Schlagwort: Wahlrecht

  • Landes-CDU möchte Stichwahl abschaffen – zum zweiten Mal

    Landes-CDU möchte Stichwahl abschaffen – zum zweiten Mal

    Die Initiative „Mehr Demokratie“ kritisiert das Vorhaben der CDU, die Stichwahl bei Bürgermeister- und Landratswahlen zum zweiten Mal abzuschaffen. Dem Landesparteitag der Christdemokraten am Samstag in Bielefeld liegt ein entsprechender Antrag vor.

    „Die CDU bemängelt, dass Bürgermeister in Stichwahlen teilweise eine sehr geringe Unterstützung hätten. Kein Problem scheint sie aber damit zu haben, wenn Bürgermeister bei Wegfallen der Stichwahl teilweise nur die Unterstützung von 30 Prozent aller Wähler bekommen“, sagt Landesvorstandsmitglied Nicola Quarz.

    Mehr Demokratie fordert die CDU auf, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und mit einem besseren Wahlsystem nicht nur einen Wahlgang zu sparen, sondern auch ein besseres Wahlrecht zu installieren. „Die Einführung der Zustimmungswahl würde eine Stichwahl ebenfalls überflüssig machen, aber kein neues Demokratie-Problem erzeugen“, erklärt Quarz.

    Bei der Zustimmungswahl haben die Wähler die Möglichkeit, für beliebig viele Kandidaten zu stimmen. Es kann nicht nur ein Kandidat gewählt werden, sondern wählbar sind alle Kandidaten, die akzeptabel erscheinen. Gewählt ist der Kandidat mit den meisten Stimmen.

    „Bei Bürgermeisterwahlen mit nur einer Stimme sind Kandidierende kleiner Parteien strukturell benachteiligt, weil die Wähler ihre Erfolgsaussichten gering einschätzen. Deshalb wählen diese oft andere Amtsbewerber, die ihnen mehrheitsfähig erscheinen, obwohl sie von diesen nicht wirklich überzeugt sind. So werden die Wähler wider ihren Willen motiviert, das ‚kleinere Übel‘ eines mehrheitsfähigen Kompromisskandidaten zu wählen, damit nicht ein noch unbeliebterer Bewerber siegt“, erläutert Quarz einen Nachteil des aktuellen Wahlsystems. Mit der Zustimmungswahl werde die Konsensfindung gefördert. Die Wahrscheinlichkeit von „Schmutzkampagnen“ im Wahlkampf sinke, da die Kandidierenden auch auf die Unterstützung aus anderen politischen Lagern angewiesen seien.

    CDU und FDP hatten die Stichwahlen in NRW bereits einmal im Jahr 2007 abgeschafft. Nach dem Regierungswechsel hatten SPD und Grüne diese 2011 dann wieder eingeführt.

    Mehr Informationen: Bürgermeisterwahl: Mehr als ein Kreuz www.nrw.mehr-demokratie.de/themen/wahlen/was-wir-wollen/buergermeisterwahl

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Alle Menschen mit Behinderung können an der Landtagswahl teilnehmen

    Alle Menschen mit Behinderung können an der Landtagswahl teilnehmen

    Am 14. Mai 2017 findet die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen statt. Erstmals können alle Menschen mit Behinderung, die volljährig sind und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, an der Wahl teilnehmen.

    Dazu erklärt Josef Neumann, Inklusionsbeauftragter der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
    „Wir haben im Inklusionsstärkungsgesetz geregelt, dass auch die Menschen, die unter vollständiger rechtlicher Betreuung stehen, an Landtags- und Kommunalwahlen teilnehmen können. Alle Menschen mit Behinderung können daher in diesem Jahr erstmals von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und bei den Landtagswahlen am 14. Mai wählen gehen.

    Damit werden die politischen Beteiligungsrechte und Teilhabemöglichkeiten der Menschen mit Behinderung gestärkt. Im Inklusionsstärkungsgesetz ist auch festgelegt, dass Informationen zur Wahl in Leichter Sprache zur Verfügung gestellt werden müssen.

    Blinden Menschen und solchen mit Sehbehinderung werden Wahlschablonen zur Verfügung gestellt, damit sie ihr Wahlrecht selbstständig und unabhängig von fremder Hilfe wahrnehmen können.“

    Hinweis:
    Alle Informationen zur Landtagswahl – auch in Leichter Sprache –  können auf der Internetseite des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen abgerufen werden.

    www.mik.nrw.de/landtagswahl-2017/leichte-sprache.html

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Jusos in Mönchengladbach gegen Wiedereinführung der Sperrklausel

    Jusos in Mönchengladbach gegen Wiedereinführung der Sperrklausel

    Über das aktuelle Wahlrecht wird auch in Mönchengladbach viel diskutiert:
    Neben der Tatsache, dass es zurzeit an einem verfassungs-konformen Wahlrecht für die Wahlen zum Deutschen Bundestag mangelt, ist nun auch in die  Diskussion über die Regelungen für kommunale Parlamente Bewegung gekommen.
    Der Vorstand der Mönchengladbacher Jusos hat sich auf ihrer letzten Sitzung gegen eine Wiedereinführung der Sperrklausel auf kommunaler Ebene ausgesprochen. (mehr …)

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Überhangmandate sollen komplett ausgeglichen werden – „Mehr Demokratie“ begrüßt Kompromiss zum Bundeswahlrecht

    Der Verein Mehr Demokratie zeigt sich zufrieden mit dem vorläufigen Kompromiss zwischen Union, FDP, SPD und Grünen zur Neugestaltung des Bundeswahlrechts.
    „Übergangmandate, die den Wählerwillen verzerren und zu unterschiedlicher Gewichtung der Wählerstimmen führen, sollen bei der nächsten Bundestagswahl komplett ausgeglichen werden“, so Michael Efler, Vorstandssprecher von Mehr Demokratie.
    „Dieser Kompromiss ist auch ein Ergebnis unserer erfolgreichen Verfassungsbeschwerde“. (mehr …)

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!