Schlagwort: Sven Lau

  • Mönchengladbacher Salafist Sven Lau verurteilt – Verteidigung legt voraussichtlich Revision ein

    Mönchengladbacher Salafist Sven Lau verurteilt – Verteidigung legt voraussichtlich Revision ein

    Der Fünfte Strafsenat des Düsseldorfer Oberlandesgerichts

    Vier Fälle der Unterstützung einer terroristischen ausländischen Vereinigung sah der Fünfte Strafsenat des Düsseldorfer Oberlandesgerichts (OLG) als erwiesen an. Die Richter verurteilten den Mönchengladbacher Sven Lau gestern im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgericht in Düsseldorf zu einer Gesamtstrafe von fünfeinhalb Jahren Haftstrafe.
    Sven Lau bleibt in Haft. Ein Antrag auf Freilassung wurde wegen Fluchtgefahr abgelehnt. So verbleibt der 36-jährige Salafist, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, in Untersuchungshaft in Aachen.
    Lau und sein Anwalt Mutlu Günal nahmen das Urteil emotionslos zur Kenntnis.
    Der Verteidiger trat unmittelbar nach der dreistündigen Urteilsbegründung durch den Vorsitzenden Richter Frank Schreiber vor die versammelte Presse und meinte: „ Dies ist ein schwarzer Tag für den Rechtsstaat. Das Urteil ist falsch. Schon morgen werde ich Revision einlegen. Wir erwarten, dass der Bundesgerichtshof dieses Urteil kassiert“.
    Für Günal kommt nur ein Freispruch in Frage. „Jeder Bankräuber wäre in einem vergleichbaren Fall freigesprochen worden,“ meinte er nicht alle überzeugend.
    Erwartet wird nun, sollte eine beantragte Revision Erfolg haben, dass der Prozess neu verhandelt wird. Das könnte im Winter 2017 oder Frühjahr 2018 bereits der Fall sein.

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  • Sven Lau bricht sein Schweigen vor dem OLG

    Sven Lau bricht sein Schweigen vor dem OLG

    Dominic Schmitz, ein ehemaliger Mitstreiter und Begleiter des Sven Lau hatte seine Aussage beendet, Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Fragen an Schmitz gestellt. So fragte der Vorsitzende Richter Dr. Schreiber den Angeklagten Sven Lau, ob auch er den Zeugen befragen wolle. Er wollte.
    Schmitz hatte ausgesagt in 2011 habe er den Angeklagten letztmalig getroffen. Dies wollte Lau so nicht stehen lassen und er fragte Schmitz, ob er sich an das Treffen in 2013 in der Mönchengladbacher City erinnere, als sie beide Essbares einkauften. Nach längerer Überlegung erinnerte sich Schmitz daran, meinte jedoch, es sei kein Vereinbartes Treffen sondern ein rein zufälliges „über den Weg laufen“ gewesen und somit für ihn nicht wichtig.
    Auch an eine E-Mail in 2015 von Sven Lau konnte sich Schmitz auf Frage des Angeklagten erinnern. Schmitz beschuldigte Lau erneut, den vermutlich in Syrien weilenden Konrad S. überredet zu haben, dorthin zu gehen.

    Zu Beginn der Sitzung wurde der als Zeuge geladene Dominic Schmitz u.a. nach seinem aktuellen Wohnsitz gefragt. Diesen wollte der Zeuge nicht nennen, da er nach seiner Ansicht von einschlägigen Kreisen bedroht wird.

    Dies bezeichnete Sven Lau´s Verteidigung als künstlich konstruiert, Richter Schreiber hatte jedoch Verständnis für die Haltung des Zeugen und so blieb dieser Punkt unbeantwortet.
    In der weiteren Befragung erläuterte Schmitz seinen Weg zum Islam in 2005, seine beginnende Freundschaft zum Angeklagten, die Gründung der Moschee in MG-Eicken, die gemeinsame Reise nach Mekka und die Beendigung der Freundschaft in 2011.
    Zusammenfassend bleibt der Eindruck, Dominic Schmitz wird kaum die Hoffnungen der Staatsanwaltschaft erfüllen können. Das Belastungspotential war äußerst gering, zuviele Mutmaßungen und „Möglichkeiten“ pflasterten seine Aussage.
    Sein erschienenes Buch über seinen Werdegang kann deshalb nicht als objektiv gewertet werden, da ein Journalist des Magazin Focus als Ghostwriter tötig war und die Erzählungen des Zeugen nach Gutdünken beeinflussen konnte.
    Auch seine Empfindlichkeiten während der Mekkareise, er durfte nicht gemeinsam mit Sven Lau in einem Zimmer übernachten, zeichneten ein eigenes Bild des Zeugen.
    So mag in nächster Zukunft eine weitere Einlassung des Zeugen bessere Fakten an den Tag bringen.

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  • Sven Lau will sich „schweigend verteidigen“ Prozess vor dem OLG-Düsseldorf hat begonnen

    Sven Lau will sich „schweigend verteidigen“
    Prozess vor dem OLG-Düsseldorf hat begonnen

    6-9-2016-sven-lau-olg-Schon nach Verlesung der Anklageschrift durch die Bundesstaatsanwaltschaft war am heutigen Dienstag nach einer halben Stunde Prozessdauer Schluss im hochgesicherten Gerichtstrakt des OLG Düsseldorf.

    6-9-2016-sven-lau-olg-1028Der Vorsitzende Richter des 5. Strafsenats, Dr. Schreiber, hatte sich zuvor an den Angeklagten mit der Frage gewandt, ob er sich zu der verlesenen Anklage äußern wolle. Für den Angeklagten Sven Lau antwortete sein Verteidiger, Rechtsanwalt Günal aus Bonn, dass sich sein Mandant schweigend verteidigen wolle.

     

    Staatsanwaltschaft im Prozess gegen Sven LauDie Staatsanwaltschaft wirft dem im Jahr 1980 in Mönchengladbach geborenen Sven Lau im wesentlichen vor, eine terroristische Vereinigung in vier Fällen unterstützt zu haben.  Unter anderem soll er im Auftrag des Islamischen Staates drei Nachtsichtgeräte erworben und wohl auch geliefert haben.

     

     

    6-9-2016-sven-lau-olg-0952Der stellvertretende Pressesprecher des OLG, Dr. Peter Schütz, erklärte den zahlreich erschienenen Medienvertretern die Anklage in verständlicher Kurzform.

    Die erschienenen Zuschauer und die akkreditierten Medienvertreter waren vor Prozessbeginn durch aufwendige Sicherheitschecks geschleust worden, ehe sie den Gerichtssaal betreten durften.

    Der nächste Verhandlungstag wurde auf den 13. September festgelegt.

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