Schlagwort: Monforts Quartier

  • Demenz Inklusive: TextilTechnikum weckt Erinnerungen bei Demenzkranken

    Demenz Inklusive: TextilTechnikum weckt Erinnerungen bei Demenzkranken

    Das TextilTechnikum der Stadt Mönchengladbach im denkmalgeschützten Monforts Quartier ist kein Museum im klassischen Sinne, sondern eine international einzigartige Sammlung von rund 150 historischen und modernen Textilmaschinen, die der Besucher in Aktion erleben kann.
    Dieser besondere Ort mit seinen für die rheinische Textilindustrie so typischen optischen Eindrücken, Geräuschen und Gerüchen bietet die ideale Plattform, um längst verschüttet geglaubte Erinnerungen auch bei an Demenz erkrankten Menschen wieder zum Leben zu erwecken.

    Seit Oktober 2017 bietet die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach deshalb individuelle Gruppenführungen für Demenzkranke und Angehörige im TextilTechnikum an – etwa zu den Schwerpunktthemen „Nähen und Stoffe“, „Maschinen und Geräte“ oder „Spinnrad, Spindel und Flachs“. Betreut werden die Gäste dabei von zwei Fachleuten der Sozial-Holding und inzwischen 28 speziell geschulten ehrenamtlichen ErinnerungsbegleiterInnen.

    Möglich wird dies alles durch das Modellprojekt „Demenz Inklusive – Vernetzte Erinnerungskultur im Monforts Quartier“, das die Sozial-Holding gemeinsam mit dem TextilTechnikum durchführt.
    Wissenschaftlich evaluiert wird das Projekt durch die Hochschule Niederrhein.
    Die Kosten von 170.000 Euro für das dreijährige Projekt werden zu gleichen Teilen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und den Pflegekassen getragen.

    Pia Hermann, gerontopsychiatrische Fachkraft und Expertin für Validation und Demenz, Holger Hellwig, staatlich geprüfter Textiltechniker und textilpädagogische Begleitung, sowie Projektleiterin Belinda Schmitt haben gemeinsam das Konzept für die Führungen entwickelt. Die Textilregion Niederrhein beheimatet viele ehemalige TextilarbeiterInnen in verschiedenen Pflege-Einrichtungen.

    Das TextilTechnikum ist der ideale Standort für eine gelebte Erinnerungskultur:
    Der gehörte und gefühlte Takt der Webstühle, die farbigen Garne und die greifbaren Strukturen der einzelnen Gewebe, der Geruch von Arbeit und Ölen, der in den Mauern der Maschinehalle seit Jahrzehnten steckt, lassen unweigerlich eine Erinnerung bei den BesucherInnen zu.
    Speziell dementiell veränderte Menschen, die in der Textilindustrie und deren Zulieferbetriebe beschäftigt waren, sind die Zielgruppe des Projekts „Demenz Inklusive“. Für diese Zielgruppe wurden spezielle Themengebiete entwickelt, die sich auf die Bedürfnisse der einzelnen Bewohner ausrichten lassen.

    Die Führungen, die Erinnerungsreisen in eine andere Zeit anregen, sind nach unterschiedlichen Themengebieten gestaltet. Zum einen, um einen großen Kreis an dementiell veränderten Menschen zu erreichen, zum anderen, um die textile Bedeutung aus der Frühzeit der Industrialisierung zu unterstreichen und für die Erinnerung zu beleben.

    Das Thema Mode ist angesagten Stoffen und Kleidern aus der Vergangenheit gewidmet. Was war in den vergangenen Zeiten „modern“? Was trug man bei der Arbeit, wenn man tanzen ging oder am Sonntag beim Spaziergang. Vieles wurde selber genäht oder gestrickt und gehäkelt. Bilder, alte Zeitschriften, original Kleidung und Stoffe, alte Schnittmuster und Garne regen zum Erzählen an.

    Im Thema Arbeitsleben kann man die Technik der Vergangenheit hautnah an laufenden Maschinen erleben. Audio-visuell, sowie olfaktorisch werden alle Sinne angesprochen. Werkzeuge aus ehemaligen Zeiten und Bildnisse von früherem Arbeitsleben erwecken die Erinnerungen und entwickeln eine eigene Dynamik.

