Autor: PMG

  • Flughafen Düsseldorf: Erneute Beteiligung im Planfeststellungsverfahren

    Flughafen Düsseldorf: Erneute Beteiligung im Planfeststellungsverfahren

    Stadt weist auf Auslegung der geänderten Unterlagen und Einwendungsfrist hin

    Der Flughafen Düsseldorf möchte Änderungen an seinem Flugbetrieb und an Teilen der Flughafenanlage vornehmen. Dazu beginnt am 2. September eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen eines laufenden Planfeststellungsverfahrens. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich auch Bürgerinnen und Bürger aus Mönchengladbach beteiligen. Darauf weist die städtische Fachverwaltung hin.

    Diese Änderungen sind geplant

    Der Änderungsantrag gehört zu einem bereits seit 2015 laufenden Planfeststellungsverfahren. Die nun startende Öffentlichkeitsbeteiligung gilt einem Ende 2025 vom Flughafen eingereichten Änderungsantrag. Die neuen Planungen sehen unter anderem mehr Flugbewegungen in besonders nachfragestarken Tagesstunden und eine flexiblere Nutzung der beiden Start- und Landebahnen vor. Weiterhin geplant sind acht zusätzliche Flugzeug-Abstellpositionen sowie Änderungen an den Flugbetriebsflächen.

    Anders als 2015 zu Beginn des Planfeststellungsverfahrens strebt der Flughafen nicht mehr an, den geltenden Höchstwert von insgesamt 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten aufzuheben. Auch die bestehenden Nachtflugregelungen sollen nach Angaben des Flughafens unverändert bleiben.

    Anflüge über dem Mönchengladbacher Stadtgebiet

    Das Mönchengladbacher Stadtgebiet liegt nicht im kartierten Lärmwirkungsbereich und nicht im gesetzlichen Lärmschutzbereich des Flughafens Düsseldorf. Diese Bereiche werden anhand berechneter und über längere Zeiträume gemittelter Werte bestimmt. Dennoch wirkt sich der Fluglärm auch in Mönchengladbach aus. Einzelne Überflüge können deutlich lauter und entsprechend wahrnehmbar sein.

    Das gilt insbesondere für die östlichen Stadtteile bei Ostwindlagen, wenn die Flugzeuge aus Richtung Mönchengladbach auf den Flughafen Düsseldorf zufliegen. Die östlichen Stadtteile liegen in der direkten Verlängerung der beiden Start- und Landebahnen. Auch das im städtischen Lärmaktionsplan festgelegte besonders ruhige Gebiet Hoppbruch befindet sich im Einflussbereich der Anfluggrundlinie.

    Bereits eingereichte Einwendungen bleiben gültig

    Die Stadt Mönchengladbach hatte bereits 2016 im Planfeststellungsverfahren Stellung genommen und sich gegen die damals beantragte Kapazitätserweiterung sowie für eine weitere Entlastung des Nachtzeitraums ausgesprochen. Diese Stellungnahme bleibt gültig und weiterhin Bestandteil des Verfahrens. Da sich aus dem geänderten Antrag nach derzeitiger fachlicher Einschätzung keine zusätzlichen oder stärkeren Berührungspunkte für die Stadt ergeben, ist keine erneute städtische Stellungnahme vorgesehen.

    Auch die in den bisherigen Anhörungsverfahren zulässig eingereichten Einwendungen von Bürgerinnen und Bürgern bleiben gültig. Sie müssen nicht erneut vorgebracht werden.

    Wer sich jetzt beteiligen kann und wie

    Nach der Bekanntmachung der Bezirksregierung Düsseldorf kann jede Person eine Einwendung erheben, deren Belange durch die Inhalte der geänderten Unterlagen erstmals oder stärker berührt werden. Die erneute Beteiligung bezieht sich damit auf die jetzt geänderten beziehungsweise aktualisierten Planunterlagen. Über die Einwendungen entscheidet nach Abschluss des Anhörungsverfahrens das NRW-Verkehrsministerium.

    Die Planunterlagen können vom 2. September bis einschließlich 1. Oktober im Beteiligungsportal der Bezirksregierung Düsseldorf auf Beteiligung.NRW online eingesehen werden:https://beteiligung.nrw.de/k/1025382

    Einwendungen können dort nach vorheriger Anmeldung bis einschließlich 15. Oktober online eingereicht werden. Alternativ ist eine schriftliche Einwendung bei der Bezirksregierung Düsseldorf möglich. Weitere Hinweise zu den Beteiligungswegen und den formalen Anforderungen finden sich auf den Internetseiten der Bezirksregierung Düsseldorf.

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  • Stadt untersagt Verkauf tabakfreier Nikotinbeutel

    Stadt untersagt Verkauf tabakfreier Nikotinbeutel

    Allgemeinverfügung zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher tritt in Kraft.

    Die Stadt Mönchengladbach untersagt ab Montag, 31. August, das Inverkehrbringen tabakfreier Nikotinbeutel, sogenannter „Nicotine Pouches“, im gesamten Stadtgebiet.
    Das Verbot gilt für alle Unternehmen im Stadtgebiet. Es umfasst den stationären Handel sowie den Versand- und Onlinehandel. Mit der Maßnahme setzt die Stadt geltendes Lebensmittelrecht um und stärkt den gesundheitlichen Verbraucherschutz.

    Tabakfreie Nikotinbeutel bestehen aus kleinen Zellstoffbeuteln mit Nikotin sowie weiteren Inhalts- und Aromastoffen. Sie werden zwischen Oberlippe und Zahnfleisch platziert. Das Nikotin wird dabei über die Mundschleimhaut aufgenommen. Obwohl die Beutel keinen Tabak enthalten, können sie erhebliche Mengen Nikotin freisetzen.

    Nach der derzeitigen lebensmittelrechtlichen Bewertung gelten tabakfreie Nikotinbeutel als neuartige Lebensmittel. Für das Inverkehrbringen ist eine Zulassung auf europäischer Ebene erforderlich. Eine solche Zulassung liegt derzeit nicht vor.

    Nikotin ist ein stark wirksamer Stoff mit hohem Suchtpotenzial. Insbesondere für Kinder, Jugendliche und Nichtrauchende sind durch den Konsum der meist aromatisierten Nikotinbeutel erheblich gefährdet. Bei einigen der derzeit am Markt erhältlichen Produkte können bereits einzelne Beutel Nikotinmengen enthalten, die gesundheitlich bedenklich sind. Mögliche Folgen sind unter anderem Herz-Kreislauf-Beschwerden, Übelkeit oder Vergiftungserscheinungen.

    Mit der Allgemeinverfügung setzt die Stadt zugleich die entsprechenden Vorgaben des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung (LAVE) und des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MLV) um.

    Der zuständige Fachbereich Verbraucherschutz und Tiergesundheit der Stadt Mönchengladbach wird die Einhaltung der Allgemeinverfügung im Rahmen seiner Kontrollen überwachen. Verstöße gegen das Verbot können lebensmittelrechtliche und ordnungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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  • Schulstart 2026: Sicherheit auf dem Schulweg

    Schulstart 2026: Sicherheit auf dem Schulweg

    Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und für etwa 2.700 Kinder aus Mönchengladbach beginnt damit ein neuer, wichtiger Abschnitt:

    Der Schulstart steht bevor. Besonders für die Schulanfängerinnen und Schulanfänger bedeutet dies, dass sie sich erstmals regelmäßig auf den Weg zur Schule machen.

