Autor: Gastbeitrag

  • AIB prüft Berufung nach Urteil zum Bewohnerparken an der Brucknerallee

    AIB prüft Berufung nach Urteil zum Bewohnerparken an der Brucknerallee

    Die AnwohnerInneninitiative Brucknerallee (AIB) nimmt das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf zum Bewohnerparken an der Brucknerallee mit Enttäuschung zur Kenntnis.

    Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Klage auf ermessensfehlerfreie Entscheidung über die Einrichtung einer Bewohnerparkregelung abgewiesen. Nach Auffassung des Gerichts hat die Stadt Mönchengladbach im Jahr 2023 ihren Ermessensspielraum rechtmäßig ausgeübt.

    Die AIB hält diese Bewertung in wesentlichen Punkten für problematisch.

    Das Gericht erkennt ausdrücklich an, dass im Bereich der Brucknerallee ein erheblicher Parkdruck besteht. Dennoch sieht es keine Verpflichtung der Stadt Mönchengladbach, die Situation durch Einführung des Bewohnerparkens neu zu bewerten oder geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

    Besonders kritisch sieht die AIB, dass die eindeutige Haltung der unmittelbar betroffenen AnwohnerInnen nicht angemessen berücksichtigt wurde: Bei der Befragung der BewohnerInnen der Brucknerallee im Abschnitt zwischen Breite Straße und Nordstraße stimmten im Jahr 2022 67,2 Prozent für die Einführung des Bewohnerparkens.

    Aus Sicht der AIB wirft das Urteil insbesondere in drei Punkten erhebliche Fragen auf:

    Erstens:
    Die Entscheidung stützt sich wesentlich auf eine Quartiersbetrachtung, durch die die besondere Situation der Brucknerallee als Fahrradstraße ignoriert wird. Die konkrete Belastung der unmittelbar betroffenen Straße tritt dadurch in den Hintergrund.

    Zweitens:
    Das klare Votum der betroffenen AnwohnerInnen der Brucknerallee wurde nicht angemessen gewürdigt. Eine Zustimmung von 67,2 Prozent auf der Brucknerallee zwischen Breite Straße und Nordstraße spricht für einen deutlichen Handlungsauftrag an die Stadtverwaltung Mönchengladbach.

    Drittens:
    Das Gericht misst bestehenden Verkehrsregelungen wie „Anlieger frei“ eine Schutzwirkung bei, die nach Auffassung vieler AnwohnerInnen in der Praxis nicht wirksam ist. Die tatsächliche Kontroll- und Parksituation auf der Brucknerallee zeigt ein anderes Bild.

    „Das Urteil beantwortet zentrale Fragen aus unserer Sicht nicht überzeugend. Insbesondere bleibt unklar, warum der nachweislich hohe Parkdruck und das klare Votum der direkt betroffenen AnwohnerInnen nicht zu einem Umdenken führen“, erklärt Dr. Ulrich Pongs für die AIB.

    Die AIB wird das Urteil nun sorgfältig auswerten und die Erfolgsaussichten weiterer rechtlicher Schritte prüfen. Dabei kommt insbesondere ein Antrag auf Zulassung der Berufung zum Oberverwaltungsgericht Münster in Betracht.

    Unabhängig vom weiteren juristischen Vorgehen bleibt das Ziel der Initiative unverändert: eine wirksame, gerechte und praktikable Lösung für die seit Jahren angespannte Parksituation an der Brucknerallee: Jetzt! Respekt für die Zweidrittelmehrheit der befragten Anwohnerinnen und Anwohner!

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  • Die Odenkirchener Elegien in der Buchhandlung Degenhardt

    Die Odenkirchener Elegien in der Buchhandlung Degenhardt

    Die Odenkirchener Elegien sind ab sofort auch in der Buchhandlung Degenhardt erhältlich.

    Mit der Aufnahme des schönen Buches in das Sortiment der traditionsreichen Buchhandlung erreicht das Gemeinschaftswerk des Lyrikers Reinhard Bitter und des Malers Gregor Strunk einen der schönsten Orte des kulturellen Lebens in der Vitusstadt.

    Für regionale Autoren gilt die Präsenz in der Buchhandlung Degenhardt seit vielen Jahren als besondere Auszeichnung. Das inhabergeführte Traditionshaus gehört zu den bekanntesten literarischen Adressen Mönchengladbachs und genießt weit über die Stadtgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Generationen von Lesern schätzen die persönliche Beratung, die Auswahl des Sortiments und das Engagement für Literatur und Kultur. Umso mehr freuen sich die Urheber der Odenkirchener Elegien, dass ihr Werk nun auch dort seinen Platz gefunden hat.

    Die Entstehungsgeschichte der Odenkirchener Elegien ist eng mit der jahrzehntelangen Freundschaft ihrer Schöpfer verbunden. Reinhard Bitter und Gregor Strunk lernten sich bereits als Schüler in Odenkirchen kennen. Über ein halbes Jahrhundert hinweg entwickelte sich daraus eine enge persönliche und künstlerische Verbundenheit, die schließlich in dem gemeinsamen Buchprojekt mündete.

    Der Band vereint 18 Gedichte von Reinhard Bitter mit 18 Zeichnungen Gregor Strunks. Der Ausgangspunkt waren Bleistiftzeichnungen, die Strunk zur Verarbeitung des Todes seines Freundes Sebastian Benthin geschaffen hatte. Die Bilder berührten Bitter so nachhaltig, dass er ihnen Gedichte zuordnete. Anschließend arbeiteten beide Künstler gemeinsam an der endgültigen Zusammenstellung der Bild- und Textpaare. Das Ergebnis ist ein Werk, in dem sich Literatur und bildende Kunst auf eindrucksvolle Weise ergänzen.

    Reinhard Bitter, geboren 1967 in Köln, wuchs in Odenkirchen auf und ist bis heute eng mit seiner Heimat verbunden. Nach einer Ausbildung zum Verlagskaufmann in Düsseldorf studierte er Germanistik und Geschichte in Köln sowie in San Francisco. Heute ist er als Lehrer – nach Stationen in Heidelberg und Porto – am Hugo-Junkers-Gymnasium tätig. Bereits seit vielen Jahren veröffentlicht er Gedichte, Essays und heimatkundliche Beiträge. Seine Arbeiten erschienen in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften.

    Gregor Strunk stammt aus einem außergewöhnlich kreativen Umfeld. Als Sohn des Künstlerpaares Marianne Hilgers und Wilhelm Josef Strunk wuchs er in einer Welt der Malerei, Bildhauerei und Glaskunst auf. In der Galerie seiner Eltern begegnete er schon früh zahlreichen herausragenden Künstlern. Später studierte er selbst Kunst in Paderborn und entwickelte einen unverwechselbaren Stil als Maler und Zeichner. Seine Arbeiten zeichnen sich durch große Ausdruckskraft und emotionale Tiefe aus – Qualitäten, die den Odenkirchener Elegien eine besondere visuelle Dimension verleihen.

    Die Odenkirchener Elegien verbinden persönliche Erfahrungen, Erinnerungen, historische Bezüge und existenzielle Themen mit eindrucksvollen Zeichnungen. Das Werk wurde von Reinhard Bitter inzwischen auch bei einigen Lesungen vorgestellt und fand dort positive Resonanz, so zum Beispiel bei einer Veranstaltung mit 70 Schülern am Albertus-Magnus-Gymnasium in Viersen.

    Mit der Aufnahme in das Sortiment der Buchhandlung Degenhardt erhält das Buch nun eine weitere prominente Bühne in Mönchengladbach. Für Leser, die sich für regionale Kultur, Geschichte und zeitgenössische Lyrik interessieren, bietet sich damit eine Möglichkeit, das außergewöhnliche Gemeinschaftswerk zweier leidenschaftlicher Mönchengladbacher Künstler kennenzulernen.

