Die Stadt Mönchengladbach ist eine waldarme Kommune.
Dennoch werden weitere Nutzungen der Wälder vorangetrieben. So sind im Hardter Wald nun zwei Windkraftanlagen geplant. Dies liegt jedoch nicht im Einflussbereich der Stadt, sondern es handelt sich um Landesprojekte.
Um die Windkraftanlagen errichten zu können, muss eine mindestens 20 m breite Schneise in den Wald gerodet werden. Eine Schotterpiste für den Anlieferverkehr ist notwendig, um die Anfahrt der Betonmischer für die Fundamente ebenso zu ermöglichen wie die Installation der Windkraftanlagen. Der Schaden für den Wald und seine Bewohner ist nicht absehbar.
Während des Betriebs der Anlagen ist mit einer Einschränkung der Erholungsqualität für die Besucher durch Schattenwurf und Lärmbelästigung zu rechnen.
Ebenso wird das Ökosystem unter dieser Belastung leiden.
Es ist bekannt, dass Vögel und Fledermäuse durch die Anlagen beeinträchtigt werden. Durch den Druckunterschied an den drehenden Flügeln erleiden die Tiere tödliche Verletzungen an den inneren Organen. Neue Anlagen sind daher mit einer Abschaltautomatik versehen. Allerdings ziehen nicht alle Tiere in Schwärmen. Ob diese Abschaltung bei einzeln ziehenden Tieren funktioniert, wird zumindest von Fachleuten infrage gestellt. Ebenso ist nicht bekannt, inwieweit Tiere aus ihrem gewohnten Lebensraum vertrieben werden.
Aus Verkehrssicherheitsgründen werden in unserem Stadtgebiet viele Bäume gefällt. Der Abbruch eines Windradflügels (Quelle: WDR, 26.01.2026) kann ebenso eine Gefahr darstellen. Ob dies bei der Planung berücksichtigt wird, ist nicht bekannt.
Aus Sicht des NABU Mönchengladbach ist die weitere angedachte Nutzung der Waldflächen eine vertane Chance. Auch der BUND spricht sich in seiner Stellungnahme gegen den geplanten Bau an dieser Stelle bzw. im Hardter Wald aus.
Die beiden größten Naturschutzverbände unserer Stadt betonen jedoch, dass sie den Ausbau und die Nutzung von Windenergie grundsätzlich befürworten. Die Standorte sollten jedoch aus ökologischer und gesellschaftlicher Sicht überdacht werden.
Durch den Einsatz einer Bürgerinitiative und des NABU sowie von Dr. Günther Krings ( MdB, CDU)konnte ein Bauvorhaben von Windkraftanlagen im Buchholzer Wald verhindert werden.


Kommentare
2 Kommentare zu „Windkraft im Hardter Wald“
Es geht um unsere Wildtiere.
Der Mensch zerstört einfach alles .
Da werden einfach ohne großes Denken, ein paar Windräder hin gesetzt.
Dann nach ein paar Jahren wird festgestellt, oh wir haben hier einiges zerstört, den Tieren den Lebensraum genommen und der Natur einiges entnommen.
Dann aber ist es zu spät!!!!
Wie immer .
Jeder Baum muss erhalten werden. Windkraft ist wichtig, es gibt aber genug Freiflächen.
Wie kann ich protestieren???