    Das Thema Märchen lädt in einer wahrlich märchenhaften Atmosphäre ein, dem Erzählen eines Märchens zu lauschen oder es gemeinsam zu erzählen. Währenddessen wird an einem historischen Spinnrad ein Faden gesponnen. Utensilien, alte Märchenbücher, Spindeln, Stroh und Goldfaden fördern die Erinnerung an Märchen mit einem textilen Bezug wie Rumpelstilzchen, „von Stroh zu Gold spinnen“, oder Dornröschen, „die sich an einer Spindel stach“. Märchen waren Teil des Lebens in früheren Generationen. Es entstehen Gespräche über Familie, Kinder und Großeltern.

    Auch eine allgemeine Führung wird angeboten, die unter keinem festen Thema steht, so dass die TeilnehmerInnen sich ihren Weg suchen, dem die Erinnerungsbegleiter folgen Auch hier werden behutsam Impulse gesetzt.
    Der demente Besucher gibt die Richtung vor. Bei allen Führungen mit und ohne Thema, wird nur ein Rahmen gesetzt, alles bleibt offen. Die dementiell veränderten Menschen bestimmen wo die Reise und deren Erinnerungen hingehen.

    Für die einzelnen Themen-Führungen wurden spezielle Erlebniskisten zusammengestellt, die für jedes Thema die passenden Utensilien bereithalten.
    In der „Mode-Kiste“ finden sich zum Beispiel alte Schnittmuster und Modezeitschriften, in der „Märchen-Kiste“ zum Beispiel ein goldener Faden oder eine Tischdekoration aus Samtstoffen und Leuchtern.
    Die „Arbeitswelt-Kiste“ beinhaltet dagegen Werkzeuge oder Schrauben, sowie auch Bilder aus ehemaligen Betrieben aus verschiedenen Dekaden.

    Wie kann man eine Führung für Demenzkranke buchen?

    Einrichtungen, aber auch Angehörige von Demenzkranken, die eine Führung buchen möchten, können telefonisch (02161/6866-4642) oder per Mail (demenzinklusive@sozial-holding.de) einen Termin und den Themenschwerpunkt der Führung vereinbaren.

    Das Projektteam ist montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr erreichbar.
    Im Vorgespräch können auch individuelle Fragen geklärt werden.

    Wie kann man ErinnerungsbegleiterIn werden?

    Für die dementen BesucherInnen, sind die Eindrücke beim Eintreffen in das TextilTechnikum oft zuerst bedrückend oder verwirrend. Damit die Erinnerungsreise zu einem bereichernden Erlebnis wird, werden sogenannte „ErinnerungsbegleiterInnen“ geschult.
    Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Angehörige können in einem halbtägigen kostenlosen Workshop in die textile Geschichte eintauchen und die ausgestellten Maschinen und deren Nutzung kennenlernen. Dabei werden sie auch auf mögliche Reaktionen der dementen Menschen vorbereitet. So können sie die Besucher während der Führungen als aktive Begleiter kompetent unterstützen und  fördern.

    Die Bildungs GmbH der Sozial-Holding bietet jeden 2. Montag im Monat, von 08.30 bis 16.00 Uhr im TextilTechnikum (Monfortsquartier 31, Schwalmstraße 301, 41238 Mönchengladbach) Schulungen für Erinnerungsbegleiter an.
    Anmeldung und weitere Informationen unter Tel. 02161/6866-4623 oder demenzinklusiv@sozial-holding.de

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  • Offener Sonntag im TextilTechnikum am 21. Januar

    Offener Sonntag im TextilTechnikum am 21. Januar

    Im TextilTechnikum im Monforts Quartier 31 werden die Zeugnisse der textilen Vergangenheit Mönchengladbachs wieder lebendig.

    Eine einzigartige Maschinensammlung zeigt die Entwicklung der Technik vom Handwebstuhl bis zum modernsten Luftdüsen-Webautomaten.
    Das TextilTechnikum im Monforts Quartier hat am Sonntag, 21. Januar von 13 bis 17 Uhr geöffnet und lädt zur Besichtigung der historischen Ausstellung ein.
    Wie an jedem dritten Sonntag im Monat werden ausgewählte Maschinen vorgeführt.
    Diesmal steht zum Beispiel ein englischer Unterschlägerwebstuhl mit Schaftmaschine von der Firma Robert Hall, der Ende des 19. Jh. gebaut wurde im Mittelpunkt der Vorführungen.