    Odenkirchener Elegien
    Gedichte von Reinhard Bitter
    Zeichnungen von Gregor Strunk
    Preis: 15 Euro

    Buchhandlung Degenhardt
    Friedrichstraße 14
    41061 Mönchengladbach
    Mail: info@buchhandlung-degenhardt.de
    Telefon: 02161-16132

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  • Morgen, 20.6 von 14-17 Uhr: „Treffpunkt Offline“ Adenauerplatz

    Morgen, 20.6 von 14-17 Uhr: „Treffpunkt Offline“ Adenauerplatz

    Liebe Mitglieder und Freund:innen der Bürgerinitiative Adenauerplatz,

    morgen ist es soweit: Im Rahmen des bundesweiten Tags der Offenen Gesellschaft treffen wir uns von 14 bis 17 Uhr auf dem Adenauerplatz.

    Dabei geht es uns um etwas, das in unserer zunehmend digitalen Welt immer wertvoller wird: ein persönliches Treffen im echten Leben. Ohne Bildschirm, ohne Chatgruppe, ohne Videokonferenz – einfach miteinander ins Gespräch kommen, Ideen austauschen, zuhören, diskutieren und gemeinsam Zeit verbringen.

    Der Wetterbericht verspricht sommerliche Temperaturen. Zum Glück spenden die großen Bäume im Park reichlich Schatten und schaffen einen angenehmen Ort für Begegnungen. Deshalb unser Tipp: Sonnencreme nicht vergessen, ausreichend trinken und gerne spontan vorbeikommen. Auch Picknicken ist im Park willkommen!

    Und falls das Wetter doch eine Überraschung bereithält und Regen aufzieht, haben wir einen Plan B: Dann ziehen wir gemeinsam ins Café Clara in der Stadtbibliothek um und setzen unsere Gespräche dort fort.

    Bringt gerne Familie, Freund:innen, Nachbar:innen oder einfach eure Neugier mit. Jeder ist willkommen.

    Wir freuen uns auf viele gute Gespräche und einen entspannten Nachmittag mit euch.

    Herzliche Grüße

    Bürgerinitiative Adenauerplatz
    Treffpunkt Offline
    Samstag, 20. Juni | 14–17 Uhr
    Adenauerplatz, Mönchengladbach

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  • Heute ist der Tag des Lokaljournalismus.

    Heute ist der Tag des Lokaljournalismus.

    Wir nehmen den 5. Mai zum Anlass, Ihnen einmal „Danke!“ zu sagen.


    Danke …
    ▪ für die Orientierung, die Sie den Menschen in ihrem direkten
    Lebensumfeld geben – in Mönchengladbach und der Region. Dass Sie dafür sorgen, dass wichtige Informationen an die Öffentlichkeit kommen.
    Dass Sie die Menschen mit Nachrichten versorgen – und für sie die
    Informationen einordnen.
    ▪ fürs Hingucken. Dafür, dass Sie allen, die Entscheidungen treffen, die in öffentlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen … Bereichen Verantwortung tragen, auf die Finger gucken. Für Ihre wichtige demokratische Funktion.
    ▪ für das Nah-dran-Sein. Für die Identität, die Sie stiften. Für das Gefühl, dass Mönchengladbach Mönchengladbach ist. Für die Nähe, die Sie zu den Menschen haben. Für die Verbundenheit, die Sie den Menschen geben.
    ▪ für Ihre Geschwindigkeit und Sorgfalt. Dafür, dass Gerüchte, Halbwahrheiten, Verleumdungen, Hetze und vor allem auch Fake-News dank Ihnen keine Chance haben.
    Im Namen der ganzen IG BAU Düsseldorf sage ich Ihnen zum Tag des Lokaljournalismus: Danke für Ihre Arbeit!

    Mit kollegialen Grüßen
    Tino Brüning
    Vorsitzender des Bezirksverbandes Düsseldorf
    der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt | IG BAU

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  • Sensibilität gefragt

    Sensibilität gefragt

    Besuch der Baumesse war interessant und lohnend wie immer.

    Alle Aussteller informierten sehr freundlich, ausführlich und kompetent.

    Soweit so gut. Abseits der Neuheiten, draußen eine saubere Toilettenstelle. Dort allerdings fällt sehr leicht ins Auge: Das Symbol für „Damen“, zeigt in der Form eines Schattenrisses eine unbekleidete Frau.

    Wenn man sich das Symbol „Männer“ anschaut, muß man keinen besonders scharfen Blick haben um zu erkennen, dass die Silhouette Beinkleider und ein Oberteil zeigt.

    Muß das so sein? Wann sind wir sensibel und kritisch genug, soetwas strikt abzulehnen? Mir geht es nicht um besondere persönliche Befindlichkeiten, sondern um das no go von selbstverständlicher Nacktheit und damit Respektlosigkeit und würdeloser Darstellung von Frauen.

    Der Organisator ist in Verantwortung.

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  • Einladung zum kostenlosen Marktfrühstück im Parteibüro

    Einladung zum kostenlosen Marktfrühstück im Parteibüro

    Der Kreisverband die Linke Mönchengladbach lädt am 28.03.2026 um 11:00 Uhr zu einem kostenlosen Marktfrühstück ein.
    Der Kreisverband bietet den Bürger*innen in Mönchengladbach die
    Möglichkeit, jeden letzten Samstag des Monats kostenlos zu frühstücken und mit uns ins Gespräch zu kommen. In entspannter Atmosphäre können Sie ihre Anliegen, Sorgen und Wünsche ansprechen.
    Dieses Mal wird es Inputs zum Thema NOlympia aus dem Kreisvorstand und aus unserer Linksjugend geben.
    Wir freuen uns auf Sie!

    Ort: Kreisverband Mönchengladbach, Hauptstraße 2c in Rheydt

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  • Straßenbau vor dem Volksverein

    Straßenbau vor dem Volksverein

    Eingeschränkte Verkehrsführung auf der Geistenbecker Straße – Zufahrt zum Volksverein bleibt gewährleistet

    Mönchengladbach, 23. März 2026 – Aufgrund von Bauarbeiten kommt es in den kommenden Monaten zu teilweisen Sperrungen der Geistenbecker Straße. Trotz der Einschränkungen bleibt die Erreichbarkeit unserer Einrichtungen weiterhin sichergestellt.

    Zufahrt zum Kleidershop
    Der Kleidershop an der Geistenbecker Straße 118 ist jederzeit erreichbar. Besucherinnen und Besucher gelangen über einen kurzen Umweg – von der Steinsstraße bis zur Eisenbahnunterführung und von dort in die Geistenbecker Straße – problemlos zu den Räumlichkeiten. Vor Ort stehen weiterhin Kundenparkplätze zur Verfügung.

    Spendenannahme Möbel
    Auch die Spendenannahme für Möbel mit Zufahrt über die Straße Luisental bleibt dauerhaft geöffnet und ohne Einschränkungen zugänglich.

    Parkplatzsituation vor der Möbelhalle
    Die Parkplätze direkt vor der Möbelhalle sowie der Spendenannahme für Bekleidung, Hausrat und Bücher sind während der Baumaßnahmen gesperrt. Die Zufahrt zu den Einrichtungen ist jedoch überwiegend möglich – entweder über die Straße Luisental oder alternativ über die Steinsstraße und die Eisenbahnunterführung.

    Wir bitten alle Kundinnen, Kunden und Spenderinnen sowie Spender um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen und danken für ihre Unterstützung.

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  • Die EWMG präsentiert auf der diesjährigen Baumesse in Mönchengladbach aktuelle Projekte und zukünftige Wohnbauflächen.

    Die EWMG präsentiert auf der diesjährigen Baumesse in Mönchengladbach aktuelle Projekte und zukünftige Wohnbauflächen.

    Beitrag der EWMG Mönchengladbach

    Die Baumesse ist der Dreh- und Angelpunkt für den Wohnungsbau. Vom 27. bis 29. März 2026 stehen auf der Baumesse im Nordpark Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Bauen, Wohnen, Renovieren und Modernisieren im Fokus.

