicht nur den Begriff „Anarchosyndikalismus“ in der Wikipedia nachzuschlagen. Im Eintrag zum Schlagwort „Kultur“ heißt es dort nämlich: „Kultur bezeichnet im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbstgestaltend hervorbringt – im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur.“1
    Es ist denkenden Le-ser*innen selbst überlassen, ob sie Politik eher als Kultur oder Natur betrachten…

    Dass die CDU in der Bezirksvertretung Nord die Gewährung von Personalmitteln daran knüpft, dass in Zukunft keine politischen Veranstaltungen mehr im Köntges stattfinden, ist für uns als nach § 75 SGB VIII anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der in Mönchengladbach über keine eigenen Räumlichkeiten verfügt, eine massive Einschränkung unserer Arbeit.

    „Dass die CDU über das Gewähren oder Nicht-gewähren finanzieller Zuwendungen beeinflussen möchte, was im Köntges geht und was nicht, ist nichts anderes als Erpressung. Unsere Bildungsreihe, das Café Clément, wird in der Regel von 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen besucht, die dort ihre politische Bildung selbst in die Hand nehmen und organisieren. Dieser offensichtliche Versuch, unbequeme Jugendliche aus der Altstadt zu verdrängen, steht der Idee, mit dem Köntges einen Begegnungsort, an dem sich auch widerstreitende Weltanschauungen begegnen können, entgegen“, so Patrick Küppenbender, Ortsverbandsvorsitzender der Falken.

    Der Kreisvorsitzende der Falken, Martin Adrians, ergänzt: „Wir fordern den Sozialausschuss auf, in der am Dienstag anstehenden Sitzung des Sozialausschusses gegen die Auflage einer Selbstverpflichtung für die Altstadtinitiative zu stimmen und dem Köntges weiterhin Freiheiten in der Gestaltung des Programms zu lassen.

    Übrigens: in der aktuellen Spielzeit des Theaters Mönchengladbach-Krefeld wird das politische Tendenzstück „Die Dreigroschenoper“ des Kommunisten Bertolt Brecht aufgeführt – nicht, dass Herr Dohmen demnächst die Förderung des Stadttheaters streichen möchte…“

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  • Ordnungsamt kontrolliert  weiter nachts in der Altstadt

    Ordnungsamt kontrolliert weiter nachts in der Altstadt

    Die Entscheidung der Verwaltung unter Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, den Kommunalen Ordnungsdienst (KOS) auch in Zukunft nachts in der Altstadt patrouillieren zu lassen,findet breite Unterstützung.
    Gemeinsam mit der Polizei ist der KOS während einer Testphase bis zu dreimal monatlich an Freitagen, Samstagen oder vor Feiertagen jeweils von 23 bis 6 Uhr in der Altstadt auf Streife gewesen. „Diese deutlich stärkere Präsenz von Ordnungskräften ist von den Besuchern und den Gastronomen sehr positiv aufgenommen worden“, berichtet Bezirksvorsteher Herbert Pauls (CDU). „Ich begrüße es daher sehr, dass der Nachtdienst des KOS fortgesetzt wird.“

    Unter anderem hat die Stadt die Ausstattung der Ordnungsamtsmitarbeiter zu diesem Zweck ergänzt: Ihnen stehen inzwischen sowohl stich- und schusssichere Westen als auch schnittsichere Handschuhe für ihren Dienst zur Verfügung.

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  • Raub in der Altstadt am frühen Sonntagmorgen – Polizei sucht Zeugen

    Raub in der Altstadt am frühen Sonntagmorgen – Polizei sucht Zeugen

    Am frühen Sonntagmorgen in der Zeit von ca. 06:00 bis 07:20 Uhr war ein 23Jähriger aus Venn auf der Turmstiege unterwegs in Richtung Waldhausener Straße.

    Schon im oberen Teil der Fußgängerpassage wurde der Altstadtgänger von drei Unbekannten angegangen.
    Sie schlugen ihn zu Boden und raubten ihm die Geldbörse und sein Smartphone. Der Venner wurde leicht verletzt.
    Die Unbekannten flüchteten in Richtung „Dicker Turm“.

    Die Kriminalpolizei sucht Zeugen des Vorfalls. Hinweise an 02161-290.

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