Schlagwort: Wahlen

  • Bundestagswahl: Briefwahl läuft auf Hochtouren

    Bundestagswahl: Briefwahl läuft auf Hochtouren

    Für die Bundestagswahl am 26. September sind inzwischen die Wahlbenachrichtigungen für die rund 185.000 Wahlberechtigten verschickt und werden bis zum Wochenende zugestellt.

    Wer noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten oder diese verlegt hat, muss sich keine Sorgen machen: Wählen kann man auch ohne die Benachrichtigungskarte unter Vorlage eines Ausweisdokumentes. Und auch der Antrag für die Briefwahl lässt sich ohne Benachrichtigungskarte stellen.

    Nun läuft seit einer Woche das Briefwahlgeschäft. In dieser Zeit wurden bereits rund 30.000 Briefwahlanträge gestellt. Das sind zirka drei Wochen vor der Wahl bereits annähernd so viele, wie bei der Bundestagswahl 2017 (33.800) oder der Kommunalwahl 2020 (35.000) insgesamt.

    Das Wahlamt weist darauf hin, dass die bequemste und schnellste Möglichkeit einen Wahlschein zu beantragen mit wenigen Klicks über die städtische Homepage möglich ist. Die Briefwahlunterlagen werden nicht nur innerhalb von Mönchengladbach versandt. Auch für Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher, die sich im Ausland aufhalten, wurden bereits Briefwahlunterlagen in die Post gegeben. Besonders exotische Zustellungen gingen nach China, Israel, Äthiopien, Madagaskar, Südafrika, Ecuador, Panama, Australien oder in den Libanon.

    Bei der Durchführung der Bundestagswahl unter Pandemiebedingungen gilt es, die Wähler*innen und die Wahlvorstände vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen und die Verbreitung des Virus möglichst zu verhindern. Gleichzeitig muss die ordnungsgemäße und rechtssichere Durchführung der Bundestagswahl auch bei Einhalten von Infektionsschutzmaßnahmen gewährleistet werden. Hierzu hat der Bundeswahlleiter an die Wahlämter entsprechende Handreichungen herausgegeben. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister hat daraufhin auch die Coronaschutzverordnung kurzfristig angepasst. Hierzu das wichtigste in Kürze:

    Nach der Coronaschutzverordnung ist die Bundestagswahl vom allgemeinen Veranstaltungsbegriff ausgenommen, sodass die 3 G-Regelungen auf die Stimmabgabe im Wahlraum nicht anzuwenden sind.

    Wie schon bei der Kommunalwahl 2020 besteht in den Wahlräumen und auf den Zuwegen Maskenpflicht. Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können; das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.

    Im Wahlraum selber wird durch geeignete Maßnahmen die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 m sichergestellt. Das Wahlamt wird die Wahlvorstände entsprechend schulen und notwendige Materialien, wie zum Beispiel Desinfektionsmittel, Abstandsmarkierungen, Spuckschutzwände am Wahlsonntag bereitstellen. Wer trotz der hohen Sicherheitsstandards aus persönlichen Gründen Bedenken hat die Wahllokale aufzusuchen, sollte rechtzeitig von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch machen. Alle Infos zur Bundestagswahl und zur Briefwahl: www.stadt.mg/bundestagswahl

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  • Europapolitik ganz nah: Erlebnisbericht von Katja Vollbach und Markus Köhn des FMG in Giesenkirchen

    Europapolitik ganz nah: Erlebnisbericht von Katja Vollbach und Markus Köhn des FMG in Giesenkirchen

    Einer Europawoche kommt an einer Europaschule eine besondere Bedeutung zu. So freute sich das Franz-Meyers-Gymnasium außerordentlich, mehrere gerade für Mönchengladbach bedeutende Politikerinnen und Politiker an der Schule begrüßen zu dürfen. Die Jahrgangsstufen 7, 9 und Q1 bereiteten hierzu mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Fragestunden, Projekte und Diskussionen vor.

    Den Anfang machten am Freitag (04.05.2018) Gülistan Yüksel (MdB, SPD) und Jochen Klenner (MdL, CDU), die sich als Interviewpartner für die 9. Klassen des Franz-Meyers-Gymnasiums zur Verfügung stellten.