    Außerdem kann der Besucher sehen wie in früheren Jahrhunderten Flachs versponnen und Leinen gewebt wurde. Dr. Christian Schumacher und Textiltechniker Holger Hellwig zeigen, wie mechanische Webstühle die Technik revolutionierten und die Handweberei verdrängten.

    Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.
    Das TextilTechnikum ist außer an offenen Sonntagen montags bis freitags jeweils von 11 bis 15 Uhr geöffnet.

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  • Demenz Inklusive: Modellprojekt im Monforts Quartier gestartet

    Museumsführungen für Menschen mit Demenz gehören schon seit fünf Jahren zum festen Programm der Museumspädagogik im Städtischen Museum Schloss Rheydt. Ab Oktober sollen solche Führungen auch im TextilTechnikum angeboten werden.

    Möglich wird dies durch das jetzt gestartete Modellprojekt „Demenz Inklusive – Vernetzte Erinnerungskultur im Monforts Quartier“, das die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach gemeinsam mit dem TextilTechnikum und der Hochschule Niederrhein durchführt. Die Kosten von 170.000 Euro für das dreijährige Projekt werden zu gleichen Teilen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW und den Pflegekassen getragen.

    „Diese großzügige Unterstützung zeigt, wie wichtig den Zuschussgebern die Integration von Menschen mit Demenz ist. In dem Modellvorhaben, das weit über die reine Museumsführung hinausgeht, werden wir die Angebots- und Unterstützerstrukturen für Menschen mit kognitiv bedingt eingeschränkter Alltagskompetenz – insbesondere Demenz – und ihrer Angehörigen stärken und ihnen Möglichkeiten eröffnen, wieder mehr am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben“, erläutert Projektleiterin Bellinda Schmitt von der Sozial-Holding Tochtergesellschaft Bildungs GmbH.

    Im Mittelpunkt des Projektes steht das TextilTechnikum der Stadt Mönchengladbach im denkmalgeschützten Monforts Quartier, einer ehemaligen Textilfabrik. Kein Museum im klassischen Sinne, sondern eine international einzigartige Sammlung von rund 150 historischen und modernen Textilmaschinen, die der Besucher in Aktion erleben kann. Dieser besondere Ort mit seinen für die rheinische Textilindustrie so typischen optischen Eindrücken, Geräuschen und Gerüchen bietet die ideale Plattform, um längst verschüttet geglaubte Erinnerungen bei an Demenz erkrankten Menschen wieder zum Leben zu erwecken.

    „Schon mit der Eröffnung des TextilTechnikums haben wir versprochen, dass wir das Konzept mit Hochschule Niederrhein, der Textilwirtschaft und weiteren Partnern ständig weiterentwickeln werden. Das Modellprojekt ‚Demenz Inklusive‘ ist ein wichtiger Baustein bei dem Vorhaben, junge und ältere Menschen vom Kindergarten- und Schulkind über die Studierenden des Fachbereichs Textil und Bekleidung bis zu Altenheimbewohnern, von denen viele in der Textilbranche gearbeitet haben, einzubinden“, betont Mönchengladbachs Kulturdezernent Dr. Gert Fischer.

    Bis zu den ersten Führungen im Herbst gibt es für das Projektteam noch viel zu tun: Zunächst wird ein museumspädagogisches Konzept entwickelt, das auf die demenzerkrankten Besucher zugeschnitten ist. Parallel dazu werden in Workshops sogenannte Erinnerungsbegleiterinnen geschult. Dies können Mitarbeiterinnen oder Ehrenamtliche aus den Altenheimen sein, die fit in der Mönchengladbacher Textilgeschichte gemacht werden und erfahren, wie die ausgestellten Maschinen funktionieren. Angeleitet und bei den geplanten Führungen unterstützt werden sie von einem erfahrenen Textilpädagogen.

    Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt wird von der Hochschule Niederrhein, um den Nutzen des Modellvorhabens für demenziell veränderte und erkrankte Menschen sowie deren Angehörigen zu bewerten und die Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse auf andere Regionen und Inhalte zu unterstützen.