    Mit dem Beginn des neuen Schuljahres wird es gleichzeitig wieder voller auf den Straßen. Die Polizei und die Stadt Mönchengladbach bitten daher alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer aufmerksam und vorausschauend zu fahren sowie jederzeit bremsbereit zu sein.

    Rund um den Schulstart von Mittwoch, 2. September, bis einschließlich Freitag, 11. September, sind Polizei und Ordnungsamt verstärkt im Einsatz, um die Sicherheit der Kinder auf ihren Schulwegen zu gewährleisten. Dabei stehen insbesondere die Verkehrssituation vor Schulen, das Park- und Halteverhalten sowie die Bring- und Abholsituationen durch sogenannte Elterntaxis im Fokus.

    Ziel ist es, Gefahrenstellen frühzeitig zu erkennen, auf Fehlverhalten hinzuweisen und Verstöße konsequent zu ahnden.

    Auch Eltern können einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren Schulweg leisten.

    Kinder sollten möglichst nicht unmittelbar vor dem Schulgebäude abgesetzt oder abgeholt werden. Halten oder Parken auf Gehwegen, an Bushaltestellen oder im Sichtbereich von Querungen kann die Übersichtlichkeit erheblich beeinträchtigen und dadurch andere Kinder gefährden. Wer etwas Abstand zur Schule hält und die letzten Meter zu Fuß zurücklegt, trägt dazu bei, Staus und unübersichtliche Verkehrssituationen zu vermeiden.

    Darüber hinaus werden in den kommenden Wochen verstärkt Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei kommen auch städtische Radarwagen und teilstationäre Anlagen zum Einsatz, um die Schulwege besonders aufmerksam zu überwachen.

    Im Zusammenhang mit der verstärkten Schulwegsicherung zur Einschulung fallen die Sprechzeiten des Bezirksdienstes am Donnerstag, 3. September, und Donnerstag, 10. September, jeweils von 16 bis 18 Uhr sowie am Montag, 7. September, von 10 bis 12 Uhr aus. Ab der 38. Kalenderwoche finden die Sprechstunden wieder regulär statt.

    Nur wenn sich alle aufmerksam und umsichtig verhalten, kann ein sicherer Schulstart gelingen.

    Das verstärkte Vorgehen von Polizei und Stadt Mönchengladbach rückt erneut die gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr in den Mittelpunkt. Denn alle Kinder sollen sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen.(ap)

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  • Wickrath: Aufwertung der Quadtstraße beginnt

    Wickrath: Aufwertung der Quadtstraße beginnt

    Die Stadt startet mit punktuellen Maßnahmen, um die Aufenthaltsqualität der Quadtstraße in Wickrath zu erhöhen und ihren Charakter als Treffpunkt im Stadtteil zu stärken.

    Mehr Sitzgelegenheiten, mehr Grün und neues Stadtmobiliar sorgen dafür, dass die kleine Flaniermeile auch langfristig als positives Beispiel für ein lebendiges Quartierszentrum bestehen kann.

    Der erste Maßnahmenteil startet in der zweiten Septemberwoche und wird voraussichtlich zwei Wochen in Anspruch nehmen. Die Begrünungsarbeiten werden witterungsbedingt erst zur Pflanzperiode im Herbst erfolgen.

    Insgesamt sollen sieben neue Sitzbänke aufgestellt werden. Alle Bänke sind mit Rücken- und Armlehnen ausgestattet, barrierearm und damit generationengerecht gestaltet. Durch eine umlaufende Baumbank, die etwas später installiert wird, soll der Platz an der Linde auf Höhe des Eiscafés künftig noch stärker zum sozialen Mittelpunkt der Quadtstraße werden. Auch zehn neue Fahrradbügel und vier erneuerte Abfallbehälter gehören zum künftigen Straßenbild, das durch ein einheitliches, modernes Farbkonzept abgerundet wird.

    Der Pflanzbogen am nördlichen Eingang der Quadtstraße wird neu bepflanzt und kann so seine Wirkung als grünes Tor zur Fußgängerzone voll entfalten. (© Stadt Mönchengladbach; Fotomontage mithilfe von KI erstellt)

    Für ein besseres Stadtgrün sorgt ab dem Herbst unter anderem eine abgestimmte Mischung aus Stauden und Gräsern, mit der die Hochbeete neu bepflanzt werden. Bestandsbäume bleiben erhalten. Die Betonkübel bekommen zudem einen frischen Anstrich und – wenn nötig – Instandsetzungen. Der Pflanzbogen am nördlichen Eingang der Quadtstraße wird neu bepflanzt und kann so seine Wirkung als grünes Tor zur Fußgängerzone künftig voll entfalten.

    Die Maßnahme ist Teil des Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“. Für Mobiliar und Stadtgrün-Elemente sind Kosten in Höhe von rund 90.000 Euro brutto vorgesehen, von denen 80 Prozent gefördert werden.

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  • Stadtschützenfest 2026: Drei Tage Party, Parade und Miteinander

    Stadtschützenfest 2026: Drei Tage Party, Parade und Miteinander

    Vom 4. bis 6. September wird der Alte Markt zum Treffpunkt für Schützen, Musikfans und Besucherinnen und Besucher – erstmals steigt auch die Königsparty unter freiem Himmel.

    Parade und Party, Brauchtum und Begegnung: Vom 4. bis 6. September 2026 wird der Alte Markt zum Mittelpunkt des Stadtschützenfestes. Gemeinsam mit den Altstadtgastronomen bringt der gastgebende Bruderrat das Schützenbrauchtum mitten ins Herz der Stadt. Drei Tage lang sind nicht nur die Schützenfamilien eingeladen. Das Fest versteht sich ausdrücklich als Treffpunkt für alle Mönchengladbacherinnen und Mönchengladbacher sowie Gäste der Stadt.

    Das Motto dafür ist ebenso einfach wie herzlich: „Wir nehmen alle in den Arm.“ Denn die Schützen wollen ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Offenheit und ein gutes Miteinander setzen.

    Damit greift das Stadtschützenfest zugleich etwas auf, das für Mönchengladbach insgesamt steht: Menschen übernehmen Verantwortung, engagieren sich ehrenamtlich und schaffen gemeinsam Orte der Begegnung. Brauchtum stiftet Identität, wenn es Tradition bewahrt und gleichzeitig offen für andere ist. Das Stadtschützenfest macht diesen Anspruch mitten in der Stadt erlebbar.

    Plakat Stadtschützenfest 2026 (Copyright: Stadt Mönchengladbach)

    Auftakt mit „Kings for a Day“

    Los geht es am Freitag, 4. September, mit dem Altstadt Open Air. Auf der Bühne vor der Sparkasse sorgen „Kings for a Day“ für den musikalischen Auftakt. Gefeiert werden darf bis Mitternacht.

    Der Samstag verbindet dann Schützenbrauchtum und Open-Air-Party auf besondere Weise. Um 14.30 Uhr beginnt auf dem Alten Markt das Bezirkskönigsschießen mit Serenade. Die amtierenden Majestäten der Bruderschaften und Schützenvereine aus Mönchengladbach und Korschenbroich treten an, um den neuen Bezirkskönig – den „König der Könige“ – zu ermitteln.

