Schlagwort: Lebensqualität

  • Mönchengladbach – mobil in die Zukunft

    Mönchengladbach – mobil in die Zukunft

    Städtische Mobilität verfügt über viele Formen, angefangen beim Fußgängerverkehr über Radfahrer und Busnutzer bis zum Kfz-Verkehr. Beim individuellen Verkehrsbedürfnis jedes einzelnen Bürgers wie auch beim Wirtschaftsverkehr lassen sich die verschiedenen Mobilitätsformen unter vielerlei Aspekten und Anforderungen betrachten. Die Wahl des Verkehrsmittels wird dabei beeinflusst durch den Wegezweck, die Verfügbarkeit verschiedener Verkehrsmittel sowie Fragen des Komforts, der Kosten und der Sicherheit.

    Die Wahl des Verkehrsmittels beeinflusst nicht zuletzt auch die Lebensqualität in einer Stadt.

    „Mit unserer Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt streben wir eine lebenswerte Stadt an und wollen dies auch dauerhaft bleiben. Damit ist ein qualitatives Wachstum verbunden, das durch ein zukunftsorientiertes Verkehrskonzept zu unterstützen ist“, so der Stadtdirektor und Technische Beigeordnete Dr. Gregor Bonin.
    „Die Formulierung richtungsweisender Zielstellungen in Bezug auf die zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Mobilität sind daher unerlässlich.“
    Am Ende des Prozesses entstehen Leitplanken für die Mobilität in Mönchengladbach für die nächsten 20 Jahre.
    Die Fachverwaltung hat in den vergangenen Jahren bereits umfangreiche Detailpläne des Mobilitätsplans, der den Generalverkehrsplan von 1981 ablöst, erarbeitet und zur politischen Beschlussfassung gebracht. Dazu zählen u.a. der Nahverkehrsplan, das Lkw-Routenkonzept, der Masterplan Nahmobilität und auch die verschiedenen Stufen der Lärmaktionsplanung.

    In der gestrigen (19. Juni) Sitzung des Planungs- und Bauausschusses wurden die Leitlinien der zukünftigen Mobilitätsplanung sowie der Entwurf eines Vorrangstraßennetzes in die politischen Beratungen eingebracht.
    Die übergeordneten Zielvorstellungen werden dabei in drei großen Leitmotiven zusammengefasst:

    Mobilität für eine wachsende Stadt, Schaffung einer zukunftsfähigen Mobilität und Stadt mit Lebensqualität.
    Eine der zentralen Fragen in diesem Zusammenhang ist, welche Straßen zukünftig welche Funktionen übernehmen werden? Dazu werden Ziele efiniert, die den Bogen über alle Detailpläne spannen und eine Richtung auch für zukünftige Entwicklungen und Konzepte vorgeben.

    Alle diese Detailpläne und die damit verbundenen Maßnahmen tragen dazu bei, Mönchengladbach als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu gestalten und im Sinne einer wachsenden Stadt zu fördern.

    Die Beratung, auch in den Stadtbezirken, ist für den ersten Sitzungszug nach den Sommerferien vorgesehen, und die Beschlussfassung wird noch in diesem Jahr angestrebt.
    Die Beratungsvorlagen sind einschließlich der Anlagen im Ratsinformationssystem der Stadt einzusehen.

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  • Forschungsprojekt UrbanLife+ in Mönchengladbach – Ideen für die Stadt der Zukunft

    Forschungsprojekt UrbanLife+ in Mönchengladbach –
    Ideen für die Stadt der Zukunft

    Wie kann die Lebensqualität insbesondere älterer Menschen vor Ort erhalten und verbessert werden? Dies ist die zentrale Frage im Forschungsprojekt UrbanLife+, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach mit renommierten Forschungseinrichtungen und heimischen Kooperationspartnern durchgeführt wird. Das Mönchengladbacher Projekt war neben vier weiteren (Grafschaft Bentheim, Freiburg, Stuttgart und Saarland) aus rund 170 Bewerbungen ausgewählt worden. Die fünf Forschungsprojekte, die vom BMBF mit insgesamt rund 23 Millionen Euro unterstützt werden, zielen alle darauf ab, die Lebensqualität insbesondere älterer Menschen vor Ort zu erhalten und zu verbessern.

