Schlagwort: Christopher-Street-Day

  • Peinliche Entscheidung der GroKo im Stadtrat gegen Toleranz-Signal

    Peinliche Entscheidung der GroKo im Stadtrat gegen Toleranz-Signal

    Meinung

    Ein Dieter Breyman alleine reicht nicht aus, er schaffte es nicht, das piefige Abstimmungsverhalten seiner Parteifreunde im Rat zu beeinflussen. Er war der einzige Politiker der GroKo, der sich für die Beflaggung zur CSD-Woche einsetzte. Er meinte:“ In den Monaten die wir gerade durchleben, mit Zeichen der Intoleranz wohin wir gucken, finde ich, kann man diesem Antrag zustimmen.“
    Er forderte alle anwesenden Politiker auf, mit ihrer Stimme für den Antrag ein Zeichen für Toleranz zu setzen.

    Sein Koalitionspartner Felix Heinrichs bemühte sich mit selten hölzener Rethorik um einen nicht vorhandenen GroKo-Frieden. Bei Bedarf kann das im Rats-TV angesehen und gehört werden.
    Bezeichnenderweise hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende zu diesem Thema weder eine eigene noch eine Partei-Meinung. Seine Ablehnung wurde durch seine Stimmabgabe gegen den Antrag dokumentiert.

    Vorausgegengen waren Anträge von FDP und die Linke mit dem Ziel, öffentlichen Gebäude während der CSD-Woche mit der „Regenbogenfahne“ zu beflaggen.

    So wurden wie im vergangenen Jahr die Masten am Rheydter Marktplatz genutzt, der CSD-Verein und einige Politiker ohne Vorbehalte zogen am Freitag Fahnen mit den Farben des Regenbogens empor.
    Eine Woche mit Veranstaltungen für Toleranz wird hoffentlich einigen Politikern die Augen weiter öffnen.

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  • In Mönchengladbach wird dieser Tag gefeiert – CSD-Anhänger genießen parlamentarische Entscheidung

    In Mönchengladbach wird dieser Tag gefeiert – CSD-Anhänger genießen parlamentarische Entscheidung

    Als unsere Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel, am Wochenanfang ihre Meinung sagte, das Thema „Ehe für alle“ sei für sie eine reine Gewissensentscheidung, ganz im Gegensatz zu ihren bisherigen Äußerungen; als am Freitagmorgen die Parlamentarier im Bundestag mit 393: 226 Stimmen für den Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare stimmten, gab es noch keine Einladungen zu irgendwelche Jubelparty´s.

    Doch kaum ein Stunde später waren sensationell viele Flashmob´s in den Sozialen Medien zu finden, auch einer in Mönchengladbach.
    Der örtliche CSD -Christopher-Street-Day – traf sich mit Anhängern und Freunden spontan am Rathaus Rheydt und feierte vergnügt und überglücklich den Ausgang der Abstimmung. Die vielen CDU-Stimmen pro „Ehe für alle“ überraschten viele und sind ein Gesprächsthema. Bei einem leckeren Glas Sekt ließen die etwa 50 Teilnehmer den Abend ausklingen.

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  • Starkes Zeichen für ein buntes Mönchengladbach! –
    „Paragraph 175 war nie vereinbar mit dem Grundgesetz“

    SPD-Fraktion begrüßt zweiten Christopher Street Day (CSD)

    In einem Jahr ist viel passiert. 2015 haben Vertreter aller dem Rat zugehörigen demokratischen Parteien mit dem CSD-Verein vereinbart, gemeinsam den Dialog zu stärken und etwas für die LSBT-Community (LSBT = Lesbisch, Schwul, Bisexuell und Transgender) in Mönchengladbach zu bewegen.

    „In mehreren Gesprächen hat sich im Verlauf des letzten Jahres herauskristallisiert, dass wir in Mönchengladbach gerade auf ältere Menschen, die schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender sind, achten müssen. Welche Angebote gibt es in der Stadt? Wie geht die Altenhilfe mit dieser Gruppe um? Wie werden Pflege- und Betreuungskräfte geschult? Insgesamt mangelt es in der Stadt an einer deutlich erkennbaren Szene. Während andere Großstädte von der bunten Vielfalt profitieren, gibt es in Mönchengladbach kaum Freizeit- oder Kulturangebote. Die Vereine und Initiativen, die es bereits gibt, sind meist der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt. Der CSD soll daher auch dazu beitragen, Menschen zu vernetzen und ein öffentliches Bewusstsein zu stärken“, sagt der Vorsitzende der SPD-Fraktion Felix Heinrichs.

    „Dass wir in Mönchengladbach auch zukünftig für Akzeptanz und Gleichberechtigung kämpfen müssen, zeigt nicht zuletzt die aktuelle Debatte um die Rehabilitation der so genannten ‚175er‘. Die von Bundesjustizminister Heiko Maas angestoßene Entscheidung über die Rehabilitation homosexueller Menschen, die nach Paragraph 175 StGB verurteilt worden sind, ist vor allem ein Ausdruck des Respekts und eine Entschuldigung des Staates bei den über 50.000 Betroffenen. Der Paragraph 175 war nie vereinbar mit dem Grundgesetz, und daher ist es richtig und notwendig, Unrecht anzuerkennen und den Menschen wieder ein Gesicht zu geben. Wer das nicht versteht, zeigt eine ignorante Geisteshaltung. Aus der gleichen Ecke kommen auch die Bedenken gegen die Öffnung der Ehe und die weitere Gleichstellung homosexueller Menschen in unserer Gesellschaft. Die SPD Mönchengladbach setzt sich für ein Miteinander aller Menschen ein und begrüßt es sehr, dass der CSD-Verein der Community endlich eine Stimme gegeben hat“, so Heinrichs.

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