    Startberechtigt sind ausschließlich die amtierenden Bruderschaftsmajestäten. In der Regel stellen sich rund ein Dutzend Könige dem Wettbewerb. Wer den entscheidenden Treffer setzt und den Vogel von der Stange holt, übernimmt für ein Jahr die Bezirkskönigswürde.

    Königsparty erstmals auf dem Alten Markt

    Eine Premiere gibt es am Samstagabend: Erstmals findet auch die Königsparty auf dem Alten Markt statt. Bislang wurde sie in der Kaiser-Friedrich-Halle gefeiert. Da die Halle in diesem Jahr nicht zur Verfügung steht, hat sich der Bruderrat für eine Open-Air-Lösung entschieden – verbunden mit einem festlichen Empfang in der Citykirche.

    So geht das Bezirkskönigsschießen nahezu nahtlos in das abendliche Fest über. Um 18 Uhr beginnt in der Citykirche der Empfang für die Königshäuser der 38 Bruderschaften und Vereine. Dort werden die bisherigen Bezirksmajestäten verabschiedet und ihre Nachfolger vorgestellt.

    Ab 19 Uhr spielt die Band „Just is“ auf dem Alten Markt zur Königsparty auf. Für die Königshäuser werden eigene Pagodenzelte eingerichtet, ihr Aufzug ist für 19.30 Uhr vorgesehen. Gefeiert werden kann an diesem Abend bis 1 Uhr.

    Trotz Open-Air-Atmosphäre soll die Königsparty ihren festlichen Charakter behalten. Gleichzeitig öffnet sich das bislang stärker geschlossene Format einem größeren Publikum: Wer den Vogelschuss am Nachmittag verfolgt hat, kann einfach bleiben und gemeinsam mit den Schützen weiterfeiern.

    Festsonntag mit Krönungsmesse, Festzug und Parade

    Am Sonntag, 6. September, steht das Brauchtum im Mittelpunkt – und das Programm beginnt bereits am Vormittag. Ab 11 Uhr treffen sich Schützen, Gäste und Musikgruppen zum Musiktreff und Frühschoppen auf dem Alten Markt.

    Um 12.30 Uhr beginnt die feierliche Krönungsmesse im Gladbacher Münster. Anschließend formiert sich der große Festzug durch die Innenstadt. Rund 2.500 Schützen und Musikanten werden erwartet und sorgen gemeinsam mit den Musikkorps für ein eindrucksvolles Bild.

    Höhepunkt ist um 15.30 Uhr die große Parade am Alten Markt. Im Mittelpunkt steht die neue Bezirksmajestät, die in der Kutsche durch die Innenstadt fährt und die Parade abnimmt. Im Anschluss erklingt der Große Zapfenstreich. Dessen Abschluss mit der Europahymne und ihrer Botschaft von Verbundenheit passt zum Leitgedanken des Festes: Menschen zusammenzubringen.

    Ab 17 Uhr übernimmt wieder die Musik die Bühne. Die Egerland-Besetzung der Kleinenbroicher, die vielen noch vom Bundesfest bekannt ist, gestaltet das Showprogramm und lässt das Festwochenende musikalisch ausklingen.

    175 Jahre Eisenbahn werden Teil der Parade

    Auch 2026 greifen die Schützen bei der Parade ein Stück Mönchengladbacher Stadtgeschichte auf. Anlass ist das Jubiläum „175 Jahre Eisenbahn in Gladbach“. 1851 fuhr der erste Zug. Beim Stadtschützenfest wird diese historische Verbindung mit einem Augenzwinkern in Szene gesetzt.

    Michael Schroeren übernimmt die Rolle des Bahnhofsvorstehers und gibt mit seinem Pfiff das Signal zur „freien Fahrt“. Oberbürgermeister Felix Heinrichs gibt seinerseits – passend in Frack und Zylinder – die Parade frei.

    So verbinden sich beim Stadtschützenfest Geschichte und Gegenwart, Tradition und Offenheit. Oder, wie es die Schützen für das Wochenende formulieren: „Wir freuen uns des Lebens, unserer Traditionen und der Offenheit, die alle mitnimmt in die Tage der Freude.“

    Und für alle, die dabei sein möchten, gilt ein einfacher Tipp: Wer früher kommt, hat mehr vom Fest.

    Das Stadtschützenfest 2026 im Überblick

    Freitag, 4. September

    Altstadt Open Air auf dem Alten Markt
    Live-Musik mit „Kings for a Day“

    Feiern bis 24 Uhr

    Samstag, 5. September

    14.30 Uhr: Bezirkskönigsschießen und Serenade auf dem Alten Markt

    18 Uhr: Empfang der Königshäuser in der Citykirche

    19 Uhr: Königsparty mit „Just is“ auf dem Alten Markt

    19.30 Uhr: Aufzug der Majestäten

    Feiern bis 1 Uhr

    Sonntag, 6. September

    11 Uhr: Musiktreff und Frühschoppen auf dem Alten Markt

    12.30 Uhr: Krönungsmesse im Gladbacher Münster ab 14 Uhr: Festzug durch die Innenstadt

    15.30 Uhr: Parade auf dem Alten Markt

    anschließend: Großer Zapfenstreich

    17 Uhr: Showprogramm mit der Egerland-Besetzung des Bundesschützen-Musikkorps Kleinenbroich

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  • Mönchengladbach und Viersen untersuchen nächtliche Kaltluftströme

    Mönchengladbach und Viersen untersuchen nächtliche Kaltluftströme

    Gemeinsames Smart-City-Projekt soll neue Datengrundlagen für Klimaanpassung und Stadtplanung schaffen.

    Schlaflose Nächte bei offenem Fenster und das sehnsüchtige Warten auf die nächtliche Abkühlung – das kennen im Hitzesommer 2026 wohl viele. Nächtliche Kaltluftströme sind jedoch nicht nur für das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden von großer Bedeutung, sondern auch für das Stadtklima als Ganzes. Welche Wege solche Ströme nehmen und wie sie sich auswirken, untersuchen die Städte Mönchengladbach und Viersen jetzt in einem gemeinsamen Smart-City-Forschungsprojekt. Dafür haben die Verantwortlichen an 60 Standorten Messstationen aufgebaut, 49 davon in Mönchengladbach. Zusätzliche Messfahrten und -flüge ergänzen die Datenlage.

    Während die Messdrohne am heutigen Mittwoch bereits am Himmel gesehen werden kann, dürfte das Fahrzeug seine Messungen weitgehend unbemerkt machen – denn es begibt sich erst spät in der Nacht zu Donnerstag auf seine Reise. Auto und Drohne sind bei dem Projekt aber nur einmal im Einsatz und helfen, zum Projektauftakt eine bessere Datenlage zu erhalten. Die permanente Erforschung der Kaltluftströme erfolgt in über die in beiden Städten verteilten und fest installierten Sensoren.

    Wie genau die Messstationen aussehen, lässt sich an einem Laternenpfahl nahe der Evangelischen Hauptkirche in Rheydt oder am Sparkassenvorplatz in Viersen in Augenschein nehmen. Auffälligster Bestandteil ist ein weißer Metallkörper mit spiralförmigem Lüftungsschlitz, in dem sich der Temperatursensor befindet. Während eine Windfahne und ein Löffelrad Windrichtung und -stärke bestimmen, steckt die notwendige Funktechnik in einem grauen Kasten. Über das sogenannte LoRaWAN-Protokoll bringt sie die Daten in Echtzeit auf die städtischen Server.

