Schlagwort: ITK-Rheinland

  • IT-Abteilung der Stadt Mönchengladbach wird vollständig auf die ITK Rheinland übertragen –„Technisch und als Arbeitgeber sehr gut aufgestellt“

    IT-Abteilung der Stadt Mönchengladbach wird vollständig auf die ITK Rheinland übertragen –
    „Technisch und als Arbeitgeber sehr gut aufgestellt“

    Die Stadt Mönchengladbach ist dem kommunalen Zweckverband ITK Rheinland beigetreten.
    Zum 1. Oktober wird die IT-Abteilung der Stadt Mönchengladbach vollständig auf die ITK Rheinland übertragen, die meisten der rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ab Oktober am ITK-Standort Neuss arbeiten.
    Jetzt hat Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners das Rechenzentrum an der Hammfeldstraße in Neuss besucht, um sich vor Ort über die Leistungsfähigkeit des Rechenzentrums und die zukünftigen Arbeitsbedingungen der Kollegen zu informieren. Nach der Beschlussfassung, nicht vorher.

    „Rat und Verwaltung der Stadt Mönchengladbach verbinden mit dem Beschluss, die kommunale IT-Abteilung in den Zweckverband einzubringen, klare Erwartungen: Die Fusion soll unsere Informationstechnologie zukunftsfähig, bürgerorientierter und wirtschaftlicher machen. Diese Ziele können wir nur erreichen, wenn die Beschäftigten gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit haben. Bei meinem Besuch habe ich den Eindruck gewonnen, dass die ITK Rheinland technisch und als Arbeitgeber sehr gut aufgestellt ist“, sagte Hans Wilhelm Reiners im Anschluss an den Besuch in Neuss.

    Die ITK Rheinland ist einer der größten und modernsten kommunalen IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen. Für die Landeshauptstadt Düsseldorf, den gesamten Rhein-Kreis Neuss und ab Oktober 2016 auch für die Stadt Mönchengladbach bietet sie rund 15.000 Anwendern einen umfassenden Service von der Beratung bei der Gestaltung der IT-Landschaft, über die Auswahl konkreter Produkte bis hin zur Integration von Anwendungen und Verfahren sowie deren täglichen Betrieb.
    Die Stadt Mönchengladbach ist das elfte und nach Düsseldorf zweitgrößte Mitglied des Zweckverbandes.

    Mehr als 300 verschiedene Anwendungsverfahren nutzen die Mitarbeiter(innen) der Verwaltungen in allen  kommunalen Aufgabenbereichen. Hinzu kommt die Bereitstellung der Datennetze und Speichermedien.
    Gerade die vielseitigen Aufgaben einer Kommunalverwaltung einerseits und die Tatsache, dass in fast allen Verwaltungen gleiche oder ähnliche Aufgaben zu erledigen sind, macht die Bündelung der informationstechnischen Unterstützung bei der ITK Rheinland besonders wirtschaftlich.

    Die Stadt Mönchengladbach erwartet durch den Zusammenschluss bis 2020 Einsparungen von insgesamt zwei Millionen Euro.

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  • Rat beschließt mit Mehrheit einen Beitritt zum Zweckverband ITK-Rheinland

    Rat beschließt mit Mehrheit einen Beitritt zum Zweckverband ITK-Rheinland

    Die Stadt Mönchengladbach will ihren IT-Bereich neu ausrichten und dem Zweckverband ITK Rheinland spätestens zum 1. Januar 2017, möglichst aber bereits zum 1. Oktober 2016 beitreten.

    Mit breiter Mehrheit stimmte der Rat dem Weg einer stärkeren kommunalen Zusammenarbeit zu. Neben Düsseldorf wäre Mönchengladbach dann die zweitgrößte Stadt im öffentlich-rechtlichen Zweckverband mit Sitz in Neuss, dem unter anderem auch der Rhein-Kreis-Neuss und die Stadt Neuss angehören.

    Von dem Beitritt verspricht sich die Stadt eine nachhaltige Sicherheit bei der IT-Aufstellung und eine Stärkung der bürgerorientierten IT-Leistungen im Bereich des E-Governments.
    Die Zielinfrastruktur (Systeme und Lizenzen) sowie die rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bis auf den achtköpfigen Vor-Ort-Service am Standort Neuss zusammengefasst.
    Dafür soll der heutige Standort der IT in der Voltastraße aufgegeben werden.