    Am EWMG-Stand 1.040 in Halle 1 beraten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Entwicklungsgesellschaft zu Grundstücken, Bauvorhaben und Vergabeverfahren. Die Baumesse bietet auch dieses Jahr die Gelegenheit für einen intensiven Austausch zwischen potenziellen Bauherren und den Experten für Quartiersentwicklung.
    Ein besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher direkt am Eröffnungstag: Um 15 Uhr kommt der ehemalige Hockey-Nationalspieler Mats Grambusch zu einer Autogrammstunde an den EWMG-Stand. Vor Ort wirbt er für die Olympiabewerbung der Region Köln-Rhein-Ruhr, bei der Mönchengladbach als Austragungsort der Hockeywettbewerbe ins Rennen geht. Da passt es gut, dass der Bau für das neue Nationale Hockey-Trainingszentrum (NHTZ) Fahrt aufnimmt.

    Die EWMG baut den HockeyPark zu einem europaweit einzigartigen Hockeycluster mit Sportschule und ganzjährig bespielbarer Kaltlufthalle aus und unterstreicht damit die sportliche und strukturelle Bedeutung des Standorts.

    Wohnstandort MG: Jedes Projekt zählt
    Mönchengladbach braucht Wohnraum und damit private Bauherren und Investoren, die ihn schaffen. „Es wird nach wie vor dringend Wohnraum benötigt. Dabei ist die Situation am Immobilienmarkt immer noch schwierig“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWMG. „Viele große innerstädtische Quartiersentwicklungen verzögern sich. Umso wichtiger sind die Bauprojekte in den Stadtteilen, um hier Abhilfe zu schaffen.“

    Aktuell hat die EWMG 14 Grundstücke im neuen Baugebiet REME Los 1 zwischen Neusser Straße, Compesmühlenweg, Fleenerweg und Lohstraße im Angebot.
    Vermarktet wird nach drei verschiedenen Vergabemodi, um allen Bürgergruppen größtmögliche Chancengleichheit zu bieten. Bis auf das Höchstgebot basieren alle anderen Verfahren auf einem verlässlichen Festpreis, die Vergabe erfolgt dann per Los oder nach Sozialpunkten. „Wir setzen alles daran, dass Wohneigentum erschwinglich bleibt“, sagt Stefan Anspach, Geschäftsführer der EWMG. „Mönchengladbach steht vor der spannenden Aufgabe, ausreichend und gleichzeitig zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen. Als EWMG nehmen wir diese Herausforderung aktiv an, indem wir sowohl die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger als auch die Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung der Stadt im Blick behalten.“

    Grundstücke und Wohnbauprojekte
    Neben dem Baugebiet auf dem REME-Areal werden mittelfristig Grundstücke an der Voigtshofer Allee in Mönchengladbach-Wickrath, an der Frankenstraße in Bonnenbroich und am Gartenkamp in Hardt an den Markt gehen. Das Neubaugebiet Flipsenpesch in Venn ist fast vollvermarktet. Auf wenige Einzelgrundstücke für freistehende Einfamilienhäuser kann man sich aktuell noch bewerben. Die Vergabe der Grundstücke
    für Mehrfamilienhausbebauungen und Reihenhäuser steht noch aus. Zusammen entstehen so in den kommenden Jahren rund 200 weitere Wohneinheiten im Stadtgebiet. „Unser zentrales Anliegen ist es, Mönchengladbach als zukunftsfähige Stadt weiterzuentwickeln, in der alle Generationen ein Zuhause finden.

    Die Baumesse bietet eine ideale Plattform, um Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute über die geplanten Projekte zu informieren, den Dialog über eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern und Möglichkeiten der konkreten Umsetzung zu präsentieren“, sagt die
    Technische Beigeordnete und EWMG-Geschäftsführerin Claudia Schwan-Schmitz.
    Mit den Maria Hilf Terrassen ist bereits 2025 die Vermarktung des derzeit größten Wohnbauprojekts an Investoren gestartet. Die Auswahl für die Vergabe der ersten Grundstücke im Norden des Areals für Mehrfamilienhausbebauung und einen Riegel aus sieben Stadthäusern läuft aktuell. Insgesamt entstehen in dem neuen überwiegend autofreien innerstädtischen Quartier rund 350 neue Wohneinheiten für jeden Bedarf: Appartements, Stadthäuser, Miet- und Eigentumswohnungen sowie geförderter Wohnraum und Flächen für Baugruppen.

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  • Frauentag am 8. März: Verfassungsauftrag Gleichstellung

    Frauentag am 8. März: Verfassungsauftrag Gleichstellung

    Autorin: Christina Liebeck; Online-Redakteurin vdk.de

    Der Internationale Frauentag diesen Sonntag erinnert uns daran: Gleichstellung ist kein freundliches Extra, sondern ein klarer Verfassungsauftrag.

    Und doch zeigt der Blick auf aktuelle Zahlen, wie viel noch zu tun bleibt. Wenn Armut wächst, besonders bei Alleinerziehenden, wenn Vertrauen in eine sichere Pflege schwindet und soziale Sicherung infrage steht, dann braucht es eine starke Stimme für Gerechtigkeit.

    Der VdK erhebt diese Stimme – klar, solidarisch und mit wachsender Kraft. Über 2,38 Millionen Mitglieder stehen inzwischen für sozialen Zusammenhalt ein. Gemeinsam setzen wir uns für faire Chancen, verlässliche Absicherung und Respekt gegenüber allen Menschen ein. Wir zeigen Missstände auf, geben praktische Hilfe und fordern politische Verantwortung ein.

    Lassen Sie uns den Anspruch auf Gleichstellung und soziale Sicherheit mit Leben füllen. Zusammen können wir viel bewegen!

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  • Anti-Jüdische Kunst in Kirchen – Ecclesia und Synagoga

    Anti-Jüdische Kunst in Kirchen – Ecclesia und Synagoga

    Aufgewachsen in Rheindahlen, war Wolfgang Bußler jüdisches Leben bekannt durch den jüdischen Friedhof und durch Erzählungen über jüdische Nachbarn. Sein Interesse an der Geschichte des Judentums in seiner Heimat wuchs während seiner Zeit als Seelsorger in Blankenheim-Nettersheim u. A. durch das Buch „Judaica – Juden in der Voreifel“ von H. Dieter Arentz und später „Juden in Mönchengladbach“ von Günter Erckens.

    Der romanische Tragaltar der Münsterkirche St. Vitus führte Bußler zur Beschäftigung mit dem Motiv „Ecclesia und Synagoga“ – den Personifikationen von Kirche und Judentum. Daraus entstand das Buch „Ecclesia und Synagoga und der Mönchengladbacher Tragaltar“. In seinem Buch betrachtet der Verfasser dieses Motiv durch die Zeiten der Kunstgeschichte bis in die Gegenwart. Die Diskriminierung des Judentums in unserem Land lässt sich an Hand von Kunstwerken darstellen, seit 1000 Jahren bis in die Gegenwart.

    2025 war das Jubiläumsjahr 60 Jahre „Nostra Aetate“ – Erklärung der katholischen Kirche zum Judentum auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil und es wurde die Stellungnahme „…und jetzt?“ – Leitlinien zum Umgang mit antijü-dischen Bildwerken in und an Kirchenräumen der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer in NRW veröffentlicht.

    Aus diesem Anlass laden wir sehr herzlich zu einem Abend mit Bildern und Texten aus den genannten Büchern und Musik ein.

    Eintritt frei – Kollekte am Ausgang für die Kirchenmusik von St. Helena.

    Freitag, 27.März 2026, 19.00 Uhr

    St.- Helena – Kirche,

    Mönchengladbach – Rheindahlen


    Anti-Jüdische Kunst in Kirchen – Ecclesia und Synagoga

    Wolfgang Bußler, Pfarrer i.R. Mönchengladbach

    Musikalische Gestaltung an der Seifert-Orgel: 

    Reinhold Richter (ehem. Kantor an St. Helena)
    Text-Rezitationen:  Andrea Richter

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  • Kommt nach ‘Roermond spielt mit Licht!‘

    Kommt nach ‘Roermond spielt mit Licht!‘

    Am Wochenende vom 12. bis 14. Dezember findet die allererste Ausgabe von “Roermond spielt mit Licht“ statt – ein Event, bei dem Licht, Rauch und Farben in einer festlich-weihnachtlichen Atmosphäre eine große Rolle spielen.

