MG-Heute

Mönchengladbacher Zeitung

Kommunalwahl 2025

Am Sonntag, dem 14. September 2025, finden in unserer Stadt die Kommunalwahlen statt.

Alle Wahlberechtigten sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
Auf ihrer Wahlbenachrichtigung finden Sie das zuständige Wahlbüro. Mit dem Personalausweis können Sie dort Ihre Wahlzettel erhalten und hinter einer Wand Ihre Stimmen abgeben. Wie im Mittelalter sind Kreuze an der „richtigen” Stelle gefragt. Es gibt jeweils einen Wahlbogen für die Bezirksvertretung, einen für den Stadtrat und einen für den Oberbürgermeister. Wer eine zweite Staatsbürgerschaft, darf ein viertes Kreuz beim Integrationsrat machen. Bitte machen Sie auf jedem Bogen nur ein Kreuz, damit Ihre Stimme gültig ist. In den nächsten fünf Jahren werden uns die demokratisch gewählten Menschen überwiegend im Ehrenamt in den verschiedenen Gremien vertreten.

Vielen Bürgern reicht diese Art der Mitbestimmung jedoch nicht. Daher werden zunehmend Bürgerbeteiligungen versprochen und auch sporadisch angeboten. Ob es sich um einen Spielplatz oder einen Marktplatz handelt, ist dabei egal. Die Bürger, Groß und Klein, sollen mitentscheiden.

Ebenso ergaben die Mobilitätswochen große Resonanzen für eine Autoärmere Stadt. Die Realität wird jedoch von veralteten Denkweisen weiter in Richtung PKW betrieben. Um eine Verkehrsinfrastruktur der Gleichberechtigung zu bekommen, müsste man viele Straßen in Fuß- und Radwege umwidmen. Auch in anderen Bereichen mangelt es der Politik oft am Willen, das Beste für die Bürgerinnen und Bürger durchzusetzen, vermutlich um die Wählerinnen und Wähler nicht zu verprellen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Schwammstadt. Um diese umzusetzen, wären Gründächer und begrünte Fassaden sowie Zisternen und begrünte Vorgärten erforderlich. Eine Verpflichtung dazu fehlt jedoch. Ganz im Gegenteil. Man lässt die Bürger wissentlich gegen Verordnungen verstoßen. Die aktuellen Überflutungen in unserer Stadt machen deutlich, wie wichtig Maßnahmen zur Flächenentsiegelung und Renaturierung von Flüssen und Bächen wären. Eine Partei zu wählen, die den Klimawandel leugnet, macht alle ärmer, die unter den Auswirkungen dieser Krise leiden. Wenn es keinen Klimawandel gibt, darf man auch keine Maßnahmen zum Schutz des Bürgers erwarten.  

Die Herausforderungen für unsere Stadt sind in vielen Bereichen groß. In Krisenzeiten bedarf es starker Charaktere, die Maßnahmen erklären und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger durchführen und durchsetzen. In Zeiten des Klimawandels muss die Stadt resilienter werden, die Sicherheit muss gewahrt und weiter ausgebaut werden, der soziale Frieden und Gerechtigkeit müssen angestrebt werden und es müssen genügend Wohnraum und kostenlose Freizeitangebote für ein Miteinander geschaffen werden. All dies kann nur mit Vernunft und knappen finanziellen Mitteln demokratisch vorangetrieben werden.

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Kommentare

2 Kommentare zu „Kommunalwahl 2025“

  1. Wolfgang Plum

    Autoärmere Städte sind sicherlich wünschenswert. Aber die Menschen in Stadtrandlagen werden dadurch immer mehr abgehängt. Infrastruktur wird immer mehr zentralisiert, also immer schwerer erreichbar. Und mit dem ÖPNV für jede Erledigung 2 Stunden unterwegs zu sein ist eine Zumutung
    (das ist die reine Fahrtzeit). Manche Ziele sind auch gar nicht erreichbar, insbesondere für behinderte Menschen.
    Also ohne grundsätzlichen Wandel der Strukturen ist das kaum akzeptabel.

  2. Hannes Baum

    Ha ha, der Witz mit entsiegeln ist gut, hat die CDU sich doch erst kürzlich noch gegen eine solche Aktion auf der Beton.-u. Pflasterwüste, gen. „alter Markt“ ausgesprochen, weil dadurch nicht mehr genug Platz für die Gastroszene bliebe.