    Der neue Sensor am Marktplatz Rheydt. Hier präsentieren ihn die Projektbeteiligten (v.l.): Chris Demmer, Stadt Mönchengladbach; Nikolas Boettcher, GEO-NET Umweltconsulting; Daniel Brown und Kim Nowak, Stadt Viersen sowie Markus Klancicar, Stadt Mönchengladbach.

    Als urbane Referenzfläche liefert der Standort in Rheydt Messwerte, die mit Daten aus Grünräumen, offenen Ackerflächen und weniger dicht bebauten Bereichen verglichen werden. Die Stationen stehen dafür entlang ausgewählter Messachsen, sogenannter Transekte, die von Freiflächen über Übergangsbereiche bis in dicht bebaute und stark versiegelte Quartiere reichen.

    Kaltluft entsteht vor allem in klaren und windschwachen Nächten, wenn unbebaute Flächen wie Wiesen, Felder und Parks stärker abkühlen als bebaute Bereiche. Dadurch wird auch die bodennahe Luft kälter und schwerer. Ist das Gefälle ausreichend, kann sie in tiefer gelegene Bereiche abfließen und dort zur Abkühlung aufgeheizter Stadtquartiere beitragen.

    Neue Datengrundlage für die Stadtplanung Um diese Prozesse über einen längeren Zeitraum systematisch untersuchen zu können, fehlen bislang hochaufgelöste Messdaten. Die neuen Stationen erfassen deshalb unter anderem Temperatur, Wind und Bodenfeuchte, während ergänzende Messkampagnen einzelne Wetterlagen genauer in den Blick nehmen sollen.

    „Tagsüber erwärmt sich die Luft über der Stadt, steigt auf und wird durch Luftströmungen weitertransportiert. Gleichzeitig kühlen sich nachts vor allem Grün- und Freiflächen ab, von denen aus Kaltluft in die bebauten Quartiere strömen kann. Diesen gesamten Zusammenhang – von der Entstehung der Kaltluft über ihre Bewegung bis zu ihrer Wirkung in der Stadt – möchten wir besser verstehen“, sagt Daniel Brown, Chief Digital Officer der Stadt Viersen.

    „Entscheidend ist, dass wir die Wege der Kaltluft möglichst genau nachvollziehen können. Die Daten können uns künftig beispielsweise Hinweise darauf geben, wo Strömungen ausgebremst werden und wo Grün- und Freiflächen ihre kühlende Wirkung besonders gut entfalten. Daraus lassen sich konkrete Erkenntnisse für Klimaanpassung und Stadtplanung ableiten“, sagt Chris J. Demmer, Smart-City-Koordinator der Stadt Mönchengladbach.

    In Mönchengladbach reichen die untersuchten Räume von den Ackerflächen in Mülfort über den renaturierten Bungtbach, Hoven und den Geropark bis zu urbanen Vergleichsflächen am Marktplatz Rheydt, im Zentrum und an der Landgrafenstraße. Zum Messnetz in Viersen gehört unter anderem der Bereich Löhweg und Petersstraße.

    Kaltluft endet nicht an der Stadtgrenze

    Da sich Luftströmungen und klimatische Zusammenhänge nicht an kommunalen Grenzen orientieren, ermöglicht das gemeinsame Messnetz eine Betrachtung größerer räumlicher Zusammenhänge. Zugleich entsteht eine Datengrundlage, die beide Städte nutzen können.

    Der Sensor am Rheydter Marktplatz im Detail: Auffälligster Bestandteil ist der Temperatursensor im weißer Metallkörper mit spiralförmigem Lüftungsschlitz. Windfahne und Löffelrad bestimmen Windrichtung und -stärke bestimmen, die notwendige Funktechnik steckt im grauen Kasten.

    Sobald ausreichend Messwerte vorliegen, beginnen die ersten Auswertungen, aus denen perspektivisch unter anderem Karten und Vorhersagen entwickelt werden sollen. Zum Abschluss wird geprüft, wie sich das Messnetz weiterentwickeln und dauerhaft für Klimaanpassung und Stadtentwicklung nutzen lässt.

    Das Kaltluftstrom-Messnetz ist Teil der Smart-City-Maßnahme KlimaPlus und wird im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ umgesetzt. Während das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen 90 Prozent der Kosten übernimmt, trägt Mönchengladbach einen Eigenanteil von zehn Prozent.

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  • Endlich: Einsturzgefährdetes Gebäude in Giesenkirchen wird jetzt abgerissen

    Endlich: Einsturzgefährdetes Gebäude in Giesenkirchen wird jetzt abgerissen

    Das Alte Kino in Giesenkirchen wird jetzt abgebrochen.

    Derzeit laufen die letzten Vorbereitungsarbeiten.
    Ab Mitte August wird das Gebäude dann zurückgebaut.
    Zunächst wird das schadstoffbelastete Dach händisch abgetragen, anschließend die Gebäudehülle niedergelegt. Da dabei schadstoffbelastete Baustoffe fachgerecht entfernt und entsorgt werden müssen, erfolgt der schrittweise Rückbau unter besonderen Sicherheits- und Umweltschutzvorkehrungen.

    Das Gebäude gilt als einsturzgefährdet.

    Da der Eigentümer seiner Rückbauverpflichtung trotz behördlicher Anordnung nicht nachgekommen ist, lässt die Stadt im Rahmen der Gefahrenabwehr das Gebäude niederlegen. Die Abbrucharbeiten sollen bis voraussichtlich Mitte September abgeschlossen sein.

    Da die Straße „Am Alten Friedhof“ aus Sicherheitsgründen bereits gesperrt ist, ergeben sich für die Verkehrsführung keine Änderungen.

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  • Gemeinsamer Kontrolleinsatz von Stadt, Zoll, Bundespolizei und Polizei

    Gemeinsamer Kontrolleinsatz von Stadt, Zoll, Bundespolizei und Polizei

    Mehr als 300 Einsatzkräfte überprüfen Gewerbebetriebe und öffentlichen Raum

    Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte in den Abendstunden 16 Gewerbebetriebe wie Shishabars, Spielhallen und Massagesalons.

    Darüber hinaus fanden präventive Personenkontrollen im Bereich des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs sowie in der Rheydter Innenstadt statt.

    An dem Einsatz waren mehr als 300 Einsatzkräfte beteiligt. Ziel des behördenübergreifenden Einsatzes war konsequent zu überprüfen, ob gesetzliche Vorschriften eingehalten werden, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu bekämpfen sowie kriminelle Strukturen zu erkennen.

    Neben polizeilichen Maßnahmen führten die beteiligten Behörden unter anderem gewerbe-, ordnungs-, aufenthalts-, steuer-, zoll- und jugendschutzrechtliche Kontrollen durch. Die Stadt Mönchengladbach legte den Schwerpunkt ihrer Kontrollen insbesondere auf die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzes und des Nichtraucherschutzes. Darüber hinaus standen die Bekämpfung unerlaubten Glücksspiels sowie die Aufdeckung illegal betriebener Prostitutionsstätten im Fokus der städtischen Gewerbeüberwachung und des Kommunalen Ordnungsdienstes.

    Im Zuge des Einsatzes vollstreckte die Polizei einen bereits bestehenden Durchsuchungsbeschluss gegen eine mutmaßlich illegal betriebene Spielhalle an der Hindenburgstraße.