    Die interaktiven Installationen des Nebulist auf dem Markt in Roermond erzeugen XXL-Seifenblasen voller Rauch, Licht und Laser – ein magisches Erlebnis für Besucher jeden Alters. Fange die glitzernden Blasen aus der Luft und genieße dabei köstliche Snacks und Getränke an den weihnachtlichen Foodtrucks und in der lokalen Gastronomie.

    In diesem Jahr arbeitet Roermond außerdem mit der Stichting De Beiaard zusammen. Am Freitag, den 12. Dezember spielt der Glockenspieler im Glockenturm zwischen 18:00 und 20:30 Uhr alle halbe Stunde kurze, bezaubernde Minikonzerte. Darüber hinaus werden Besucher mit abwechslungsreicher Winterunterhaltung überrascht: verspielte Winterelfen und der futuristische Mirror Man am Samstag, den 13. Dezember sowie kreative Kinderaktivitäten wie Schminken durch die Sôkkertantes und Ballonfiguren von Tallie Twist am Sonntag, den 14. Dezember.

    Winter Fever Arena auf dem Munsterplein
    Die Winter Fever Arena ist zurück! Der charmante Munsterplein verwandelt sich erneut in ein stimmungsvolles Winterparadies. Im großen Indoorpavillon mit gemütlicher Gastronomie kann fast täglich Rollschuh gelaufen werden. Außerdem stehen zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Aktivitäten für Jung und Alt auf dem Programm, darunter ein Besuch des Weihnachtsmanns, ein Auftritt der Big Band Boesten, eine Silent Disco, Trekzak Zondig sowie eine festliche Après-Ski-Party und in der gemütlichen Sky Lounge mit Blick auf die Munsterkerk kann man ein leckeres warmes Getränk und einen Snack genießen.

    Stimmungsvolles Shopping vor und während der Feiertage
    Die dunklen Tage sind angebrochen und die Roermonder Innenstadt strahlt mit ihrer einzigartigen weihnachtlichen Beleuchtung Wärme und Gemütlichkeit aus . Bis Anfang Januar erlebt man ROERMONDVOL Licht: stimmungsvoll beleuchtete Straßen und Plätze, beheizte Terrassen mit kuscheligen Decken und festlichen Schaufenstern voller winterlicher Kollektionen. Die historische Innenstadt ist zudem der perfekte Ort, um ein einzigartiges Geschenk für Familie, Freunde oder sich selbst zu finden. Lokale Unternehmer heißen alle Besucher herzlich willkommen – mit fachkundiger Beratung, besonderen Produkten und köstlichen lokalen Leckereien.
    Mit über 100 Fachgeschäften und Boutiquen in fußläufiger Entfernung gibt es immer etwas Neues zu entdecken – von Mode und Lifestyle über Delikatessen bis hin zu Interior.

    Das vollständige Programm von ROERMONDVOL Licht auf der Website zu finden unter: https://tinyurl.com/ROERMONDVOL-Licht-2025

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  • „Velutina Netzwerk Niederrhein“ will Asiatische Hornisse bekämpfen

    „Velutina Netzwerk Niederrhein“ will Asiatische Hornisse bekämpfen

    Autor des Artikels: Johannes Erbrath

    Engagierte Bürgerinnen und Bürger gründen Initiative zum Schutz heimischer Wespen und Bienen – Kritik an politischer Untätigkeit.

    Am Niederrhein hat sich ein neues Bündnis gegründet, das sich einer wachsenden ökologischen Bedrohung stellt: das „Velutina Netzwerk Niederrhein“. Ziel der Initiative ist die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) und der Schutz heimischer Wespen- und Bienenarten, die zunehmend unter Druck geraten.

    Die Asiatische Hornisse, ursprünglich aus Südostasien stammend, breitet sich seit einigen Jahren auch in Nordrhein-Westfalen aus. Fachleute warnen, dass sie eine ernsthafte Gefahr für Honigbienen und andere Bestäuber darstellen kann. Imker berichten bereits von Angriffen auf ihre Völker.
    „Wir sehen die Entwicklung mit großer Sorge“, sagt ein Sprecher des neu gegründeten Netzwerks. „In Frankreich hat man zu lange weggeschaut – jetzt ist das Problem kaum noch in den Griff zu bekommen. Diese Fehler dürfen wir hier nicht wiederholen.“

    Warnung aus Frankreich
    In Frankreich wurde Vespa velutina erstmals 2004 festgestellt. Heute gilt sie dort als invasive Art, die sich nahezu unkontrolliert verbreitet. Die Tiere jagen gezielt Honigbienen, stören die Bestäubung heimischer Pflanzen und beeinflussen das ökologische Gleichgewicht.
    Die Mitglieder des Velutina Netzwerks Niederrhein befürchten ähnliche Entwicklungen in Deutschland, wenn nicht bald entschieden gehandelt wird.

    Kritik an der Politik
    Deutliche Kritik äußert das Netzwerk an der fehlenden politischen Unterstützung. „Während engagierte Bürgerinnen, Imker und Ehrenamtliche mit eigenen Mitteln versuchen, Nester zu finden und zu entfernen, fehlt es auf Seiten der Politik an Verantwortung und klaren Zuständigkeiten“, heißt es in einer Stellungnahme.
    Die Asiatische Hornisse sei nicht nur ein Problem der Imkerei, sondern eine ernsthafte Bedrohung für die heimische Artenvielfalt. Deshalb fordert das Netzwerk eine bessere Koordination zwischen Behörden, Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen, sowie finanzielle Unterstützung für die Bekämpfung und Dokumentation von Nestern.

    Aufklärung und Zusammenarbeit
    Das Velutina Netzwerk Niederrhein will künftig Schulungen, Informationsveranstaltungen und Aufklärungsarbeit anbieten. Außerdem soll ein Meldesystem für Sichtungen und Nester aufgebaut werden, um ein schnelles und sicheres Vorgehen zu ermöglichen.
    „Jeder kann mithelfen – durch Aufmerksamkeit, richtige Meldung und Unterstützung vor Ort“, so der Aufruf der Initiatoren.

    Ein Appell an Verantwortung
    Mit der Gründung des Netzwerks senden die Beteiligten ein deutliches Signal: Der Schutz der Natur dürfe nicht allein auf Ehrenamtliche abgewälzt werden. Die Bekämpfung invasiver Arten wie der Asiatischen Hornisse sei eine gemeinsame Aufgabe von Gesellschaft und Politik.
    „Wir müssen handeln, bevor sich die Vespa velutina hier genauso festsetzt wie in Frankreich“, heißt es abschließend.

    Hier geht es zur Vereinsseite: https://velutina-netzwerk-niederrhein.de

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  • UNBEUGSAM UND ENTSCHLOSSEN!

    UNBEUGSAM UND ENTSCHLOSSEN!

    Die Queerfeindlichkeit in der Gesellschaft wächst weiterhin in beängstigender Geschwindigkeit.

