Thema: „Rassismus – Strukturen erkennen, Verantwortung übernehmen, Perspektiven verändern“
Die Eröffnungsrede hält Bürgermeister Bernhard Stein
Das Grundgesetz ist die Grundlage unseres freiheitlichen, demokratischen und rechtstaatlichen Zusammenlebens.
Es garantiert nicht nur das individuelle Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Vielmehr verbürgt es den Schutz vor Diskriminierung durch den Staat.
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“
Es sind die Lehren aus dem Nationalsozialismus: Nie wieder!
Zahlreiche der gesellschaftlichen Debatten in Deutschland werden in den letzten Jahren nicht mehr von allen auf der Grundlage der in unserer Verfassung verankerten Werte und Rechte geführt.
Völkisch-nationalistische und autoritaristische Standpunkte sind auf dem Vormarsch. Insbesondere die Debatten zur Migration werden polarisierend geführt – so stark polarisierend, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt leidet. Einerseits sind sich viele Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Merkmale als „mit Zuwanderungsgeschichte“ „gelesen“ werden, unsicher, ob sie von der Mehrheit noch als Deutsche wahrgenommen werden – ob sie im eigenen Land willkommen sind.
Andererseits führt der Vorwurf, dass es in unserer Gesellschaft Rassismus gibt, der sich im Handeln, Sprechen und Denken zeigt, zu Abwehrreaktionen auch bei Teilen der Bevölkerung, die sich selbst als weltoffen verstehen.
Um uns näher mit den Themen Rassismus und Diskriminierung zu beschäftigen, haben wir Gülgün Teyhani von der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit aus Duisburg eingeladen. Sie ist Diplom-Politikwissenschaftlerin, Systemische Beraterin, Trainerin zu unterschiedlichen Themen wie Antirassismus und Antidiskriminierung sowie Geschäftsführerin des Anti-Rassismus Informations-Centrums, ARIC-NRW e.V. – einer Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW.
Sie möchte in ihrem Vortrag einen Perspektivwechsel anregen und konkrete Impulse setzen.
Es findet statt am
Dienstag, den 20. Januar 2026, 18:30 Uhr,
im Paritätischen Zentrum Mönchengladbach,
Friedhofstr. 39, 41236 Mönchengladbach.