    Bei den Betriebskontrollen stellten die Einsatzkräfte insgesamt vier Verstöße gegen Auflagen für den Betrieb von Shishabars fest. Darüber hinaus wurden 21,85 Kilogramm unversteuerter Tabak sowie 70 Milliliter Liquid sichergestellt. Zudem ahndeten die Kontrollkräfte mehrere weitere Rechtsverstöße. Hierzu zählten unter anderem verschiedene Verstöße gegen das Gewerberecht und das Dosenpfand, vier Verstöße gegen das Gaststättengesetz sowie drei Ordnungswidrigkeiten nach dem Prostituiertenschutzgesetz. Letztere führten zur Schließung von zwei Betrieben.

    Darüber hinaus ergab sich in einer Shishabar der Verdacht der Schwarzarbeit sowie ein Fall der Steuerhehlerei. In einer Spielhalle wurde bei einer Person zudem eine geringe Menge Amphetamin aufgefunden. In zwei Betrieben in der Mönchengladbacher Innenstadt stellten die Kräfte insgesamt 16 illegale Spielautomaten sicher.

    Bei den gemeinsamen Personenkontrollen im Bereich des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs und der Rheydter Innenstadt kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 98 Personen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Einhaltung von Messerverboten sowie der Ahndung von Verstößen gegen das Waffengesetz. Auf dem Bismarckplatz trafen Polizeibeamte eine Person an, die eine Schreckschusswaffe im Hosenbund mitführte. Darüber hinaus ahndeten die eingesetzten Kräfte verschiedene verkehrsrechtliche Verstöße, darunter sieben Fälle des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, sieben Fälle des Fahrens ohne Versicherungsschutz sowie das Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

    Die Sachverhalte werden durch die jeweils zuständigen Behörden in entsprechenden Ermittlungserfahren weiterbearbeitet.

    „Durch solche gemeinsamen Einsätze wollen wir Rechtsverstöße konsequent verfolgen, kriminelle Strukturen frühzeitig erkennen und mit sichtbarer Präsenz das Sicherheitsgefühl unserer Bürgerinnen und Bürger stärken.“ sagt Polizeipräsident Stephan Zenker. Die beteiligten Behörden bewerten den gemeinsamen Schwerpunkteinsatz als erfolgreich. Auch künftig werden weitere gemeinsame Kontrollen stattfinden, um Rechtsverstöße frühzeitig zu erkennen, konsequent zu verfolgen und die Sicherheit im öffentlichen Raum nachhaltig zu stärken.

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  • Rat beschließt Fortschreibung der städtischen Gesamtstrategie

    Rat beschließt Fortschreibung der städtischen Gesamtstrategie

    Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat in seiner Sitzung am 15. Juli die „Fortschreibung der städtischen Gesamtstrategie“ beschlossen.

    Damit aktualisiert die Stadt ihre gemeinsame Richtung für die kommenden Jahre und legt fest, welche Themen für die Entwicklung Mönchengladbachs besonders wichtig sind.

    Die Gesamtstrategie ist seit 2021 Grundlage dafür, zentrale Zukunftsfragen der Stadt zusammenzudenken. Nun wurde sie überprüft, angepasst und weiterentwickelt. Denn viele Herausforderungen haben sich in den vergangenen Jahren verändert oder verschärft: bezahlbares Wohnen, gute Bildung, Klimaschutz und Klimaanpassung, moderne Mobilität, Sicherheit, wirtschaftliche Stärke, eine leistungsfähige Verwaltung und stabile Finanzen.

    Für Bürgerinnen und Bürger soll dadurch besser erkennbar werden, woran die Stadt arbeitet und warum bestimmte Themen priorisiert werden. Die Strategie hilft dabei, nicht nur auf einzelne Aufgaben zu schauen, sondern Zusammenhänge sichtbar zu machen: Welche Maßnahmen zahlen auf welche Ziele ein? Wo müssen Themen gemeinsam gedacht werden? Und wie kann die Stadt ihre begrenzten Möglichkeiten möglichst wirksam einsetzen?

    „Die Fortschreibung der Stadtstrategie ist mir persönlich wichtig. Denn nur mit klaren Zielen gelingt die Steuerung. Mönchengladbach als lebenswerte Großstadt braucht Veränderung. Und mit der Strategie zeigen wir die Richtung auf“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

    Die Fortschreibung baut auf der bisherigen Gesamtstrategie, den Erfahrungen aus der Umsetzung und datenbasierten Grundlagen auf. Dazu gehören unter anderem Auswertungen zu den einzelnen Handlungsfeldern, aktuelle Entwicklungen sowie fachliche Einschätzungen aus der Verwaltung. Ziel ist es, Prioritäten klarer zu setzen und daraus konkrete Schritte für die Umsetzung abzuleiten.

    Neu ist unter anderem, dass die strategischen Ziele methodisch geschärft und übersichtlicher gebündelt wurden. Jedes Handlungsfeld umfasst nun drei bis fünf strategische Ziele. Dadurch wird klarer, welche Entwicklungen die Stadt bis 2030 besonders in den Blick nimmt.

    Außerdem wurden zwei Themenbereiche neu aufgenommen, die für das Zusammenleben in der Stadt eine wichtige Rolle spielen. Das Handlungsfeld „Ordnung, Sicherheit und Bevölkerungsschutz“ bündelt Ziele rund um Sicherheit im öffentlichen Raum, Prävention, gesellschaftliche Verantwortung sowie die Handlungsfähigkeit der Stadt in Krisen- und Gefährdungslagen. Das Handlungsfeld „Identität stärken“ nimmt in den Blick, was Mönchengladbach als Stadt ausmacht: kulturelle Bezugspunkte, Vielfalt, Zugehörigkeit, Engagement, Brauchtum, Sport sowie die Offenheit und internationale Vernetzung der Stadt.

    Insgesamt beschreibt die fortgeschriebene Gesamtstrategie zehn zentrale Handlungsfelder der Stadtentwicklung – von sozialer Teilhabe, Wohnen, Bildung, Nachhaltigkeit und Mobilität über Wirtschaft, Ordnung und Sicherheit, Identität, moderne Verwaltung bis hin zu Finanzen. Die strategischen Ziele geben vor, was Mönchengladbach bis 2030 erreichen oder verbessern möchte.

    Konkret wird die Strategie durch Fachstrategien, Programme, Maßnahmen und Projekte. Künftig soll zudem regelmäßiger anhand von Schlüsselindikatoren betrachtet werden, wie sich die einzelnen Handlungsfelder entwickeln. So kann die Stadt besser erkennen, wo Fortschritte erzielt werden, wo Handlungsbedarf besteht und wo nachgesteuert werden muss.

    Die Fortschreibung soll damit helfen, die richtigen Dinge richtig anzugehen: datenbasiert, nachvollziehbar und mit Blick auf das, was für Mönchengladbach in den kommenden Jahren besonders wichtig ist.

