Ab Donnerstag, 1. Dezember, kann der Wertstoffhof Luisental wieder wie gewohnt angefahren werden.
Die notwendigen Betonarbeiten auf dem Gelände sind zwei Wochen früher als erwartet fertiggestellt worden. Ursprünglich waren diese Arbeiten bis Mitte Dezember kalkuliert. Doch die günstigen Witterungsverhältnisse ermöglichen nun eine frühere Wiedereröffnung der Annahmestelle.
Bagger in Luisental am Werk: Hardter Landwehr und Bockersend folgen noch vor Weihnachten.
Die Stadt hat mit dem Abriss der maroden Unterkunft für Flüchtlinge in Luisental begonnen.
Seit heute machen die Bagger die Einrichtung, die seit Anfang der 1990er Jahre genutzt wurde, dem Erdboden gleich.
In den nächsten Schritten werden auch die Unterkünfte an der Hardter Landwehr und Bockersend abgerissen. Der Rückbau der Einrichtungen soll noch vor Weihnachten abgeschlossen sein.
Die Verwaltung hatte bereits im Spätsommer den Abbau mehrerer Hallen, die nach und nach frei gezogen wurden, vor dem Hintergrund der leicht entspannten Flüchtlingssituation angekündigt.
Die Stadt setzt stattdessen auf vorzeigbare Erst- und Übergangseinrichtungen, die in den letzten Monaten neu errichtet oder im Bestand angemietet wurden, wie etwa seit August das ehemalige Studentenwohnheim in der Sternstraße. (pmg)
Einstellung der GEM-Geschäftsführerin Teufel zur Gebührenfinanzierung der Projekte mehr als fragwürdig.
Um den Ablauf des Genehmigungsprozesses für die Abfallumladestellen Luisental und Heidgesberg zu beschleunigen war eine Sondersitzung des Planungs- und Bauausschusses angesetzt. Genehmigen muß das Gesamtprojekt die Bezirksregierung in Dsseldorf.
Doch bevor diese Genehmigung erreicht ist, muß ein Menge an Kleinarbeit seitens der GEM und der Verwaltung erledigt werden.
Grafik: Stadt
So zum Beispiel die Abstimmung mit dem Konzern RWE zum Thema Rheindahlener Sprung, ein Graben, der sich seit jeher jährlich um einige Millimeter senkt und in die Verantwortung von RWE gegeben wurde.
Er verläuft quer durch die Luisentaler Anlage, eine Großwaage für LKW muß ausgerechnet an dieser Stelle gebaut und betrieben werden.
Grund für die Senkung sind die Tagebauarbeiten südlich von Wanlo. So gräbt Garzweiler II den Südgladbachern den Boden unter den Füßen ab. „Der Grundwasserspiegel sinkt und so indirekt auch das Gelände“, erklärt Barbara Weinthal, Geografin im städtischen Fachbereich Umweltschutz.
Horst-Peter Vennen, SPD-Ratsmitglied und seit mehr als 30 Jahren im Bauausschuss fordert deshalb seit Jahren, dass die „letzte Meile“, die Kanäle zwischen Hausanschluss und Straße, wieder in die Zuständigkeit der NVV fällt. „Es kann nicht sein, dass der Bürger dafür verantwortlich ist.“
Dieser Umstand führt auch dazu, dass mit hohem Aufwand in Luisental ein Entwässerungskonzept erstellt, geplant und umgesetzt werden muß. Das kostet und muß mit RWE verhandelt werden, schließlich muß alle 3 Jahre eine Nachjustierung der Waage im Rheindahlener Graben erfolgen.
3000 Euro zusätzliche Kosten kommen so jedesmal auf die Stadt zu.
Zu den Kosten insgesamt gab es naturgemäß Kritik, so explizit von Bündnis90/Grüne.
Die Kostenaufstellung für das Projekt ist tatsächlich nicht vorhanden, es werden lediglich Gesamtkosten in Höhe von 5,4 Mio. Euro dargestellt, das ist intransparent und nicht überprüfbar.
Auf Nachfragen nannte GEM-Geschäftsführerin Teufel dann auch die beteiligten externen Planungsunternehmen: Squadro für die Verkehrsfragen, Büro Besten für Entwässerung, Büro Schrammen für die gesamte Projektkoordination und das Büro Remmelmann für die notwendige Statik.
Entgegen einer falschen Darstellung in einem anderen WEB-Medium war Teufel umgehend bereit diese Planungsunternehmen zu nennen.
Teufel äußerte sich zu Ausschreibungsthemen nicht, sie sagte auf Nachfrage des Grünen Weber: „nach HOI sind die Fachingenieure beauftragt worden“.
Nicht besonders sensibel war jedoch die Reaktion der Geschäftsführerin im Hinblick auf die Frage, wer das ganze Projekt denn bezahle.
Sie glaubt offensichtlich, es genüge wenn „die Stadt“ nichts draufzahle, da ja alles Gebührenfinanziert sei.
Frau Teufel sollte sich vergegenwärtigen, das auch ihr Gehalt von den Bürgern dieser Stadt bezahlt wird, sie ergo von Steuer- und Gebührengeldern lebt.
Sollte sie das nicht erkennen können, so sollten ihr „Fachleute“ aus dem Umfeld dabei behilflich sein.
Sobald eine Genehmigung der Bezirksregierung vorliegt, soll mit den Arbeiten , auch parallel an beiden Standorten, begonnen werden.
Eine Fertigstellung bis zum Jahresende ist möglich und wird angestrebt.
Für die Bürger wird es eine wesentliche Verbesserung bedeuten, für die Mitarbeiter vor Ort gibt es endlich die notwendigen Sozialräume, ordentliche Duschen und Toilettenanlagen.
Einstimmig, also ausdrücklich mit den Stimmen der Grünen, wurde die Planung angenommen.