    Als Umsetzungspartner im Projekt UrbanLife+ konnte die Sozial-Holding die NEW AG, die Städtischen Kliniken, den Handelsverband NRW e.V., die Hochschule Niederrhein, die Kreuder GmbH & Co. KG, die Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach mbH (EWMG) und verschieden Fachbereiche der Stadtverwaltung gewinnen. Gemeinsam wollen sie mit den Wissenschaftlern in den nächsten Jahren an ganz praktischen technischen Innovationen mitarbeiten, die es Seniorinnen und Senioren mit Mobilitätseinschränkungen erleichtern sollen, sich im öffentlichen, urbanen Raum zu bewegen und damit möglichst lange selbstbestimmt leben zu können.

    Was sind derartige technische Innovationen und wie sehen diese aus? Was genau ist überhaupt Mensch-Technik-Interaktion (MTI)? Wie kann die ganz praktisch umgesetzt werden und wo könnte unser Beitrag dazu liegen? Um Antworten auf diese Fragen ging es beim Kreativ-Workshop, den Projektleiterin Susanne Wallrafen jetzt mit den Partnern vor Ort und Anna Kötteritzsch vom Institut für Softewaretechnologie der Universität der Bundeswehr München durchgeführt hat.

    „Uns war es wichtig, mit den Experten vor Ort ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Ideen zu sammeln, welche technischen Lösungen wir im Projekt konkret entwickeln und umsetzen können“, sagt Susanne Wallrafen.

    Für die eigenen vier Wände oder das Automobil gibt es schon jede Menge Konzepte, Produkte und technische Assistenten, die älteren Menschen oder Personen mit Handicaps das Leben erleichtern.

    Im öffentlichen Raum sehen die Projektbeteiligten da noch Nachholbedarf: Straßenlaternen, die ihre Helligkeit dem Sehvermögen der Passanten anpassen, Gehwege, die Fußgänger mit Handicap sicher an Gefahrenstellen vorbeileiten, Ampeln die Grünphasen für Gehbehinderte verlängern, oder Systeme, die ihre Benutzer bei Schwäche- und Schwindelanfällen zur nächsten Sitzmöglichkeit leiten, gehören dazu.

    Ideen für die „smarte“ Stadt der Zukunft gab es auch von den Teilnehmern des Workshops genug. Der Therapiegarten der Geriatrischen Klinik am Elisabeth-Krankenhaus soll zum Experimentierfeld für innovative Lösungen werden: Hier könnten demnächst höhenverstellbare Parkbänke zum Sitzen einladen. Jan Kaiser vom Handelsverband NRW kann sich vorstellen, dass es im Supermarkt bald intelligente Einkaufswagen gibt, die den Kunden zu den gewünschten Produkten navigieren oder bei Bedarf einen Verkäufer rufen.

    Für Bauunternehmer Ernst Kreuder gehören IT-Lösungen auf der Baustelle längst zum Alltag. Aber technische Hilfen wie zum Beispiel Roboter für die Schwerstarbeit auf der Baustelle, die sich auch auf andere Arbeitsplätze mit hohen körperlichen Belastungen übertragen ließen, sind in der Praxis noch Mangelware. Einen Trend der Zukunft sieht Kreuder im Einsatz von 3D-Druckern

    Bei der NEW AG wird über den ÖPNV der Zukunft nachgedacht. „Wir könnten uns zum Beispiel eine für unsere Kunden maßgeschneiderte Routenplanung vorstellen. Warum sollte es nicht möglich sein, dass ein Bürger sein Anliegen – zum Beispiel die Verlängerung des Personalausweises oder einen Arztbesuch –  in die Fahrplansuche eingibt, und er dann eine Info bekommt, wo er dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln am schnellsten erledigen kann“, erklärt Michael Palumbo von der NEW mobil und aktiv GmbH.

    Für Martina Braun von der Hochschule Niederrhein und Susanne Wallrafen von der Sozial-Holding ist es wichtig, etwas gegen die drohende Isolation von älteren Menschen zu tun, die sich oft einfach nicht mehr aus dem Haus trauen. „Anlässe für Bewegung zu schaffen, Sicherheit zu geben und kurze, barrierefreie Wege zu ermöglichen“ sei die Devise. Wer möchte, dass die Menschen möglichst lange im eigenen Heim wohnen bleiben können, muss dafür sorgen, dass sie in der Nähe alles bekommen, was sie dafür benötigen: Von Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs bis hin zu Gemeinschaftserlebnissen und Erholung.

    Alle Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass Mönchengladbach für solch einen Quartiersansatz beste Voraussetzungen mitbringt: Die Stadt hat zahlreiche lebendige und aktive Stadtteile. Dies sei eine Stärke von Mönchengladbach, die es zu erhalten und auszubauen gilt.

     

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