    Weitere Informationen und die Gesamtstrategie zum Herunterladen gibt es auf der Webseite https://stadt.mg/gesamtstrategie

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  • Kommunale Finanzkrise: Stadtkämmerer mit Feuerwehrfahrzeug nach Berlin unterwegs

    Kommunale Finanzkrise: Stadtkämmerer mit Feuerwehrfahrzeug nach Berlin unterwegs

    Protestaktionen des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“

    Der Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf war am Montag (6. Juli) geprägt von Fahrzeugen aus NRW-Städten und Kreisen. Oberbürgermeister und Kämmerer haben dort ihre Forderungen verdeutlicht.
    Nun sind sie auf dem Weg nach Berlin, wo sie am Dienstag durchs Regierungsviertel fahren. Für die Stadt Mönchengladbach ist Stadtdirektor und -kämmerer Michael Heck mit einem Fahrzeug der Berufsfeuerwehr dabei, um auf die dramatische finanzielle Situation vor Ort aufmerksam machen. Begleitet wird er von Kämmereileiter Tim Thivessen.

    Feuerwehrwagen, Fahrzeuge des Ordnungsdienstes, Kehrmaschinen, Müllwagen, Busse aus dem Kulturbereich – das sind einige Beispiele für die Fahrzeuge, die am Montag auf dem Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf zu sehen waren. Repräsentanten von rund 25 Kommunen haben sich dort getroffen, um deutlich zu machen, dass die Lage in den kommunalen Haushalten so schlecht ist wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Ihr Appell richtete sich zunächst an Landesregierung und Landtag. Anschließend startete die Kolonne nach Berlin, um dort ebenfalls eine finanzielle Soforthilfe für die krisengebeutelten Städte und Gemeinden zu fordern. Die kommunalen Fahrzeuge werden am Dienstag (7. Juli) am Kanzleramt, am Bundestag und am Bundesfinanzministerium Station machen. Die Aktion hat das Bündnis „Für die Würde unserer Städte“ organisiert.

    In den kommunalen Etats fehlten allein im vergangenen Jahr knapp 32 Milliarden Euro. Kaum eine Kommune in Deutschland kann noch einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen, die Schulden wachsen rasant. „Die jüngsten Beschlüsse von Ministerpräsidentenkonferenz und Bundeskanzler zum Prinzip „Wer bestellt, bezahlt“ sind ein Schritt für weniger zusätzliche Belastung in der Zukunft und daher die richtige Richtung, reichen aber bei Weitem nicht aus, um die akute Finanznot der Kommunen zu überwinden“, sagen Martin Murrack und Silke Ehrbar-Wulfen, Sprecher des Aktionsbündnisses.

    Mit ihren Fahrzeugen zeigen die Städte und Gemeinden, welche Leistungen tagtäglich für die Menschen erbracht werden und was auf dem Spiel steht, wenn die finanzielle Handlungsfähigkeit weiter eingeschränkt wird. In den Fahrzeugen sind Oberbürgermeister, Bürgermeister, Kämmerer und weitere Repräsentanten der Kommunen unterwegs – aus NRW und anderen Bundesländern. In Düsseldorf haben die kommunalen Vertreter folgende Forderungen an die Landesregierung deutlich gemacht: NRW muss im Bundesrat darauf achten, dass das jüngst beschlossene Prinzip „Wer bestellt, bezahlt“ (Konnexität) in der Praxis auch wirklich gelebt wird.

    Bis die Konnexitätsfragen geregelt sind, müssen Bund und Länder mit finanziellen Sofortmaßnahmen in der Größenordnung von 32 Milliarden Euro gegen die kommunale Finanzkrise wirken. Das Land sollte dazu den Steueranteil der Kommunen (Verbundquote) um zwei Prozentpunkte erhöhen. Zudem sollten die Kosten der Eingliederungshilfe übernommen werden. In Berlin werden die Kommunen am Dienstag an drei Stationen im Regierungsviertel ihre Forderung an den Bund adressieren:

    Der Bund muss sich angesichts seiner Verantwortung für das gewaltige kommunale Defizit maßgeblich an den finanziellen Sofortmaßnahmen beteiligen.

    Der Bund muss das Konnexitätsprinzip nun wirklich leben – auch für bereits beschlossene Gesetze.

    Der Bund muss die Altschulden-Regelung über die bisher beabsichtigten 250 Millionen Euro pro Jahr aufstocken, damit daraus eine Lösung wird, die den Kommunen wirklich hilft. Die Aktionen haben viel Zuspruch in der kommunalen Familie erhalten. Städte wie Münster und Velbert, die kein Mitglied im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ sind, haben sich angeschlossen, viele weitere unterstützen die Fahrt ausdrücklich.

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  • WohnBau spendet 44 Bäume für Odenkirchen und Hardt

    WohnBau spendet 44 Bäume für Odenkirchen und Hardt

    Neuer grüner Zuwachs ist am Kreuzweiher in Odenkirchen sowie auf zwei Streuobstwiesen an der Hardter Straße entstanden.

    Gepflanzt wurden je nach Standort unter anderem Ulmen, Erlen, Eisenholzbäume, Ahorne, Kirschen und Weiden. Am Kreuzweiher fanden 20 Bäume ihren neuen Platz, auf den beiden Streuobstwiesen an der Hardter Straße weitere 24 Bäume.

    Es ist bereits die fünfte Kooperation dieser Art, mit der die beiden Stadttöchter für mehr Grün in Mönchengladbach sorgen. „Nachhaltigkeit ist für uns eine selbstauferlegte Verantwortung. Als städtisches Wohnungsunternehmen möchten wir nicht nur dringend benötigten Wohnraum schaffen, sondern gleichzeitig auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Lebensqualität in Mönchengladbach leisten“, betonen die WohnBau-Vorstände Christian Heinen und Frank Meier.

    Auch bei der mags freut man sich über das fortgesetzte gemeinsame Engagement: „Die Zusammenarbeit mit der WohnBau ist ein starkes Beispiel dafür, wie nachhaltige Stadtentwicklung gelingen kann. Wir freuen uns sehr, dass die WohnBau auch in diesem Jahr unsere Aufforstungs- und Begrünungsmaßnahmen unterstützt“, so Vorstand Jens Hostenbach.

    Wohnraum schaffen und gleichzeitig das Klima schützen – dieses Ziel verfolgt die städtische WohnBau schon seit mehreren Jahren. Das Prinzip dahinter ist einfach: Für jede neu gebaute Wohnung oder Kita-Gruppe wird ein neuer Baum gepflanzt. Die WohnBau spendet die Bäume, die mags übernimmt Pflanzung und Pflege.

    Insgesamt sind durch die jährlichen Pflanzaktionen inzwischen mehr als 200 neue Bäume in Mönchengladbach hinzugekommen.

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  • Stadtkämmerer verfügt Haushaltssperre zur Stabilisierung der Finanzlage

    Stadtkämmerer verfügt Haushaltssperre zur Stabilisierung der Finanzlage

    Stadtdirektor und -kämmerer Michael Heck hat mit Wirkung zum 3. Juli eine qualifizierte, temporäre Haushaltssperre verfügt.

    Hintergrund ist die aktuelle unterjährige Entwicklung des städtischen Haushalts.
    Nach jetzt vorliegenden ersten Prognosen auf den Jahresabschluss wird der Haushalt 2026 voraussichtlich mit einem Defizit deutlich über der Planung abschließen. Über die Haushaltssperre hat Heck am Donnerstag (2. Juli 2026) die Mitglieder des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Wirtschaft und die Mitarbeitenden der Stadt Mönchengladbach informiert.