    Eingebunden ist das Projekt in die altengerechter Quartiersentwicklung im Stadtteil Hardterbroich: Nicht nur das Monforts Quartier mit dem TextilTechnik, sondern auch der öffentliche Raum rund um den Standort wird in den Fokus genommen. Vom neuen Hardterbroicher Markt vorbei am städtische Altenheim, das im Herbst eröffnet wird, bis zum Monforts Quartier wird ein „Prototypenweg“ entstehen, auf dem moderne Technik erprobt wird, die nicht nur Senioren die Alltagswege erleichtern: Infotouchscreens, Straßenlaternen, die ihre Helligkeit an das Sehvermögen der Passanten anpassen, höhenverstellbare Parkbänke und Landmarken, die auch dementen Menschen die Orientierung erleichtern, gehören dazu. Die Technologien hierfür werden im Forschungsvohaben UrbanLife+ der Sozial-Holding entwickelt.

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  • TextilTechnikum: Der Sonntag gibt Stoff

    TextilTechnikum: Der Sonntag gibt Stoff

    Im TextilTechnikum im Monforts Quartier an der Schwalmstraße 301 werden die Zeugnisse der textilen Vergangenheit Mönchengladbachs wieder lebendig. Eine einzigartige Maschinensammlung zeigt die Entwicklung der Technik vom Handwebstuhl bis zum modernsten Luftdüsen-Webautomaten.

    Das TextilTechnikum im Monforts Quartier hat am Sonntag, 18. September von 13 bis 17 Uhr geöffnet und lädt zur Besichtigung der historischen Ausstellung ein. Wie an jedem dritten Sonntag im Monat werden ausgewählte Maschinen vorgeführt. Diesmal stehen alte und moderne Schützenwebstühle im Mittelpunkt der Vorführungen. Außerdem kann der Besucher sehen, wie in früheren Jahrhunderten Flachs versponnen und Leinen gewebt wurde.
    Dr. Christian Schumacher und Holger Hellwig zeigen, wie mechanische Webstühle die Technik revolutionierten und die Handweberei verdrängten.

    Darüber hinaus führt Bekleidungsingenieur Günther Kohtz das Umnähen der Rohware von Handtuchstoffen zu Handtüchern mit den Aufhängern „Gewebt im Museum Schloss Rheydt“ vor.
    Seine Frau Textilingenieurin Beate Kohtz beherrscht seit den 90er Jahren die Gestaltung von Stoffmustern auf den frühen Mac PCs. Sie erläutert wie z.B. Schottenkaros oder karierte Hemdenstoffe in der Frühzeit der Computer gestaltet wurden.

    Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

    Das TextilTechnikum ist außer an offenen Sonntagen montags bis freitags jeweils von11 bis 15 Uhr geöffnet.

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  • Neues aus dem Kulturausschuss – im Monforts-Quartier wurde getagt

    Neues aus dem Kulturausschuss – im Monforts-Quartier wurde getagt

    SAMSUNGDie erste Sitzung des Kulturausschusses in dieser Legislaturperiode eröffnete der Vorsitzende Reinhold Schiffers mit einer Grundsatzrede und stellte fest, dass in Mönchengladbach schon viel erreicht wurde, aber noch einiges im Bereich Kulturarbeit bewegt werden muß.
    Wichtig sei die Identitätsstiftung für die Bürger in dieser Stadt. Dazu bedarf es auch innovativer Ideen, z.B. durch Einbinden von Sponsoren.
    Hier zeigte sich der Ort der Sitzung als ideal, denn man traf sich im „Monforts-Quartier“, welches gerade eingerichtet wird zum Textiltechnikum, mit einer Sammlung historischer und einmalig, noch funktionstüchtiger, Textilmaschinen.
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  • Kulturausschuss besichtigt Textil-Technikum
    Öffentliche Sitzung im Monforts Quartier

    Monforts-Quartier4Im neuen Textil-Technikum, das seine Pforten zum Ende des Jahres im Monforts Quartier an der Schwalmstraße eröffnen wird, findet am Mittwoch, 17. September, um 17 Uhr die öffentliche Sitzung des Kulturausschusses statt.
    Neben einer Besichtigung der Hallen, in denen die Stadt ihre Sammlung historischer Textilmaschinen und Webstühle der Öffentlichkeit präsentieren wird, stehen der Altstadtrundweg und die digitale Aufbereitung der in der Zentralbibliothek an der Blücherstraße untergebrachten Exlibris-Sammlung von Dr. Gernot Blum auf der Tagesordnung.
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