Blindgänger auf Bahngelände an der Eisenbahnstraße in Mönchengladbach-Rheydt

Das Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die Bombe erfolgreich entschärft. ©Stadt MG

Der am Freitagabend bei Gleisarbeiten auf einem Bahngelände an der Eisenbahnstraße in Mönchengladbach-Rheydt entdeckte Blindgänger ist entschärft worden. Um 15:30 Uhr konnte Tim Hoferichter vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf Entwarnung geben.

250 Kilo Fliegerbombe ©Stadt MG

Er hat mit seinem Team die 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht und den demontierten Zünder vor Ort gesprengt. Die aus Sicherheitsgründen erforderlichen Straßensperrungen sind aufgehoben. Auch der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Mönchengladbach und Aachen, der schon in der Nacht ausgesetzt wurde, kann nun wiederaufgenommen werden. Rund 1.900 Personen, die von der Evakuierung betroffen waren, können in ihre Wohnungen zurückkehren.

Ein Radius von 250 Metern um die Fundstelle musste für den Einsatz evakuiert werden. Rund 100 Menschen wurden während der Evakuierung, die um 10 Uhr begonnen hatte, in der Grundschule Hockstein untergebracht und versorgt. Außerdem musste die Feuerwehr sechs Krankentransporte für Betroffene organisieren.

Im Radius von 500 Metern um die Fundstelle wurde der Verkehr gesperrt. Außerdem durfte hier die Bevölkerung die Wohnungen nicht verlassen.

Bei dem Einsatz wurden die rund 30 Kräfte des Ordnungsamtes von 70 haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und von rund 70 Polizeikräften unterstützt. Am seit 8 Uhr geschalteten Bürgertelefon der Stadtverwaltung gingen während des Einsatzes rund 250 Anrufe von Bewohner*innen des Evakuierungsbereichs ein. Der Beginn der Entschärfung verzögerte sich um rund zwei Stunden, weil einzelne Personen sich zunächst weigerten, ihre Wohnung zu verlassen oder die Lautsprecherdurchsagen ignorierten.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Ordnungsdezernent Matthias Engel bedanken sich bei allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz sowie bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die besonnen und mit Verständnis auf die Lage reagiert haben.

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