    Während bei Frau Yüksel nach einem EU-Quiz vor allem Fragen zu aktueller Politik beantwortet wurden, stellte Herr Klenner die Frage in den Mittelpunkt, was Politik überhaupt ist und bedeutet.

    Beide machten mit viel Herzlichkeit deutlich, dass Politik nicht einfach nur „dort oben“ oder „weit weg“ stattfindet, sondern direkt vor Ort, mitten unter uns. Mit viel Einsatz warben sie vor allem für mehr politisches und gesellschaftliches Engagement bei der Jugend. Frau Yüksel verwies auf die Bedeutung von Wahlen, gab aber zudem ganz praktische Beispiele, wie auch Jugendliche ihre Interessen in die Politik weitertragen könnten: So gäbe es Jugendorganisationen von jeder Partei, aber Politiker und Politikerinnen seien auch immer Ansprechpartner und freuten sich über Briefe. Herr Klenner machte deutlich, dass sich viele Schülerinnen und Schüler bereits engagierten und ihnen einfach nur nicht bewusst sei, wie politisch ihre Arbeit ist. Denn, so die Quintessenz, wenn Politik die Regeln unseres Zusammenlebens gestaltet, ist dann nicht jegliches Engagement politisch?

    Das Feedback der Schülerinnen und Schüler jedenfalls war durchweg positiv und einige schienen ermutigt, schon bald Stift und Papier in die Hand zu nehmen und die eine oder andere Frage per Brief an die Politiker zu stellen.

    Petra Kammerevert (MdEP, SPD, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung

    Am Montag (07.05.2018) nahmen sich zu diesem Anlass Frau Petra Kammerevert (MdEP, SPD, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung) und Herr Dr. Günter Krings (MdB, CDU) die Zeit, an unsere Schule zu kommen.

    Moderiert vom Leistungskurs Sozialwissenschaften der Q1 stand bei Frau Kammerevert das Thema der Europäischen Identität im Mittelpunkt, beziehungsweise die Frage, wie Menschen für ein Mehr an Europa gewonnen werden können – gerade in Zeiten eines erstarkenden Nationalismus innerhalb Europas.

    Mit viel Gespür für die Interessen und Sprache der Schülerinnen und Schüler brachte Frau Kammerevert ihnen die EU näher, machte sie konkreter und greifbarer.

    Deutlich betonte sie, dass ein Heimatgefühl einerseits und ein Zugehörigkeitsgefühl zur EU andererseits keinesfalls ein Gegensatzpaar bilden, sondern vielmehr eine Symbiose, die zusammen eine Europäische Identität gestalten. Alte Identitäten zu wahren und neue zuzulassen, sich über gemeinsame Geschichte und Kultur zu definieren, ohne Unterschiede gleich zu machen, sei ihre Herangehensweise. Und so sprach sie sich auch gegen Englisch als Amtssprache im Parlament aus.

    Mit einem Herz für die Region („Natürlich war ich gestern bei der Fortuna im Stadion!“) und einer Leidenschaft für die EU („Der Reiz an EU-Politik ist, mit den unterschiedlichen Mentalitäten gemeinsam gute Lösungen für Bürgerinnen und Bürger zu finden!“) transportierte sie diesen Gedanken der Symbiose authentisch und lebendig.

    Auf die Frage, welche der Zukunftsvisionen des Kommissionspräsidenten Juncker sie selbst präferieren würde, antwortete sie mit einem eigenen Modell: Dort verstärkt EU-Politik zu betreiben, wo es notwendig ist, beispielsweise in der Steuer- und Sozialpolitik, die Regelungswut der EU in anderen Bereichen jedoch zurückzunehmen und nationalen und kommunalen Ebenen hier mehr zu vertrauen.

    Was jedoch können nun Schülerinnen und Schüler für ein starkes Europa leisten? Auch hier wusste Frau Kammerevert konkrete Lösungen: Zivilcourage zeigen gegen Rassismus und Populismus, sich in Gesprächen für eine Weiterentwicklung der EU stark machen, sich engagieren in parteilichen und überparteilichen Organisationen und die Angebote der EU, wie zum Beispiel das Erasmus Plus-Projekt, wahrnehmen.

