NABU Mönchengladbach und Menschen im Zentrum arbeiten zusammen.
Kaum etwas ist faszinierender als unsere nächtlichen Jäger am Himmel zu beobachten, doch es werden immer weniger. Insektenschwund und moderne Bauweisen setzen unseren fliegenden Mückenjägern enorm zu.
Kann doch eine Fledermaus pro Nacht 1.000 bis 2.000 Insekten vertilgen, darunter auch viele für uns lästige Stechmücken. Viele der Tiere sind auf Unterschlüpfe an Gebäuden oder auf Naturhöhlen in Bäumen angewiesen, doch diese fallen immer öfter der Motorsäge zum Opfer.
Um diesem entgegenzuwirken werden von der Arbeitsgruppe Fledermausschutz des NABU Mönchengladbach auf dem Hauptgelände von „Menschen im Zentrum“ (Fahres18b, MG-Neuwerk) mehrere Fledermaushöhlen angebracht. Sie sollen Wohnstatt für unsere heimische Fledermäuse bilden, in denen sie tagsüber schlafen können um für die nächtliche Jagd ausgeruht zu sein.

„Menschen im Zentrum“ hat sich der Inklusion verschrieben und unterstützt mit allen Angeboten vor allem Menschen mit Behinderung in jedem Alter und deren Familien. In einigen Abteilungen, wie dem Integrativen Montessori Familienzentrum und den beiden OGS Standorten auf der Nespelerstraße und der Zeppelinstraße wird auf frühkindliche Bildung gesetzt. Dazu gehören die natürlichen Prozesse der Natur kennenzulernen. Das Aufhängen der Fledermaushöhlen, im Garten der Kindertagesstätte, ist erst der Anfang, es folgen Vorträge über diese faszinierenden Tiere und zudem das nächtliche Erkunden der Tiere in der Dämmerung. Dabei werden sogenannte Bat-Detektoren eingesetzt, die die Rufe der Fledermäuse im Ultraschallbereich hörbar und damit zum Erlebnis machen.
Fledermäuse sind leicht zu beobachten und können ziemlich nah kommen. So können diese hautnah erlebt werden, was besonders für Kinder ein Erlebnis ist, das Hören der Fledermausrufe rundet das Ganze ab. Kinder haben mitunter auch die Fähigkeit die Fledermausrufe ohne Hilfsmittel wahrzunehmen.
Die Arbeitsgruppe Fledermausschutz hat es sich zur Aufgabe gemacht nicht nur für künstliche Tagesverstecke zu sorgen, sondern zudem zu erfassen wo in Mönchengladbach größere Quartiere oder sogar Wochenstuben sind. Erst mit diesem Wissen können gezielte Schutzmaßnahmen erfolgen.