    Demokratiefeindinnen arbeiten mit Hochdruck an der Rückabwicklung mühsam erkämpfter Rechte queerer Menschen und anderer vulnerabler Gruppen. Anlässlich des CSDEmpfangs des Queeren Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW weisen die beiden Landesverbände auf Missstände hin und stellen nachdrückliche Forderungen an die Politik. Arne Kayser, Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW, forderte dazu auf, die polarisierenden Parolen rechtskonservativer Kräfte wahrzunehmen und ihnen entschieden entgegenzutreten. „Heute sehen und spüren wir das Resultat ihrer Diversitäts-Vernichtungskampagne: eine nie dagewesene Enthemmung im Netz, eine Aggressivität des Schreibens und Sprechens miteinander bis hin zu physischen Angriffen.“
    Auch global seien Rechtsruck und wachsende Spannungen unübersehbar: „Ob hier in Deutschland, in Europa oder weltweit: Kein Tag vergeht ohne Schlagzeilen über Attacken auf offene, vielfältige Gesellschaften, Demokratien, gewaltsame Zerschlagung von friedlichem Protest oder die Verletzung von Menschenrechten.“ Auch in NRW erleben queere Menschen nach wie vor Gewalt und Übergriffe, wie die vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration veröffentlichte Studie „Queer durch NRW“ zeigt. Dreiviertel der befragten trans, inter* und nichtbinären Menschen machten Diskriminierungserfahrungen. Aus den Ergebnissen der Studie ließen sich konkrete Handlungsbedarfe ableiten. Laura Becker, Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW, fordert die Politik auf, schnell und breitenwirksam tätig zu werden: „Viele Fachkräfte sehen Bedarf und wollen das Gesundheitssystem, die Schule, die KiTa, die öffentlichen Behörden oder die Polizei queersensibler aufstellen. Aber sie brauchen Unterstützung, Sensibilisierung und politischen Rückenwind. Liebe Politiker*innen: Sie stehen in der Verantwortung, uns als gleichberechtigte Mitglieder dieser Gesellschaft zu schützen!“, so Becker weiter.
    Auch der Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei eine Katastrophe mit Ansage: Millionen Menschen würden durch die Folgen betroffen und akut gefährdet. Wie in den vergangenen Jahren wurden auch Forderungen wie die Ergänzung des Artikel 3 in der Verfassung um den Schutz auch queerer Menschen oder eine zeitgemäße Anpassung des Abstammungsrechts bekräftigt. Empowernde Worte fanden Becker und Kayser für die vielen Engagierten und Ehrenamtlichen unter den 900 Gästen, die sich täglich den wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen stellen und unermüdlich einsetzen.
    Im Rahmen des von Oliver Schubert moderierten Programms überreichte Vorjahrspreisträgerin Carolin Emcke die Kompassnadel an den SC Janus, der als ältester und größter queerer Sportverein Europas für seine Pionierrolle für vielfältigen, queersensiblen und diskriminierungsfreien Sport ausgezeichnet wurde. Die Laudatio auf die Preisträgerinnen hielt Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Neben zahlreichen Vertreterinnen queerer Nichtregierungsorganisationen und Communities sowie einzelner Gäste aus ganz Deutschland kamen auch viele Verbündete aus Zivilgesellschaft, Medien und Politik, unter anderem Landtagsvizepräsidentin Berivan Aymaz und Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

    Mehr Infos unter:

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  • Brückenschaden am Hangbuschweg: DIE LINKE fordert Konsequenzen bei Sanierungsbedarf – und endlich eine kommunale Entschuldung

    Brückenschaden am Hangbuschweg: DIE LINKE fordert Konsequenzen bei Sanierungsbedarf – und endlich eine kommunale Entschuldung

    Der Brückenschaden an der Überführung am Hangbuschweg, bei dem ein größeres Betonteil auf die Bahngleise stürzte und den Zugverkehr für Stunden lahmlegte, ist für DIE LINKE im Stadtrat Mönchengladbach ein erneuter Weckruf: Die öffentliche Infrastruktur in unserer Stadt ist vielerorts sanierungsbedürftig – mit potenziell gefährlichen Folgen.

    „Dass niemand verletzt wurde, war reines Glück – aber auf Glück darf sich eine Stadt nicht verlassen“, erklärt Marcus Allwicher, Ratsmitglied der LINKEN und Mitglied im Ausschuss für Planung und Bau. „Brücken dürfen nicht erst saniert werden, wenn sie bereits bröckeln. Die Stadt muss vorbeugend handeln – mit klaren Prioritäten, Transparenz und ausreichend Mitteln.“

    Wichtige Investitionen in den Erhalt öffentlicher Infrastruktur wurden vielerorts zu lange aufgeschoben. Das spüren Schüler:innen beim täglichen Gang auf marode Schultoiletten – und bundesweit schrecken wir erst auf, wenn eine Brücke wie in Dresden einstürzt. Niemand will die nächste Schlagzeile dieser Art aus Mönchengladbach.

    DIE LINKE weist darauf hin, dass auch in Mönchengladbach bereits Maßnahmen eingeleitet wurden – etwa durch Vorlagen zur Brückensanierung aus den Jahren 2020 und 2021 oder die laufende Erneuerung der Brücke Kaldenkirchener Straße. Es braucht jedoch mehr als Einzelmaßnahmen: Eine strukturierte, sozial gerechte Sanierungspolitik, die nicht an fehlenden Mitteln scheitert.

    DIE LINKE fordert daher:
    – Einhaltung gesetzlicher Prüfintervalle mit öffentlicher Kommunikation der Ergebnisse,
    – konsequente Umsetzung nötiger Sanierungen unabhängig von finanziellen Vorbehalten,
    – koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten, also Stadt, Deutsche Bahn, Straßen.NRW und weitere Stellen,
    – dauerhafte finanzielle Beteiligung von Land und Bund bei kommunalen Infrastruktursanierungen,
    – Aufbau eines transparenten Brückenzustandskatasters, das Verwaltung und Öffentlichkeit Orientierung gibt,
    – und vor allem: eine wirksame Entschuldung der Kommunen, damit Städte wie Mönchengladbach handlungsfähig werden.

    „Dass Bund und Land nun doch die Altschuldenregelung für NRW in Aussicht stellen, ist ein überfälliger Schritt – aber längst nicht genug. Die kommunale Entlastung muss dauerhaft, flächendeckend und sozial gerecht ausgestaltet werden,“ so Allwicher weiter.

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  • Was macht Hitze mit uns und wie gehen wir damit um

    Was macht Hitze mit uns und wie gehen wir damit um

    Gastbeitrag von: Dr. med. Klaus Schimanski

    Wir Menschen sind empfindliche Wesen, besonders was den Wasserhaushalt und die Temperaturregulation betrifft. Wasser- und der Mineralhaushalt hängen eng miteinander zusammen.

    Bei der Temperatur können wir uns überhaupt nicht viel erlauben. Zwischen 36 und 37,5°C liegt die für uns optimale Temperatur, bei der Stoffwechselvorgänge in unserem Körper am besten funktionieren. Diese 1,5°C sind entscheidend für unser Wohlergehen- so wie  auch 1,5°C auf anderer Ebene wahrscheinlich für uns weitreichende Folgen haben werden.  Für den Körper gilt es, diese Temperaturspanne irgendwie aufrecht zu erhalten, genauso wie die Mineralzusammensetzung in den Körperflüssigkeiten und in unseren Zellen.  Hier haben geringste Verschiebungen in der Mineralkonzentration enorme Folgen für uns. Schon etwas zu viel Kalium oder zu wenig Natrium wirken sich erheblich auf unsere Herz- und Gehirnfunktion  aus. Aber unser Körper ist glücklicherweise vorbereitet und kann auch extreme Situationen regulieren, doch nicht auf Dauer. Reguliert wird über  Sensoren im Gehirn und an den Organen, insbesondere durch die Niere. Es laufen in unserem Körper andauernd unzählige, hochkomplizierte chemische Reaktionen ab, alles wunderbar reguliert, damit es uns gut geht, und wir merken es gar nicht. Ein Wunder! Wir brauchen nichts anderes zu tun als zu essen, zu trinken und unsere Kleidung entsprechend der Umgebungstemperatur oder unserer körperlicher Aktivität anzupassen.

    Bis zu einer Umgebungstemperatur von 25°C fühlen wir uns noch relativ wohl. Aber auch schon bei dieser Temperatur darf die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch sein (wie z.B.: in den Tropen und bei uns an Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit). Dann fühlen wir uns sogar schon bei dieser Temperatur unwohl. Bei niedriger Luftfeuchte und etwas mehr Wind fühlen sich 25°C plötzlich gar nicht mehr so komfortabel an.  Sobald wir aber körperlich aktiv sind, empfinden wir diese Situation aber schon wieder als angenehm. Daran sieht man wie vielfältig die Wahrnehmung von angenehmer Umgebungstemperatur sein kann und welche Faktoren eine Rolle spielen können. Die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr empfinden wir wohltuend nach den langen dunklen meist regenreichen Monaten des Winters. Als Reaktion darauf legen wir die ersten Lagen unserer Kleidung ab. Sobald die Sonnenstrahlen aber wieder hinter den Wolken verschwinden, wird es sofort wieder kühler und der Körper muss hart arbeiten, um seine vorgeschriebene Temperatur von um die 37°C zu halten.  Auskühlung unter 36,5°C Kerntemperatur macht unseren Körper anfällig für Infektionen. Bakterien und Viren warten nur auf eine solche Situation. Jeder kennt es: zu lange im relativ zu kalten Wasser gewesen, kalte Füße bekommen, zu lange noch in geselliger Runde draußen gesessen. Dann besteht die Möglichkeit krank zu werden (Blasenentzündung, Husten, Schnupfen, ect.).