    Nach 60 Minuten in sehr angenehmer Atmosphäre verabschiedete sich Frau Kammerevert und hinterließ Interesse, Neugier, konkrete Handlungsvorschläge und Vorfreude auf den Besuch des EU-Parlaments der Sozialwissenschaftskurse im November.

    Herr Dr. Krings verriet dem Leistungskurs Geschichte der Q1 während einer kurzen Vorstellungsrunde, dass er auch ein paar Semester Geschichte studiert hat und stellte die Nähe von Politik und Geschichte in den Vordergrund.

    Die moderierenden Schülerinnen und Schüler leiteten dann zu den inhaltlichen Schwerpunkten über: Europapolitik und europäische Geschichte. Herr Dr. Krings vermochte es, die Schülerinnen und Schüler in das Gespräch einzubinden und ging stets auf die Lebenssituation und die Interessen seiner Gesprächspartner ein. So wurde beispielsweise über den europäischen Einigungsprozess, die Bedeutung der Weltkriege, sowie über Nationalismus und Antisemitismus debattiert. Auch das Verhältnis zur Türkei und der Themenbereich Migration stellten Diskussionspunkte dar.

    Es fand ein ausgewogener und sachlicher Gedankenaustausch in lockerer Atmosphäre zwischen Schülerinnen und Schülern und ihrem Gastredner statt. Die Schülerinnen und Schüler waren jedenfalls begeistert.

    Am Mittwoch wird noch Herr Frank Boss (MdL. CDU) mit den siebten Klassen an einem Europaprojekt mitwirken, um zu zeigen, dass politische Bildung auch schon bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern beginnen kann.

    Die Gespräche zur Europawoche am FMG waren demnach sehr ertragreich für alle Beteiligten. Wir freuen uns auf eine Wiederholung.

    Katja Vollbach und Markus Köhn

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  • Kampagne „HIER wo ich lebe, will ich wählen!“  Übergabe der gesammelten Unterschriften an die Landtagsabgeordneten

    Kampagne „HIER wo ich lebe, will ich wählen!“
    Übergabe der gesammelten Unterschriften an die Landtagsabgeordneten

    Der Integrationsrat Mönchengladbach hat mittlerweile über 1.000 Unterschriften von Menschen erhalten, die die Kampagne und damit die Einführung des kommunalen Wahlrechts unterstützen.

    Die Mönchengladbacher Landtagsabgeordneten Hans-Willi Körfges und Norbert Post nahmen gestern Abend in der Geschäftsstelle des Integrationsrates im Beisein weiterer Mitglieder des Integrationsrates die Unterschriftlisten aus den Händen des Vorsitzenden Yilmaz Karaca entgegen.

    Die Listen werden an die Verfassungskommission des Landtags NRW übergeben, welche sich im Herbst 2015 erneut mit dem Thema Partizipation befasst.

    Die Kampagne wird vor dem Hintergrund der Beratun-gen der Verfassungskommission des Landtags NRW durchgeführt, die Vorschläge zur Änderung der Nordrhein-Westfälischen Verfassung erarbeitet. Der Landesintegrationsrates NRW sieht in der geplanten Verfassungsreform die einmalige Gelegenheit, das kommunale Wahlrecht für alle Migrantinnen und Mig-ranten zumindest in NRW einzuführen.

    Mit dabei waren auch die Vorstandsmitglieder Mehmet Güneysu, Peter Steier und der Geschäftsführer des Landesintegrationsrates NRW, Engin Sakal.
    Weitere Informationen zur Kampagne erhalten Sie auf wahlrecht-fuer-migranten.de

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  • Hans-Willi Körfges: „CDU für Sperrklausel – Besser spät als nie“

    „Ich freue mich, dass jetzt auch endlich der CDU-Fraktionsvorsitzende erkannt hat, dass in den kommunalen politischen Gremien in unserem Land eine geordnete Arbeit durch die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker vielerorts nicht möglich ist.
    2007 hat die damalige schwarz-gelbe Koalition den Antrag der SPD im Landtag noch vehement abgelehnt, eine moderate Sperrklausel einzuführen. Aber besser spät als nie. (mehr …)

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