    Stadtkämmerer Michael Heck

    Die Stadt wirtschaftet bereits seit Längerem sehr zurückhaltend. Diese restriktive Haushaltsführung reicht jedoch nicht mehr aus, um das in der Haushaltsplanung ausgewiesene Defizit von rund 79 Millionen Euro zu halten. Um überhaupt bei diesem Minus das Jahr 2026 abzuschließen zu können, muss die Stadt eine globale Einsparvorgabe in Höhe von 28,5 Millionen Euro in der Bewirtschaftung des Haushaltes heben.

    Nach der aktuell vorliegenden Prognose ist das nicht mehr realistisch. Deshalb ist die Haushaltssperre als Instrument zur zusätzlichen Einschränkung der Haushaltsbewirtschaftung unausweichlich. Nur so kann es gelingen die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt weiterhin zu sichern.

    Von der angespannten Finanzlage ist Mönchengladbach nicht allein betroffen. Viele Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und bundesweit stehen derzeit vor vergleichbaren Herausforderungen.

    Diese Maßnahmen gelten ab dem 03.07.2026 Die Haushaltssperre gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2026. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen keine Ausgaben mehr für freiwillige Aufgaben erfolgen, zu denen die Stadt nicht bereits verpflichtet ist.

    Außerdem werden bei den Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen sowie bei den sonstigen ordentlichen Aufwendungen pauschal jeweils 10 Prozent der im Haushalt eingeplanten Mittel gesperrt. Diese Mittel dürfen grundsätzlich nicht mehr in Anspruch genommen werden.

    Personalbereich: gezielte Maßnahmen statt pauschaler Kürzungen Im Personalbereich setzt der Stadtkämmerer auf gezielte Maßnahmen. Eine pauschale Sperrung der Personalaufwendungen soll dadurch vermieden werden. So dürfen unterjährig keine zusätzlichen Stellen eingerichtet werden, die bisher nicht im Stellenplan vorgesehen sind. Auch die Freigabe neuer Stellen im Vorgriff auf den nächsten Haushalt wird ausgesetzt.

    Darüber hinaus werden bestehende Stellen, die nach dem Ausscheiden von Beschäftigten neu besetzt werden sollen, zunächst nicht zur Wiederbesetzung freigegeben. Ausgenommen sind Stellen, die bereits freigegeben wurden und sich im Ausschreibungs- oder Auswahlverfahren befinden.

    Auf eine zusätzliche Verzögerung von Beförderungen für Beamtinnen und Beamte wird derzeit verzichtet.

    Ziel der Haushaltssperre

    Mit der Haushaltssperre reagiert die Stadt auf die sich deutlich verschlechternde Haushaltsentwicklung. Ziel ist es, die Ausgaben weiter zu begrenzen und die laufende Haushaltsbewirtschaftung unter den schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen bestmöglich abzusichern.

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  • Behelfsbrücke über Theodor-Heuss-Straße freigegeben

    Behelfsbrücke über Theodor-Heuss-Straße freigegeben

    Die neue Gerüstbrücke über die Theodor-Heuss-Straße kann jetzt von Fußgängern genutzt werden.

    Am Mittwoch ist die finale Abnahme des temporären Bauwerks erfolgt.
    Ab sofort steht damit auf Höhe der August-Oster-Straße wieder eine sichere Querungsmöglichkeit über die vielbefahrene Verkehrsachse sowie das benachbarte Gleisbett zur Verfügung.
    Auch die Bushaltestelle „Theodor-Heuss-Straße“ wird von der NEW in beiden Fahrtrichtungen ebenfalls seit Mittwoch wieder bedient.

    Der Bau der Behelfsbrücke war erforderlich geworden, nachdem das alte Brückenbauwerk Ende letzten Jahres aufgrund statischer Beeinträchtigungen abgebrochen werden musste. Die Verwaltung prüft nun, wie an dem Standort mittelfristig eine dauerhafte, sichere und barrierefreie Querung realisiert werden kann.

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  • 125 Jahre Berufsfeuerwehr Mönchengladbach

    125 Jahre Berufsfeuerwehr Mönchengladbach

    Veranstaltungsprogramm aufgrund der angekündigten Hitze angepasst.

    Der Stadtfeuerwehrverband Mönchengladbach e. V. als Veranstalter des „Tages der Feuerwehr“ anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach passt den Ablauf der Veranstaltung am 27. Juni 2026 an die angekündigten hohen Temperaturen an.

    Die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Besucherinnen und Besucher, der teilnehmenden Einsatzkräfte sowie der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben für den Veranstalter oberste Priorität. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wetterprognosen mit hochsommerlichen Temperaturen wurde daher entschieden, die Veranstaltungsdauer zu verkürzen und das Programm zeitlich zu konzentrieren.

    Die Veranstaltung findet wie geplant auf der Freifläche zwischen Europaplatz und Haus Westland statt und beginnt um 09:00 Uhr. Das offizielle Veranstaltungsende wird jedoch bereits um 14:00 Uhr erfolgen.

    Darüber hinaus wird das Programm flexibel gestaltet. Einzelne Vorführungen und Programmpunkte können zeitlich angepasst, zusammengefasst oder vorgezogen werden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die wesentlichen Inhalte des Jubiläumstages trotz der besonderen Wetterlage präsentiert werden können.

    Der Stadtfeuerwehrverband Mönchengladbach e. V. bittet alle Gäste um Verständnis für diese Anpassungen. Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit den beteiligten Verantwortlichen getroffen und folgt dem Anspruch der Feuerwehr, auch bei eigenen Veranstaltungen verantwortungsvoll und vorausschauend zu handeln.

    Trotz der notwendigen Änderungen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf einen interessanten und abwechslungsreichen Tag freuen. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach, die Vorstellung moderner Einsatztechnik sowie die Begegnung mit den Menschen, die seit heute für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einstehen.

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  • Giesenkirchen: Straße „Am Alten Friedhof“ muss voll gesperrt werden

    Giesenkirchen: Straße „Am Alten Friedhof“ muss voll gesperrt werden

    Standsicherheit des Alten Kinos kann nicht mehr bestätigt werden. Stadt bereitet im Rahmen der Gefahrenabwehr nun selbst den Abbruch vor

    Bereits Ende Mai hatte die städtische Bauordnung die Kleinenbroicher Straße auf Höhe der Hausnummer 3 erneut halbseitig sperren lassen, da sich der Zustand des maroden Alten Kinos in den letzten Wochen deutlich verschlechtert hatte. Nun bestätigt das Gutachten eines hinzugezogenen Prüfstatikers, dass die Standsicherheit des Gebäudes nicht mehr bescheinigt werden kann. In der Konsequenz wird die Straße „Am Alten Friedhof“ erneut vollgesperrt. Gleichzeitig betreibt die Stadt Gefahrenabwehr und bereitet nun selbst den Abbruch des privaten Gebäudes vor. So soll auch eine erneute Dauer-Sperrung der Straße verhindert werden. 

    Im Rahmen der Vollsperrung ist auf der Straße „Am Alten Friedhof“ die Durchfahrt zwischen Dominikus-Vraetz-Straße und Kleinenbroicher Straße nun nicht mehr möglich. Die Verbindung zwischen der Kleinenbroicher Straße und dem Kreisverkehr an der Dömgesstraße ist weiterhin gegeben. Umleitungen sind ausgeschildert und führen über die Achse Kleinenbroicher Straße, Zoppenbroicher Straße, Am Sternenfeld und Konstantinstraße. 