    Die strategische IT-Steuerung erfolgt durch die Stadt Mönchengladbach.
    Die Stadt rechnet bei gleichem Leistungsangebot mit Einsparungen in Höhe von rund zwei Millionen Euro in den kommenden vier Jahren, die in den Haushaltssanierungsplan fließen. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die Stadt im Vorfeld der Beitrittsverhandlungen in Auftrag gegeben hatte.

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  • Gut gemeint – schlecht gemacht – mieser Stil im Hauptausschuss

    Vorweg: Es ist notwendig und richtig, die Strukturen einer Verwaltung den Erfordernissen anzupassen, zu modernisieren.
    Große Entwicklungen innerhalb einer Verwaltung, besonders bei Veränderungen mit großer Tragweite und Mitarbeiterrelevanz, werden in Wirtschaftsunternehmen durch entsprechende Projektgruppen akribisch untersucht, vorbereitet und den zuständigen Gremien final zur Entscheidung vorgelegt.

    Mitarbeiter des Rechenzentrums verfolgen stillschweigend die blamable Sitzung des Hauptausschusses am 16. September 2015
    Mitarbeiter des Rechenzentrums verfolgen stillschweigend die blamable Sitzung des Hauptausschusses am 16. September 2015

    Seit 2012 steht dieses Projekt nun schon im Raum, viel Zeit ist vergangen, ohne dass irgendjemand aus der Mönchengladbacher Verwaltung oder aus dem politischen Raum etwas darüber berichtet hätte.
    Jetzt soll es über Nacht, nach lediglich insgesamt 2 Stunden öffentlicher Diskussion „über die Bühne gezogen“ werden.
    Das Ziel:
    Ausgliederung der städtischen IT-Abteilung und des Rechenzentrums und eine Mitgliedschaft der Stadt Mönchengladbach im kommunalen Zweckverband ITK-Rheinland in Neuss.

     

    Ergebnis des Gutachters, der Fa. B&L, Frankfurt, sie wurde mit der Erarbeitung eines Konzeptes beauftragt:
    Es wird – unter Abwägung der Alternativen – die Bildung eines gemeinsamen Zweckverbandes mit der ITK Rheinland spätestens zum 01.01.2017 empfohlen.
    Also ein pures Outsourcing-Projekt.

    Nun könnte man meinen, der Gutachter hätte den Mitgliedern im Hauptausschuss als zuständiges politisches Gremium alle noch offenen Fragen beantworten können.

    Weit gefehlt, da er dies nicht konnte, der Gutachter benannte viele noch zu klärende Punkte und offene Fragen, beantragten die Mitglieder von Bündnis90/Grüne und DIE LINKE sowie die FDP die Entscheidung um eine Woche zu verschieben.

    Die Parteien hatten die Unterlagen des Gutachters zu spät erhalten, konnten das Ganze nicht ordentlich prüfen und beraten und sahen sich zu einer Entscheidung nicht in der Lage.

    Dem Vorsitzenden des Personalausschusses der Stadt erging es ebenso. Auch er beantragte mehr Zeit um zu einer fundierten Meinungsbildung zu kommen.

    Üblicherweise wird in politischen Gremien solchem Begehren der Fraktionen entsprochen.
    Nicht so im Hauptausschuss der Stadt Mönchengladbach.

    Die Fraktionsvorsitzenden der GroKo, Dr. Hans Peter Schlegelmilch, CDU, und Felix Heinrichs, SPD, verweigerten sich einer besseren Beratung aller Beteiligten und setzten sich mit ihrer dominanten Stimmenmehrheit durch.

    Sie verhinderten damit seriöse Beratungen, nahmen den betroffenen Mitarbeitern der Stadtverwaltung in diesem Stadium des Projektes eine berechtigte Interessenbekundung und sich selbst die theoretische Umkehr.

    Eine Umkehr ist deshalb schier unmöglich, da nach dieser gefällten Entscheidung zur Verhandlung mit dem ITK unverzüglich weitere kostenintensive Aufträge zu vergeben sind um die angestrebten Termine in 2016/2017 einhalten zu können.

    Am Rande zu erwähnen ist: Die Steuerung des Interessenverbandes ITK nach erfolgter Ausgliederung von Mönchengladbacher Personal nach Neuss erfolgt durch eine Geschäftsführung, kontrolliert von einem Aufsichtsrat, dieser wird durch einen Beirat unterstützt.
    Die Stadt Mönchengladbach wird in diese Gremien proportional (politische) Personen entsenden (z.B. den Oberbürgermeister), damit städtische Interessen gewahrt werden.

    Fazit:
    Die Risiken aus dem Projekt sind aktuell niemanden in der Stadtverwaltung und unseren Politikern bekannt.
    Ein Blindflug Ohnegleichen.

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