Wer Sitzgelegenheiten in der Stadt sucht, wird schnell fündig. Doch sind sie für jeden geeignet?
Möchte jeder, der dort sitzt, nur eine kurze Erholung zwischen den Einkäufen oder ist es vielleicht mehr? Diesen Fragen gingen die Mitglieder des Kommunikationsausschusses des Mönchengladbacher Seniorenrats nach und fanden schnell die Antworten.
Der Mensch als soziales Wesen hat Sehnsucht nach Gemeinschaft.
Diese Thesen bestätigten sich in verschiedenen Gesprächen mit älteren und alten Menschen, die das Team um den Vorsitzenden des Kommunikationsausschusses Herbert Loock führte.
Die Senioren und Seniorinnen regten beispielsweise an, extra ausgewiesene Sitzgelegenheiten als Kommunikations- oder Plauderbänke im Stadtgebiet aufzustellen.
Ein angebrachtes Schildchen reicht, und alle, denen nach Unterhaltung ist, nehmen Platz.
In vielen deutschen Städten gibt es sie schon. „Mit der mags haben wir bereits Gespräche geführt“, schildert die Vorsitzende des Seniorenrats, Brigitte Brouns. „Der Gedanke wurde positiv aufgenommen.“
Um der Einsamkeit insbesondere von Senioren und Seniorinnen entgegenzuwirken, soll die Idee der „chat benches“ 2018 in England entstanden sein. Isolierte Menschen können auf diesen speziellen Bänken Platz nehmen, um in Gespräche mit Jung und Alt treten zu können. Ist das Eis gebrochen, plaudert man munter los. Und vielleicht kommt es sogar zu einer Verabredung zum zweiten Treffen auf der Plauderbank.
Wie beginne ich ein Gespräch, werden sich einige fragen. Im Internet finden sich nützliche Tipps zur Kommunikation. „Der Mensch für sich allein vermag gar wenig und ist ein verlassener Robinson: Nur in der Gemeinschaft mit den andern ist und vermag er viel“ wusste schon der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer.
Vielleicht finden sich viele Mönchengladbacher und Mönchengladbacherinnen bald in einer schönen Gemeinschaft wieder.
