49 Bubbles Koks im Mund: 41-Jähriger nach Festnahme in U-Haft

Koks-Beispielfoto

Die Polizei hat am Dienstag, 3. Januar, gegen 12.20 Uhr an der Lürriper Straße im Stadtteil Hardterbroich-Pesch einen 41-jährigen Mann vorläufig festgenommen, nachdem sie ein gestohlenes Fahrrad und einen Mund voll Bubbles bei ihm gefunden hat. Ein Richter ordnete heute wegen des Verdachts des Drogenhandels Untersuchungshaft gegen ihn an.

Polizisten fiel der 41-jährige Fahrradfahrer auf, weil er sich merkwürdig verhielt, als er ihren Streifenwagen erblickte: Er ließ sein Handy fallen, hob es schnell wieder auf und fuhr dann zügig auf den Parkplatz eines Supermarktes.

Das hochwertige Mountainbike stellte er vor dem Eingang des Geschäfts ab und ging hinein, ohne es abzuschließen. Während der Mann sich im Supermarkt befand, nahmen die Polizisten das Fahrrad genauer in Augenschein. Dabei überprüften sie die Individualnummer und stellten fest, dass es gestohlen gemeldet worden war.

Die Beamten gingen in den Supermarkt und warteten im Eingangsbereich auf den 41-Jährigen. Als er ihnen schließlich entgegenkam, sprachen sie ihn an. Der 41-Jährige redete undeutlich und hatte erkennbar etwas in den Wangentaschen seines Mundes, das ihn beim Sprechen behinderte. Als die Polizisten ihn aufforderten, den Mund zu öffnen und auszuspucken, was er darin versteckte, machte er Anstalten, es herunterzuschlucken und versuchte, vor den Beamten wegzurennen. Die Polizisten hinderten ihn an der Flucht und schließlich spuckte der Verdächtige 49 mutmaßlich mit Kokain gefüllte Bubbles aus.

Bei der Durchsuchung seiner Taschen fand die Polizei zudem eine hohe dreistellige Summe Bargeld in kleinen Scheinen sowie ein Bündel leerer Druckverschlusstütchen und Pillen, bei denen es sich ebenfalls um Betäubungsmittel handelt. Die Drogen, das Geld und das gestohlene Fahrrad stellten die Beamten sicher und nahmen den 41-Jährigen wegen des Verdachts, mit Drogen zu handeln vorläufig fest. Ermittler der Kriminalpolizei führten den 41-Jährigen am Folgetag einem Haftrichter vor, der ihn gemäß dem Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft schickte. (jn)