MG-Heute

Mönchengladbacher Zeitung

Bürgermeister Hajo Siemes tritt nicht mehr an.

Der dienstälteste Politiker der Grünen, Bürgermeister HAJO Siemes, wird bei den nächsten Kommunalwahlen nicht mehr kandidieren und geht nach über 40 Jahren aktiver Tätigkeit in den Ruhestand.

Mit seinem Einsatz für die Bäume in der Stadt hat er sich einen Namen gemacht. „Gerade in diesen Zeiten lohnt es sich, um jeden Baum zu kämpfen.“ Das war und ist sein Credo und somit heute wichtiger denn je. Das Baurecht steht längst nicht mehr über dem Umweltschutz.

Bis dahin war es ein langer Weg. Hajo Siemes betont, dass er versucht, viele Menschen davon zu überzeugen, wie wichtig Natur in der Stadt ist. Unermüdlich kämpft er dafür, dass dies ins Bewusstsein der Menschen rückt. Nach und nach scheint diese Einsicht bei Verwaltung, Politik und auch vielen Bürgern Früchte zu tragen. Erstmals wurden im vergangenen Jahr in der Stadt mehr Bäume gepflanzt als gefällt. Viele geplante Fällungen wurden auf seine Initiative hin noch einmal von unabhängigen Gutachtern auf ihre Notwendigkeit hin überprüft. Einige Fällungen konnten dadurch verhindert werden. Ein weiterer Triumph ist, dass ein zur Fällung vorgesehener Baum nun im Rahmen eines Bauvorhabens mit Schutzplanken gesichert wird, um ihn zu erhalten und in das Neubauprojekt zu integrieren. Das sollte die Zukunft sein. 
Schon vor Jahren hat er mit Unterstützung seiner Parteifreunde auf den Kamphausener Höhen selbst mit Hand angelegt und eine neue Obstwiese mit 90 Bäumen gepflanzt.

Darüber hinaus hat Bürgermeister Hajo Siemes bei den städtischen Haushaltsberatungen im Stadtrat dafür gekämpft und sich eingesetzt, dass die „mags“ mehr Geld für städtisches Grün und für Baumpflanzungen erhält. Dadurch konnte die mags die schönen und für die Artenvielfalt wichtigen Blühstreifen in der Stadt etablieren. Neben mehr Baumpflanzungen, erhalten außerdem immer mehr ältere Stadtbäume die überlebensnotwendigen Baumscheibenerweiterungen.
Eine weitere Änderung ist, dass bestehende Grünflächen nur noch zweimal im Jahr gemäht werden. (Wenn möglich erst nach Mai.) Damit Insekten die Möglichkeit haben, sich zu vermehren.

Das Highlight seiner Amtszeit als Bürgermeister ist der im letzten Jahr eröffnete „Essbare Wald“.
Dieser ist auf seine Initiative hin gemeinsam mit dem „Deutschen Allergie – und Asthmabund“ entstanden. (MG-Heute berichtete) Diese Streuobstwiese ist sicherlich die Krönung seiner Amtszeit. Der Essbare Wald ist ein wichtiger Beitrag und ein Meisterstück für die Umweltbildung und das Stadtklima. Neben dem Erhalt der Artenvielfalt dient der Essbare Wald gleichzeitig dazu, uns Städtern die Natur wieder näher zu bringen.

Jetzt wirbt Hajo Siemes dafür, sich besonders für Umweltanliegen, für stätisches Grün, für Wald und Bäume in der Stadt zu engagieren. Die politische Arbeit in der Stadt ist überwiegend ehrenamtlich. Als Rentner habe er in den letzten Jahren besonders viel Zeit in diese Tätigkeiten investieren können. Deshalb wirbt er dafür, dass sich jetzt viele engagieren und so die Aufgaben verteilt werden können. Jeder kann sich einbringen. Das ist ihm wichtig. Es spielt keine Rolle, welche Vorbildung man hat. Wichtig ist, dass man mit Herzblut dabei ist. Für eine Stadt und ihre Menschen.
Diese Zukunft zu gestalten hat viele Aufgaben. Der Umbau der Gesellschaft wird viele demokratische Diskussionen mit sich bringen. „Man kann alles werden und vieles erreiche, wenn man mit Herz und Engagement bei der Sache ist“, auch das gibt Hajo Siemes mit auf den Weg. Sein Weg wird ein anderer sein.
Wir wünschen Hajo Siemes viel Kraft und einen schönen Lebensabend, den er sich redlich verdient hat. Danke HAJO.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „Bürgermeister Hajo Siemes tritt nicht mehr an.“

  1. Achim Mommers

    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Lenenswerk, dass können sich die Klimakleber mal als sinnvolles Vorbild nehmen.
    Alles Gute Achim