    Nachdem das Dach des Gebäudes abgesackt war, kam es Ende 2024 bereits zu einer Sperrung der Straße. Durch statische Sicherungsmaßnahmen des Eigentümers konnte die Straßensperrung Anfang 2026 vorläufig aufgehoben werden. Die statische Maßnahme diente einer kurzfristigen Sicherung bis zum Rückbau des Objektes, war aber nie auf einen dauerhaften Erhalt der bestehenden Gebäudestruktur ausgelegt. 

    Da der Eigentümer der Abrissverfügung bis heute nicht nachgekommen ist, geht die Stadt jetzt in die sogenannte Ersatzvornahme. Das heißt: Sie nimmt im Rahmen der Gefahrenabwehr selbst den Abbruch vor, wird die entstehenden Kosten anschließend aber geltend machen. Sobald nähere Informationen zum Zeitplan des Abbruchs vorliegen, wird die Stadtverwaltung hierzu erneut kommunizieren.

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  • Venner Dialog geht in die nächste Runde

    Venner Dialog geht in die nächste Runde

     
    Der Termin für den Venner Dialog steht fest.

    Bezirksbürgermeister Michael Hildemann lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, 24. Juni zur 24. Ausgabe des Gesprächsformats.

    Um 18 Uhr bietet die Veranstaltung im Venner Pfarrhuus, Mürrigerstraße 6 in 41068 Mönchengladbach Raum für Austausch, Anregungen und Anliegen aus dem Stadtteil.

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  • Altes Kino in Giesenkirchen: Kleinenbroicher Straße muss Anfang kommender Woche wieder halbseitig gesperrt werden

    Altes Kino in Giesenkirchen: Kleinenbroicher Straße muss Anfang kommender Woche wieder halbseitig gesperrt werden

    Die Kleinenbroicher Straße in Giesenkirchen muss ab kommender Woche auf Höhe des alten Kinos wieder halbseitig gesperrt werden.

    Das hat der Fachbereich Bauordnung und Denkmalschutz nach zwei Ortsterminen entschieden, die in den vergangenen Tagen durchgeführt wurden.

    Bei der Überprüfung des Zustandes vor Ort hatten sich Erkenntnisse zur aktuellen Entwicklung der Gebäudestruktur des alten Kinos ergeben, insbesondere an der straßenseitigen Fassade. Die vorhandene statische Maßnahme zur Sicherung des Gebäudes diente einer kurzfristigen Sicherung bis zum Rückbau des Objektes. Diese Maßnahme war aber nie auf einen dauerhaften statischen Erhalt der bestehenden Gebäudestruktur ausgelegt.

    Die nun festgestellten fortschreitenden, horizontalen Gebäudebewegungen im Dachbereich führen dazu, dass die bisherigen Notmaßnahmen zur Sicherung des Gebäudes nicht mehr wirken.

    Zur kurzfristigen Gefahrenabwehr ist deshalb Anfang kommender Woche die erneute Sperrung des angrenzenden Straßenbereiches bis zur Straßenmitte zwingend erforderlich.

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  • Schadstoffe: Wo das Grundwasser in Giesenkirchen nicht genutzt werden darf

    Schadstoffe: Wo das Grundwasser in Giesenkirchen nicht genutzt werden darf

    PFAS-Belastung ist seit rund fünf Jahren bekannt.
    Stadt fasst Bereich neu, in dem Grundwasser nicht genutzt werden darf.

    Die Stadt passt das Verbot der Grundwassernutzung in Teilen Giesenkirchens an.
    Ab Juni wird der Bereich erweitert, in dem aufgrund einer PFAS-Belastung kein Grundwasser genutzt werden darf – etwa um Felder oder Gärten zu bewässern. Die Neuregelung ist auf die aktuelle Ausbreitung der Schadstoffbelastung im Grundwasser zugeschnitten und berücksichtigt strengere Grenzwerte.

    Die neue „Allgemeinverfügung zur Untersagung der Grundwasserförderung und -nutzung“ tritt zum 1. Juni in Kraft und ersetzt die bisherige Verfügung aus dem Jahr 2022.

    Seit 2021 ist bekannt, dass das Grundwasser in Teilen Giesenkirchens mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) belastet ist.
    Die Industriechemikalien kommen in vielen Alltagsprodukten vor, können vom Körper und von der Umwelt kaum abgebaut werden und reichern sich deshalb an – was Risiken für Umwelt und Gesundheit birgt.

    Als mögliche Quellen der Kontamination gelten insbesondere eine Wartungswerkstatt für Trockenfeuerlöscher und ein Teflon-verarbeitender Betrieb im Bereich eines Gewerbegebietes an der Konstantinstraße.

    Wichtig ist, dass ausschließlich das Grundwasser, nicht aber das Trinkwasser, von der Belastung betroffen ist.
    Trotzdem dient das Verbot der Grundwassernutzung nicht nur dazu, die weitere Ausbreitung der Schadstoffe zu verhindern, sondern auch dem Gesundheitsschutz. Denn auch, wer sich im heimischen Planschbecken abkühlt, Salat aus seinem Gemüsegarten isst oder den Sprühnebel des Rasensprengers einatmet, kann dabei die Schadstoffe aufnehmen.
    Da das Thema zwar nicht neu, aber weiterhin relevant ist, hat der Fachbereich Umwelt der Stadt auf Einladung von Bezirksbürgermeister Ralf Kremer Ende April Anwohnende und Interessierte bei einer Informationsveranstaltung erneut aufgeklärt und die neue Allgemeinverfügung vorgestellt.

    Dem neuen Geltungsbereich der Allgemeinverfügung liegt unter anderem der Grenzwert von 20 Nanogramm PFOA pro Liter zugrunde, wie ihn die Europäische Lebensmittelüberwachungsbehörde (EFSA) empfiehlt.

    PFOA (Perfluoroctansäure) ist die Teilgruppe der PFAS, die in Giesenkirchen vorkommt.
    Wo der Wert überschritten wird, ist die erlaubnisfreie Nutzung von Grundwasser nicht gestattet.

    Die neue Allgemeinverfügung gilt für einen 75 ha großen Bereich, dessen nordöstliches Ende die Honschaft „Stadt“ südlich der Palandstraße bildet. Von hier erstreckt sich der Geltungsbereich in südwestlicher Richtung im Wesentlichen entlang dem Trietbach, umfasst Teile des Gewerbegebiets an der Zoppenbroicher Straße sowie den Friedhof und folgt von hier aus im Bereich rund um die Konstantinstraße überwiegend dem bisherigen Verlauf. Im nordwestlichen Bereich sind die Bezirkssportanlage Giesenkirchen und ein kleiner Teil der südwestlich angrenzenden Wohnbebauung hinzugekommen.

    Alle, die von dem Verbot betroffen sind, werden durch ein Schreiben der Stadt persönlich informiert.

    Die Schadstoffe wurden vor rund fünf Jahren entdeckt. Durch die Grundwasserreinigungsanlage am Friedensplatz bekämpft die Stadt die Ausbreitung und senkt die Konzentration der Schadstoffe.
    Eine Grundwassersanierung dauert in der Regel Jahrzehnte.
    Solange das Grundwasser nicht genutzt wird, besteht aber keinerlei Gefahr für die Gesundheit.
    Mehr Informationen zur Schadstoffbelastung und zum Geltungsbereich der neuen Allgemeinverfügung gibt es auf der Website der Stadt unter https://stadt.mg/pfasgiesenkirchen
     

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