    Die Kehrseite der Medaille ist die Hitze, eine für uns unvorteilhafte Wärme. Zwar suchen viele Menschen in den Sommermonaten zur Ferienzeit die sicher sonnenreichen und damit auch wärmeren Regionen auf wie Spanien und Italien, oft zum Sonnenbaden. Eine Tortur für den Körper. Die Sonne heizt den Körper zusätzlich zur hohen Umgebungstemperatur weiter auf. Glücklicherweise wird dieses Sonnenbaden nicht mehr so exzessiv vollzogen wie in den 70iger und 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts als vorzugsweise Tiroler Nussöl als Sonnenschutz verwandt wurde ( Schutzfaktor unter 10 , mehr ein Hautpflegemittel).  Heute gibt es als Vorsichtsmaßnahme Sonnenschutzlotionen mit Schutzfaktoren bis 50 . Schutz gegen die ultraviolette Strahlung der Sonne, die unsere  Haut vorzeitig altern lässt. Nicht alle im Erbgut durch die UV Strahlung verursachten Fehler können vom Körper repariert werden. Die Folgen von zu viel Sonne sehen wir oft erst Jahrzehnte später.  Wurde Sonnenbrand früher verharmlost, sieht man jetzt die Folgen: Zunahme von verschiedenen Hautkrebsarten. Durch Sonnenbrand entstehen auch Hautveränderungen wie bei einer Verbrennung meist 1. Und 2. Grades, mit Blasenbildung sogar 3. Grades und das meist großflächig. Ein gewaltiger Stress für den Körper, nicht nur mit der überhitzen Haut fertig zu werden, sondern auch millionenfach Reparaturvorgänge auf Zellniveau zu bewältigen, denn UV-Strahlung schädigt unser Erbgut. Es fehlt einfach das uns vor der schädlichen Strahlung der Sonne schützende Fell. Jetzt müssen wir dieses am besten durch entsprechende Kleidung und dem Vermeiden von zu starker direkter Sonne besonders in den Sommermonaten ersetzen Die Hitze ist ein weiteres Problem. Durch den Klimawandel wird sie immer mehr zum Problem. Wie schon öfter hier erwähnt verträgt der Körper auf Dauer keine Temperatur über 37 °C, nur als Reaktion auf Infekte kann die Temperatur vom Körper bis auf höchstens 41°C hochgestellt  werden.  Ab 38,5°C nennt man es Fieber. Temperaturen über 42°C hält der Körper nicht aus. Der Stoffwechsel bricht zusammen. Darum setzt der Körper alles daran, die Körperwärme so zu regulieren, dass die Temperatur um die 37°C bleibt. Das kann er nur durch Verdunstung von Wasser erreichen, also durch Schwitzen. Dafür gebraucht er Körperflüssigkeiten, die aber dadurch eindicken, die Mineralkonzentrationen verschieben sich, die Urinmenge nimmt ab und wird dunkler (konzentrierter), das Durstgefühl nimmt zu. Wir müssen trinken und nicht zu wenig. Schnell benötigen wir an heißen Sommertagen 2 bis 3 Liter und mehr, verursacht durch Flüssigkeitsverlust über die Haut (schwitzen) und über die Atmung. Was sollte man trinken? Kann man Kaffee und leicht alkoholische Getränke wie Bier mit zur Getränkemenge rechnen? Leider nicht. Denn man scheidet nach Genuss dieser Getränke durch Blockierung eines Botenstoffes im Gehirn mehr Flüssigkeit aus als man zu sich genommen hat. Also genau das Gegenteil von dem, was man erreichen will. Wenn man auf diese Getränke nicht verzichten will, muss man extra viel trinken, also die Trinkmenge durch Getränke wie Säfte, Tee, Mineralwässer entsprechend erhöhen. Auf süße Limonaden und andere stark zuckerhaltige Getränke sollte man ebenfalls verzichten. Früchte und leicht verdauliche Nahrungsmittel sind außerdem eine gute Quelle für Wasser.  Bei der Verdauung der Nahrungsmittel entsteht als Stoffwechselnebenprodukt Wasser, das dem Körper hilft, den Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Nun ist das Hitzegefühl auch sehr vom Körpergewicht abhängig: Übergewichtige vertragen Kälte besser, sie haben eine isolierende Fettschicht. Normalgewichtige Personen können dahingegen besser mit Wärme umgehen. Bei zu hoher Umgebungstemperatur wird das Blut umverteilt, die Blutgefäße weiten sich, insbesondere die Venen. Hierdurch kann Wärme an die meist kühlere Umgebungstemperatur abgegeben werden.  Durch die Umverteilung des Blutes in die Peripherie verringert sich der Blutdruck. Das kann zu Schwindel, Müdigkeit führen. Die Menschen, die Medikamente gegen hohen Blutdruck einnehmen, sollten zusammen mit ihrem Hausarzt Vorgehensweisen zur Medikamentenanpassung bei Hitzeperioden besprechen. Besonders auf Ältere, Kranke hier insbesondere Bettlägerige und Demente und natürlich Kinder müssen wir aufpassen. Auf eigene Initiative hin trinken sie oft nicht genügend, kleiden sich nicht entsprechend oder sind nicht in der Lage selbst kühlere Orte aufzusuchen. Welche Rückzugsmöglichkeiten haben wir? Früher war es die kühle Höhle, heute ist es das Haus – im besten Fall stehen Bäume um das Haus, diese spenden Schatten und erzeugen Verdunstungskälte. Das macht schon einige Grad aus. Eine Siesta zur Mittagszeit einlegen, so wie uns das südliche Länder vormachen. Denn je mehr körperliche Bewegung bei heißem Wetter desto mehr muss der Körper die zusätzlich durch Muskelarbeit erzeugte Wärme  auch über Schwitzen versuchen loszuwerden.  Das funktioniert natürlich nicht mehr bei Temperaturen um 40°C wie sie regelmäßig im Sommer in Südeuropa vorkommen und auch bei uns immer wahrscheinlicher werden.  

    Die Gefahren von zu großer Hitze:

    • Hitzeerschöpfung: tritt auf nach starkem Schwitzen, hierdurch Salzverlust
    • Sonnenstich: tritt auf durch zu viel Sonne auf den Kopf ohne ausreichende Kopfbedeckung, geröteter Kopf,  Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen
    • Hitzschlag: der Körper ist mit der Temperaturregulation überfordert, ein lebensbedrohlicher Zustand ist eingetreten: kein Schwitzen mehr , die Haut ist gerötet, heiß und trocken, das Bewusstsein ist stark getrübt, Krämpfe können auftreten, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, schneller Herzschlag, niedriger Blutdruck > den Rettungsdienst 112 benachrichtigen, den Kranken in den Schatten bringen, nicht versuchen, Getränke zu verabreichen wegen der Gefahr des Verschluckens

     Deshalb bei Hitze und vermehrter Sonne:

    • Schatten aufsuchen, Kühlung durch einen Ventilator
    • Kühlung von Räumen und in Fahrzeugen durch Klimaanlagen (aber nicht runterkühlen auf 18°C wie es in manchen Ländern üblich ist.  Bei dieser Temperatur würde der Körper versuchen, Wärme zu erzeugen, um seine Temperatur zwischen 36 und 37,5°C aufrecht zu erhalten und dann kommt man wieder nach draußen und plötzlich sind es vielleicht fast 20°C mehr. Welch ein Stress für den Körper! 
    • Körperliche Arbeit auf die hoffentlich kühleren Morgen- und Abendstunden verschieben
    • Trinken von kühlen mineralhaltigen Getränken (besonders Salz geht über starkes Schwitzen über die Haut dem Körper verloren), Alkohol und Kaffee nur in geringen Mengen
    • Kleidung anpassen, Kopfbedeckung
    • ältere Menschen und Kinder im Auge behalten
    •  Medikation anpassen (z.B. Wassertabletten, Betablocker)
    • Rechtzeitiges Auftragen von Sonnencreme,-milch,-spray mit hohem  Sonnenschutzfaktor, besonders an der See und in den Bergen
    • Kühle Schlafräume (Fenster über Tag geschlossen halten, in den kühleren Abend und Morgenstunden lüften)

    Gegen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Sonnenlicht und der Wärme ist nichts einzuwenden. Wir brauchen die Sonne zur Bildung von Vitamin D und für unser körperliches und psychisches Wohlbefinden. Die o.g. Verhaltensmaßnahmen können dabei helfen, Sonne und Wärme zu genießen und zu vertragen.

