Schlagwort: Hotel

  • Verkauf oder Erbpacht? Mönchengladbach beabsichtigt „gute Stube“ zu verkaufen

    Verkauf oder Erbpacht?
    Mönchengladbach beabsichtigt „gute Stube“ zu verkaufen

    Es war ein erster Aufschlag, kein festgezurrtes Ergebnis.

    In der Sitzung der Bezirksvertretung Nord stellte heute David Bongartz von der Stadttochter EWMG den Bericht der Verwaltung vor. Demzufolge sollen die Liegenschaften Haus Erholung und Haus Zoar verkauft werden.

    Gesucht werden über ein Auswahlverfahren bestgeeignete Investoren, möglicherweise ein Finanz-Konsortium. Es soll das Hotel Nr.1 in Mönchengladbach werden, so Bongartz. Über Preisvorstellungen kann/will noch niemand öffentlich sprechen, so der EWMG-Mitarbeiter und Leiter des Projektes.

    Es war nicht anders zu erwarten: aus allen Fraktionen gab es eine Menge Nachfragen, teils zum Verfahren, teils vehement zur Absicht des Verkaufs. SPD, FDP und vor allem Bündnis90/Grüne lehnen dies ab. So argumentiert SPD-Vertreter Michael Hildemann mit der gängigen Praxis in Amsterdam. Dort werden ausschließlich Erbpachtverträge abgeschlossen. In Mönchengladbach gibt es dazu ein durchaus erwähnenswertes positives Beispiel.

    Hildemann:“ Unsere Großväter haben die Liegenschaft Maria Hilf seinerzeit in Erbpacht vergeben. Heute können wir Dank dieser Weitsicht das Gebiet neu überplanen und tun dies auch.“

    Boris Wolkowski von den Grünen machte auf die Unabänderbarkeit eines Verkaufes aufmerksam. Er lehnt ebenfalls die Verkaufsabsicht ab. In einer separaten Meldung werben die Grünen für ein Werkstattverfahren mit Beteiligung der Bürger. Weitere Anfragen will Wolkowski im Bauausschuss stellen.

    Interessante neue Aspekte ergeben sich bezüglich der möglichen Zufahrt zu einem Hotel der 4-Sterne-Kategorie, der evtl. neuen Tiefgaragensituation. Wie könnte der Lieferantenverkehr für das Hotel aussehen? Soll dieser täglich über den Kreisverkehr des Sonnenhausplatzes geführt werden oder wird eine komplett neue Zufahrt geplant? Wird es eine neue oder erweiterte Tiefgarage geben? Wird die angrenzende Sporthalle an anderer Stelle neu gebaut werden und das Grundstück der Liegenschaft Haus Zoar zugerechnet?

    Sicherlich werden sich noch viele weitere Fragen ergeben und zu beantworten sein.

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  • Flüchtlingssituation bleibt auch zum Jahreswechsel angespannt  Hotels wurden angemietet  Krahnendonkhalle zur Sportnutzung frei

    Flüchtlingssituation bleibt auch zum Jahreswechsel angespannt
    Hotels wurden angemietet
    Krahnendonkhalle zur Sportnutzung frei

    Zur Jahreswende 2015/2016 wird die Stadt Mönchengladbach 2360 Flüchtlinge in ihrer unmittelbaren Obhut haben. Etwa 1200 von ihnen leben in Wohnungen, die Übrigen in den zentralen Übergangseinrichtungen der Stadt.
    Zu den 2360 Flüchtlingen in unmittelbarer städtischer Obhut sind die 1140 Plätze zu addieren, die das Land Nordrhein-Westfalen in Mönchengladbach mit Unterstützung der Stadt vorhält.
    Damit ergibt sich eine Zahl von rund 3500, was bedeutet, dass in Mönchengladbach auf 100 Einwohner rund 1,4 Flüchtlinge kommen.
    Die Stadt liegt damit im Landesdurchschnitt.

    Nachdem der Stadt im Verlauf des Monats Dezember 302 Flüchtlinge zugewiesen wurden, gilt seit dem 23. Dezember ein vorübergehendes Moratorium: Das Land Nordrhein-Westfalen verzichtet bis zum 4. Januar 2016 darauf, den Kommunen weitere Flüchtlinge zuzuweisen. Die während dieses Zeitraums ankommenden Menschen werden in Landeseinrichtungen – zum Beispiel in der 740 Plätze umfassenden Einrichtung „Am Nordpark“ – untergebracht.
    Ab Anfang Januar 2016 werden sie dann an die Kommunen weitergeleitet.

    „Diese Atempause ist willkommen, sie darf aber nicht den Blick darauf verstellen, dass die Situation nach wie vor dramatisch ist“, so Beigeordneter Dr. Gert Fischer – verantwortlich für die Schaffung von Unterkünften für Flüchtlinge. „Während der letzten Wochen sind immer noch so viele Flüchtlinge nach Nordrhein-Westfalen gekommen, dass wir damit rechnen müssen, dass Mönchengladbach in jedem der nächsten Monate für mehr als 400 Menschen zusätzlich Vorsorge zu treffen hat“.

    Entsprechend unternimmt die Stadt weiterhin große Anstrengungen.
    Zwischen Anfang Januar und Mitte März werden insgesamt rund 750 zusätzliche Plätze geschaffen.
    Sie entstehen durch die Anmietung des ehemaligen Hotels zur Post am Hauptbahnhof Rheydt, durch die Anmietung des Hotels Amadeo in der Waldhausener Straße, durch die Belegung der ehemaligen Förderschule Hardt und durch die Schaffung von zwei winterfesten Leichtbauhallen auf dem Gelände am Gathersweg, auf dem bis vor kurzem 200 Flüchtlinge in Zelten untergebracht waren.

    Das neue Konzept am Gathersweg bringt eine Verbesserung der Unterbringungsqualität und erlaubt es, auf eine weitere Nutzung der Krahnendonkhalle zu verzichten. Sie steht somit wieder in vollem Umfang für den Schul- und Vereinssport sowie für Veranstaltungen zur Verfügung.

    Beigeordneter Dr. Fischer: „Ich befürchte, dass das alles noch nicht reicht. Wir warten ab, was das Land uns zu Beginn des neuen Jahres mitteilen wird und werden dann sicherlich noch einmal nachlegen müssen.“

    Durch die rasch wachsende Zahl an Plätzen stößt die Stadtverwaltung an ihre Leistungsgrenzen. Sozialdezernentin Dörte Schall: „Die Schaffung von zusätzlichen Plätzen ist das Eine, aber sie müssen ja auch betrieben werden. In jeder Einrichtung brauchen wir Menschen, die sie instand halten und die den Betrieb organisieren. Wir benötigen Sicherheitskräfte und auch ein Minimum an sozialer Betreuung. All das können wir nur schwer sicherstellen, denn wir können die Mitarbeiter gar nicht so schnell einstellen, wie wir sie brauchen. Entsprechend wichtig bleiben die ehrenamtlichen Helfer.“

    Das sieht auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners so: „Die Bewältigung dieser schweren Aufgabe kann uns ohne die Unterstützung der Nachbarn und das Engagement der zahllosen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht gelingen. Als Stadt tun wir was wir können, aber ohne die Hilfe breiter Kreise unserer Gesellschaft werden wir scheitern. Deshalb bin ich allen dankbar, die ihren Teil zum Gelingen beitragen. Ich bitte Sie herzlich, diesen Weg auch 2016 gemeinsam mit uns zu gehen.“

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