Schlagwort: Spaltung

  • „Wir dürfen uns mit schlechten Kompromissen nicht begnügen“Gülistan Yüksel zum Wahlergebnis in Bayern

    „Wir dürfen uns mit schlechten Kompromissen nicht begnügen“
    Gülistan Yüksel zum Wahlergebnis in Bayern

    Die Landtagswahl in Bayern führte zu hohen Verlusten für CSU und SPD.
    Die Mönchengladbacher SPD-Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel äußert sich angesichts des schlechten Wahlergebnisses ihrer Partei wie folgt:

    „Das Wahlergebnis in Bayern ist bitter. Das gilt nicht nur für die Bayern-SPD sondern auch für die deutsche Sozialdemokratie im Allgemeinen. Wir müssen verstehen, dass es so nicht weitergehen kann. Unproduktive Streiterei, wie sie die Große Koalition in den letzten Monaten prägten, muss endlich ein Ende haben. Diese überschatten leider die guten Initiativen wie das Gut-Kita-Gesetz oder die Einführung des sozialen Arbeitsmarktes für Langzeitarbeitslose.

    Wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten müssen auf die dringenden Probleme der Menschen eine Antwort geben und diese konsequent und entschieden umsetzen. Viele der aktuellen Probleme betreffen die ureigenen sozialdemokratischen Themen wie Rente, Wohnen, Pflege, gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Familie, Sicherheit und Infrastruktur.

    Unser Anspruch muss es sein, das Leben der Menschen wirklich deutlich zu entlasten. Dafür bedarf es einer sozialen Wende in diesem Land, welche die immer größer werdende Spaltung zwischen Arm und Reich aufhält.

    Wir müssen uns als Alternative zur Union darstellen und aufrichtiger Teil einer linken Fortschrittsbewegung sein. Dazu gehört auch eine konsequentere Haltung in Sachen Klima- und Umweltschutz. Die Kompromisse, die wir auch diesbezüglich mit der Union schließen, genügen unseren Ansprüchen nicht.“

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  • Von allen guten Geistern verlassen

    Von allen guten Geistern verlassen

    Da verschanzt sich ein Fähnlein von sieben  Aufrechten in einer Blase aus selbst verordneter Würde und oberhirtlichem Autismus und schreibt dem Papst einen Brandbrief. Es könne nicht wahr sein, was sie selbst beschlossen hätten. Nachträglich ergötzen sie sich in heiliger Unschuld und mit knitterfreiem Lächeln an der stillen Größe und unberührbaren Schönheit der eigenen Firma. „Wir sind im wahren Christentum.“

    Der Ober-Aufrechte lobt jene Eheleute, die nichts vorwegnähmen und den Schmerz der Spaltung  in ihrer Ehe ertrügen. Dass er und die Seinen nicht aushielten, was sie selbst beschlossen haben, kommentiert der Kardinal nicht.

    Dass der Brief der sieben Bischöfe „offen kommuniziert“, also publik wurde, erzürnte den geistlichen Herrn. Es sollte niemand wissen, dass die Getreuen auf  Fragen der Gegenwart nur Antworten parat haben, die ihnen vor Urzeiten einprogrammiert und seitdem nicht auf ihren Sinngehalt überprüft wurden.

    „Nein“, sagte der Hl. Vater. „Regelt das bitte selbst.“

    Dass er das gesagt hatte, wusste er kurz darauf nicht mehr. Hatte er den  „Nicht-mit-uns-Brüdern“ und „Unter-sich-bleiben-Wollenden“ wirklich „Nein“ gesagt?
    Ein Untersuchungsausschuss muss her. Das wird dauern. Der „Schmerz der Spaltung“ kann nicht so schlimm sein, dass er weh tut.

    Was sagt das Kirchenvolk, sofern es noch ein Volk in der Kirche gibt? Die Mehrheit der verbliebenen „kleinen Herde“ nimmt diese amtliche Kirche vermutlich nicht mehr ernst. Ich auch nicht.

    Vor vierzig Jahren habe ich meinen priesterlichen Beruf, der mir viel bedeutete, aufgegeben. Der damalige Kölner Kardinal Höffner war ein kluger und mutiger Mann. Er öffnete mir alle Türen und sorgte dafür, dass ich mit seiner Unterstützung in einer anderen Funktion in dieser Kirche, die bis heute meine Heimat geblieben ist, tätig sein konnte. Meine Noch-Heimat, schränke ich inzwischen ein.

    Gültig geweihter Priester bin ich nach meiner Laisierung immer noch. Welche Tätigkeiten ich in dieser Funktion ausübe, hänge ich nicht an die große Glocke. Es ist mehr, als manchen „Brüdern“ lieb sein dürfte.

    In der Region Mönchengladbach kenne ich einen Seelsorger, der seinem Bischof und den Menschen sagt, was er von einer Kirche hält, die offenbar von allen guten Geistern verlassen ist.

    „Mit der Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens.“ Diese Erfahrung  hinterließ Friedrich Schiller in der „Jungfrau von Orleans“. Daran halte ich mich. Dennoch werde ich mich denkend, schreibend, redend und handelnd von dieser Kirche auch in Zukunft nicht für dumm verkaufen lassen.

    Solange ich in diesem Forum darüber berichten darf, werde ich das tun.

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