Schlagwort: Katastrophe

  • Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers Stadtverwaltung Mönchengladbach- Personalrat fordert Ablehnung des Haushaltes

    Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers Stadtverwaltung Mönchengladbach-
    Personalrat fordert Ablehnung des Haushaltes

    Die Einbringung des Haushaltes bietet auch immer eine Möglichkeit, über den Stellenplan der Verwaltung zu diskutieren und zu skizzieren, welche Entwicklungsmöglichkeiten die Verwaltung vorsieht.
    Bereits vor Wochen kündigte OB Hans Wilhelm Reiners in Medien an, die Arbeitsverträge der Kita-Mitarbeiter sollten zukünftig nicht mehr wie bisher zeitlich befristet werden.
    Eine schön anzuhörende Täuschung, Reiners hatte sich getäuscht, er hatte die Rechnung nicht ohne den „Wirt“ gemacht. Der Haushalt gibt es nicht her, „der Stellenplan ist nicht ausfinanziert“, ist die Reaktion des Kämmerers Bernd Kuckels auf die Vorhalte des Personalrates Peter Heller im Hauptausschuss.
    Noch im Oktober hatte Kuckels bei der Vorstellung seines Haushaltsplanentwurfes freudig dargeboten: „Wir sind auf Kurs“. Auch er trägt Verantwortung für die Mitarbeiter, priorisiert jedoch den Gesamthaushalt vor den Menschen, diese Abwägung ist sein Job.

    „Für den Personalrat ist es eine Katastrophe, dass es im Haushalt nicht genügend Geld für alle dringend notwendigen Stellenbesetzungen gibt“, beginnt Heller seine Forderung nach mehr Stellenbesetzungen.
    Zwar wurden 40 Stellen nicht gestrichen, jedoch “handelt“ die Verwaltungsspitze nun mit nicht besetzten Stellen. Es wurden einfach 470 Stellen nicht neu besetzt. Wohlgemerkt, 470 Stellen sind nicht besetzt, die Arbeit dafür ist vorhanden und soll/muß von den übrigen Mitarbeitern bewältigt werden – oder sie bleibt unerledigt.
    Das dies zu einer stetigen Überlastung der Mitarbeiter führt, ist jedem in verantwortlicher Position bewußt.

    Für den Personalrat entsteht durch diese Verfahrensweise der Eindruck, dass die Politik hinters Licht geführt wird. Er fordert die Politik auf, dem Haushalt des Kämmerers am Mittwoch im Stadtrat nicht zuzustimmen, sondern eine finanzielle Aufstockung für den Stellenplan zu fordern.

    Die Fraktionsvorsitzenden der großen Koalition von SPD und CDU, Heinrichs und Schlegelmilch nutzten die vorhandene Möglichkeit nicht, um Wege der Verbesserung aufzuzeigen. Ihre Prioritäten liegen eindeutig bei den Projekten MG+ wachsende Stadt und Sauberkeit in der Stadt.Für den Fachbereich 6, Bauen und Planen, werden alle beantragten Stellenbesetzungen genehmigt, dort gilt wie Felix Heinrichs es formuliert: „Man muß es wollen“.

    Personal-Dezernent Matthias Engel ist sich zwar bewußt, „das Personal ist das höchste Gut einer Verwaltung“, widerspricht dem entstandenen Eindruck, frei werdende Stellen würden grundsätzlich nicht besetzt. „Das gibt es ausdrücklich hier in unserer Stadt nicht“, so Engel. Er würde es lieber sehen, die Verwaltung und auch Politik machen sich Gedanken darüber, sollen die Aufgaben erfüllt werden oder nicht und nach diesem Kriterium die Stellen zu besetzen oder auch nicht.

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  • Beinahe-Katastrophe in der Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk durch Chromeinleitung

    Beinahe-Katastrophe in der Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk durch Chromeinleitung

    Gestern gab der Niersverband nachstehendes Statement an die Öffentlichkeit.
    Seitens der ermittelnden Behörden gibt es zur Zeit keinerlei nähere Angaben zu einem möglichen Verursacher.

    In den letzten Tagen des Jahres 2015 kam es auf der Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk zu einer erheblichen Störung der biologischen Reinigung und damit zu deutlich erhöhten Ablaufwerten, insbesondere beim Stickstoff.
    Dank des engagierten Einsatzes der Niersverbandsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie hohem Personal- und Mitteleinsatz über den Jahreswechsel und den darauf folgenden zwei Wochen konnte Schlimmeres verhindert und eine mögliche Einleitungsstelle ermittelt werden.

    Die Mitarbeiter der Kläranlage beobachteten in der Nacht zu Silvester eine erhebliche Verschlechterung des Stickstoffabbaus in der biologischen Stufe der Kläranlage. Sofort wurden intensive Maßnahmen ergriffen, um die Anlage zu stabilisieren. Unter anderem wurden die nächsten 1 ½ Tage frischer biologisch aktiver Schlamm aus der Kläranlage Grefrath nach Mönchengladbach gefahren, die Belüftung intensiviert und weitere verfahrenstechnische Maßnahmen eingeleitet. Bis zum Sonntagabend konnte eine leichte Erholung der biologischen Prozesse beobachtet werden.

    Die Analyse der direkt zu Beginn der Störung genommenen Proben zeigte eine hohe Chrombelastung der Anlage, die weit über die zulässigen Werte hinausgeht.
    „Unsere Untersuchungen ergaben, dass am 30./31. Dezember 2015 bis zu 1,8 mg/l Chrom im Zulauf der Anlage vorhanden war“, erläutert Dr. Ulrich Otto, Abteilungsleiter Abwasser. „Diese hohe Konzentration ergibt eine eingeleitete Menge von mehreren hundert Kilogramm des toxischen Schwermetalls,“ so Dr. Otto weiter. „Diese exorbitant hohe Chrombelastung hat dann zur Schädigung der Bakterien in unserer biologischen Reinigung geführt.“

    Über eine Sielhautuntersuchung in der Mönchengladbacher Kanalisation konnte der Fließweg der Chrombelastung zurückverfolgt werden. „Es liegt nahe, dass über den Jahreswechsel 2015/16 chromhaltige Abfälle illegal über die Kanalisation der Stadt Mönchengladbach und die Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk des Niersverbandes eingeleitet worden sind,“ meint Dr. Otto.
    Der Niersverband hat die Fachbehörden informiert und Strafanzeige erstattet.

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