    Dr. med. Klaus Schimanski

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  • Energieministerin Reiche jetzt mit Kampfansage an die Erneuerbaren?

    Energieministerin Reiche jetzt mit Kampfansage an die Erneuerbaren?

    Statement von: Sven Giegold | Bündnis 90/Die Grünen, stv. Bundesvorsitzender
    Koordinator für Europa und Internationales

    Die Energie- und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wird immer radikaler. Nach der Ankündigung, massiv auf neue Gaskraftwerke setzen zu wollen und EU-Gelder für neue Atomkraftwerke zu unterstützen, folgt jetzt eine Kampfansage an die Erneuerbaren Energien. Auf dem Tag der Industrie des BDI (Bundesverbands der Deutschen Industrie) am 24. Juni nannte sie den Ausbau der Erneuerbaren Energien „völlig überzogen“ und kündigte an, diesen ausbremsen zu wollen. Solar, Wind und Co. sollen nach ihrer Auffassung in Zukunft unattraktiver werden. 

    Schaut Euch an und verbreitet, was sie – weitgehend unbemerkt – gesagt hat:

    • Instagram: https://www.instagram.com/p/DLXNn-ZtlZn/?igsh=cnAxbnhkZGgzbWw3
    • Facebook: https://www.facebook.com/share/v/16QQMeubQm/?mibextid=wwXIfr
    • LinkedIn: https://shorturl.at/5aaop
    • Bluesky: https://bsky.app/profile/sven-giegold.de/post/3lsin5qhx6s2b
    • Mastodon: https://mastodon.social/@sven_giegold/114750417219988882

    Mit diesen Aussagen widerspricht Reiche gezielt dem Koalitionsvertrag. Dort hatten sich Union und SPD noch darauf geeinigt, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter vorangetrieben werden soll. Lediglich hieß es technisch-harmlos, man wolle überprüfen, wie viel Strom insgesamt künftig benötigt werde. Zu einem Ausbremsen der Energiewende findet sich dort nichts. Auch das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, die Stromsteuer für Verbrauchende zu senken, wird gebrochen. Dafür will die Bundesregierung nun bald mit Geld aus dem Klima-Transformationsfonds den Gaspreis subventionieren. Damit werden Wärmepumpen bewusst schlechter gestellt. Gasnetzbetreiber, deren Interessen Reiche lange beruflich vertrat, profitieren im Endeffekt. Jetzt ist die Zeit, dass die vielen Unterstützer*innen der Energiewende in Wirtschaft und Zivilgesellschaft aktiv werden! Den bevorstehenden Angriff auf den Ausbau der Erneuerbaren müssen wir nun noch viel bekannter machen.

    Mit diesem Vorgehen wendet sich Reiche aktiv gegen die Erfolge der letzten Jahre bei der Energiewende. Im Bereich Solarenergie haben wir unsere Ausbauziele in den letzten Jahren übererfüllt, und im Bereich Windenergie sind wir aktuell auf dem besten Weg, nächstes Jahr das Ausbauziel erstmals zu erreichen. Dieser ambitionierte Ausbau ist auch dringend notwendig. Wir müssen weiter konsequent auf Erneuerbare Energien setzen, um unsere Klimaziele – eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 65 % bis 2030 und Klimaneutralität bis 2045 – zu erreichen. Heute beträgt der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergiebedarf erst 23 %. Damit ist klar: Wir brauchen mehr, nicht weniger Erneuerbare. Schneller, nicht langsamer! Überschüssigen Strom müssen wir durch mehr und intelligentere Netze besser nutzen. Die Flexibilität der Nachfrage muss durch Digitalisierung, Smart meter, Speicher, europäischen Netzausbau usw. massiv gesteigert werden.

    Doch genau das gefährdet Reiche mit ihrem neuen Kurs. Vor allem der Netzausbau geht der ehemaligen Managerin eines Netzbetreibers offenbar viel zu schnell. Ihr zufolge sollen sich – so wörtlich (!) – die Erneuerbaren nun an der Geschwindigkeit des Netzausbaus orientieren – und nicht mehr wie bisher umgekehrt. Eine solche Prioritätensetzung ist nicht nur ambitionslos, sondern hat das Potenzial, die Energiewende in Deutschland als solche abzuwürgen.

    Mit dem gezielten Ausbremsen der Erneuerbaren stellen sich Reiche und die Union auch einmal mehr gegen Europarecht. Denn durch die EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie ist Deutschland verpflichtet, bis 2030 einen Anteil von mindestens 41 % Erneuerbarer Energien am Gesamtenergiebedarf zu erreichen. Dieses Ziel wird Deutschland mit Sicherheit nicht erreichen, wenn die Bundesregierung jetzt den Ausbau der Erneuerbaren verlangsamt und massiv zu fossilen Gaskraftwerken zurückkehrt.

    Doch damit nicht genug: Nach Reiches Vorstellung sollen die Erneuerbaren in Zukunft stärker zur Kasse gebeten werden – unter anderem mit „Baukostenzuschüssen“. Dabei sagt Reiche ganz offen, was sie damit bezwecken will: „Das wird den Business Case [für Erneuerbare] noch mal nach unten bringen.“ Statt staatlicher Förderung sollen Unternehmen und Privatpersonen jetzt in Zukunft also Steine in den Weg gelegt werden, wenn sie auf Erneuerbare Energien umstellen wollen.

    In ihrem gesamten Auftritt beim BDI macht Reiche klar, dass sie die Energiewende für „völlig überzogen“ hält. Mit dieser Ausrichtung positioniert sie sich fernab vom internationalen energiepolitischen Mainstream. Während China bewusst elektrifiziert, um von den Kostenvorteilen der Erneuerbaren zu profitieren und sich dauerhaft einen Wettbewerbsvorteil zu sichern, setzt die neue Bundesregierung lieber auf teure und dreckige Importe von LNG-Gas von diktatorischen Scheichs oder Fracking-Gas von Trump.

    Reiche glaubt ganz offenbar einfach nicht, dass sich Deutschland mit Erneuerbaren Energien versorgen kann. Dieser fatale Irrtum schadet der deutschen Wirtschaft: Ganz konkret führen 25 % weniger Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren bis 2030 zu ca. 65 Mrd. Euro weniger Investitionen und rund 65.000 weniger an guten Arbeitsplätzen (hier nachzulesen:https://foes.de/publikationen/2025/2025-02-28_GPE_wirtschaftliche_Vorteile_EE_clean.pdf

    Jetzt ist es an der Zeit, den Green Deal in Europa und die Energiewende in Deutschland aktiv zu verteidigen. Ich bleibe dran.

    Mit europäischen grünen Grüßen

    Sven Giegold

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  • Erste EU-Regeln für Wohlergehen und Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen

    Erste EU-Regeln für Wohlergehen und Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen

    Der Handel mit Hunden und Katzen in der EU beläuft sich auf 1,3 Mrd. EUR pro Jahr; 60% kaufen ihre Hunde oder Katzen online

    • Obligatorisches Mikrochipen und Registrieren aller Hunde und Katzen, die in der EU gehalten werden 
    • Registrierung von Hunden und Katzen, die sowohl zu gewerblichen als auch zu nichtgewerblichen Zwecken eingeführt werden 
    • Verkauf von Hunden und Katzen in Tierhandlungen soll verboten werden 
    Der Gesetzentwurf, der am Donnerstag vom Europäischen Parlament in Straßburg angenommen wurde, legt die ersten EU-Mindeststandards für die Zucht, Unterbringung und den Umgang mit Katzen und Hunden fest.

    Die Europaabgeordneten wollen, dass alle Hunde und Katzen, die in der EU gehalten werden, individuell durch einem Mikrochip identifizierbar sind. Sie fordern auch, dass Hunde und Katzen in interoperablen nationalen Datenbanken registriert werden.  Mikrochip-Identifikationsnummern sowie Informationen über die entsprechende nationale Datenbank sollten in einer einzigen Indexdatenbank gespeichert werden, die von der Kommission betrieben wird. In einer ersten Phase müssen Züchter und Händler alle Hunde und Katzen chippen, die sie in der EU auf den Markt bringen. In einer zweiten Phase sollen auch private Tierbesitzer der Chip-Pflicht unterliegen. Es gilt eine Übergangsfrist von fünf Jahren für Hunde und von zehn Jahren für Katzen. Die Haltung oder der Verkauf von Hunden und Katzen in Tierhandlungen soll verboten werden, sagen die Europaabgeordneten.

    Hunde und Katzen aus Drittländern
    Die Abgeordneten wollen die neuen Vorschriften nicht nur auf Einfuhren zu kommerziellen Zwecken, sondern auch auf die Einfuhr der Tiere zu anderen Zwecken ausweiten. Hunde und Katzen, die zum Verkauf aus Drittländern eingeführt werden, müssten vor ihrer Einreise in die EU mit einem Mikrochip versehen und in einer nationalen Datenbank registriert werden.  Tierhalter, die in die EU einreisen, wären verpflichtet, ihr Tier mindestens fünf Arbeitstage vor der Ankunft in einer Online-Datenbank vorzuregistrieren.

    Zucht und Wohlergehen von Hunden und Katzen
    Die Zucht zwischen Eltern und Nachkommen, Großeltern und Enkeln sowie zwischen Geschwistern und Halbgeschwistern muss verboten werden, betonen die Abgeordneten. Die Abgeordneten fordern auch ein Verbot der Zucht von Hunden oder Katzen, die übermäßige körperliche Merkmale aufweisen sowie ein Verbot der Verwendung dieser Tiere – und verstümmelten Hunde und Katzen – in Shows, Ausstellungen oder Wettbewerben. Die Anbindehaltung, außer bei medizinischer Behandlung, sowie die Verwendung von Stachel- und Würgehalsbändern ohne Sicherheitsaufsatz müssen verboten werden, fügen die Abgeordneten hinzu. Die EU-Vorschriften für das Wohlergehen und die Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen wurden mit 457 Ja-Stimmen, 17 Nein-Stimmen und 86 Enthaltungen angenommen.

    Zitate
    Die Berichterstatterin und Vorsitzende des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Veronika Vrecionová (EKR, CZ), erklärte: „Die ist ein wichtiger Schritt gegen die illegale Zucht und die unverantwortliche Einfuhr von Tieren in die EU. Auch wenn weitere Gespräche zur Feinabstimmung einiger Details notwendig sein werden, glaube ich, dass wir uns in unserem Ziel einig sind, das Wohlergehen von Hunden und Katzen zu schützen. Dies ist eine gute Ausgangsbasis für produktive Gespräche mit der Kommission und dem Rat“.
    Die Berichterstatterin für den Umweltausschuss, Manuela Ripa (ÖDP, EVP), sieht die Chip-Pflicht als wichtigsten Erfolg der neuen Verordnung: „Eine allgemeine Chip-Pflicht ist wichtig, um Schlupflöcher in der Kette der Rückverfolgbarkeit zu schließen. Illegale und skrupellose Händler tarnen sich sehr gerne als Privatleute. Außerdem wird es dann schwieriger, Tiere auszusetzen, und einfacher, verloren gegangene Tiere zurückzubringen. Tierheime fordern diese Chip-Pflicht schon lange, und auch viele Kommunen und etliche EU-Länder haben sie schon.“

    Nächste Schritte
    Die Abgeordneten werden nun Verhandlungen mit dem Rat über die endgültige Form des Gesetzes aufnehmen.

    Hintergrund
    Rund 44 % der EU-Bürger halten ein Haustier. Der Handel mit Hunden und Katzen ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen und hat nach Angaben der Kommission einen Wert von 1,3 Mrd. EUR pro Jahr.  Rund 60% der Besitzer kaufen ihre Hunde oder Katzen online.
    Da es in den Mitgliedstaaten keine einheitlichen Tierschutzmindeststandards für Hunde und Katzen gibt, hat die Kommission diese neuen Vorschriften am 7. Dezember 2023 vorgeschlagen.
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  • Keine Lust auf einen langweiligen Alltag?

    Keine Lust auf einen langweiligen Alltag?

    Zum 01.07.2025 bietet die Bezirksregierung Düsseldorf eine spannende Ausbildung zum/zur Vollzugsbediensteten (m/w/d) im Beamtenverhältnis an.

    Wir suchen motiviertes Personal für die Unterbringungseinrichtung für ausreisepflichtige
    Personen (UFA) im Regierungsbezirk Düsseldorf.

    Deine Aufgaben:

    Vollzugsbereich:

    • Betreuung und Unterstützung der Personen in der UFA
    • Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung
    • Konfliktmanagement und Anwendung von Deeskalationstechniken

      Dein Karriereweg:
      Während Deiner zweijährigen Ausbildung wirst Du umfassend auf die Arbeit vorbereitet:
    • Theoriephasen an der Justizvollzugsschule NRW in Wuppertal.
    • Praxisaufenthalte in nah gelegenen Justizvollzugsanstalten des
      Regierungsbezirks, sowie Hospitationen in zentralen Ausländerbehörden und
      psychiatrischen Einrichtungen, um den beruflichen Alltag kennenzulernen
    • Schulung in Themen wie Vollzugsrecht, Deeskalationstechniken und
      Gewaltprävention.

      Das musst Du mitbringen:
    • Einen Schulabschluss: mindestens Fachoberschulreife oder
      Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
    • Deutsche Staatsangehörigkeit oder Staatsangehörigkeit eines EUMitgliedsstaates
    • Psychische und körperliche Belastbarkeit sowie Bereitschaft zu Schicht-,
      Wochenend- und Feiertagsarbeit
    • Kommunikationsstärke, Einfühlungsvermögen und
      Verantwortungsbewusstsein
    • Mindestalter: 18 Jahre
    • Einen Führerschein der Klasse B (optional, aber von Vorteil)

      Was wir Dir bieten:
      Eine interessante, vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe im Abschiebehaftvollzug mit:
    • Attraktive Vergütung:
      Während der Ausbildung: ca. 2.550 € brutto (inkl. Zuschläge).
      Nach der Ausbildung: ca. 3.112 € brutto (inkl. Zuschläge)
    • Sicherheit: Einen zukunftssicheren Job im öffentlichen Dienst mit langfristigen
      Perspektiven
    • Entwicklung: Regelmäßige Weiterbildungen und Schulungen.
    • Zusammenhalt: Ein kollegiales Team, das Dich unterstützt.
    • Zusatzleistungen: Betriebliches Gesundheitsmanagement und Unterstützung
      bei Deiner persönlichen Entwicklung.

      Ist dieser Job etwas für Dich? Finde es heraus!
    • Bist Du bereit, Verantwortung zu übernehmen?
    • Hast Du Lust auf ein abwechslungsreiches Umfeld?
    • Möchtest Du einen gesellschaftlich relevanten Beruf ausüben?
    • Möchtest Du Teil eines großartigen Teams sein?
      Wenn Du mindestens 2-mal ‚Ja‘ gesagt hast, dann bewirb Dich jetzt!

      So bewirbst Du dich:
      Schick uns Deine Bewerbung bis spätestens 15.04.2025 im PDF-Format an:
      ausbildung@brd.nrw.de
      Kontakt Bezirksregierung Düsseldorf
      Telefon: 0211/475-0
      E-Mail: poststelle@brd.nrw.de

      Worauf wartest Du noch? Zeig uns, wer Du bist, und starte Deine Karriere bei
      uns! Wir freuen uns auf Dich.

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