Deutsches Tierschutzbüro mit umgebauten Tiertransporter in Mönchengladbach

Vom 19. – 25. Juli sind Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros mit einem umgebauten Tiertransporter in fünf Städten Nordrhein-Westfalens vor Ort, um die Bevölkerung über Tiertransporte und Massentierhaltung aufzuklären.

Halt macht der Truck in Mönchengladbach (23. Juli). Jeweils von 11.00- 18.00 Uhr können Interessierte den Truck über die Laderampe betreten, Videos ansehen, die die Zustände von Tieren bei Transporten zeigen, und das Leid der Tiere über Video- und Soundinstallationen direkt nachempfinden.

Mönchengladbach:
Wann:
Montag, 23. Juli 2018, 11.00 – 18.00 Uhr
Wo:
Kapuzinerplatz, 41061 Mönchengladbach

Unter dem Motto „TRUCK YOU – Tiertransporte schmecken nicht“ sind die Tierrechtler auf Tour durch 32 Großstädte innerhalb Deutschlands und präsentieren die innovative Kampagne. „Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, dass täglich 3,7 Millionen Tiere auf deutschen Straßen transportiert werden.
Mit unserer Kampagne wollen wir das Leid sichtbar machen und den geschundenen Tieren eine Stimme geben“, so Fabian Steinecke, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbüros. Neben Informationen über die Auswirkungen von Massentierhaltung und Tiertransporten, geben die Aktivisten auf ihrer Tour auch Ratschläge für eine rein pflanzliche Ernährung.

Tiertransporte sind ein elementarer Bestandteil des Systems der Massentierhaltung und für tägliches Tierleid verantwortlich. Schweine, Rinder, Schafe und viele mehr werden nicht ausschließlich zur Schlachtung transportiert. Auch Aufzucht und Mast findet meist an unterschiedlichen Orten, nicht selten in verschiedenen Ländern statt.

Innerhalb der EU werden so jährlich Milliarden an Tieren über tausende Kilometer weit transportiert, hunderttausende Tiere werden auch in Länder außerhalb der EU verfrachtet. Regelmäßig kommt es neben Platzmangel, Unterversorgung und nicht eingehaltenen Ruhephasen zu schweren Verletzungen und tödlichen Auswirkungen auf diesen Todesfahrten.

Momentan diskutiert auch der Deutsche Bundestag über gesetzliche Änderungen bei Tiertransporten. Begleitend zur Kampagne hat das Deutsche Tierschutzbüro auch eine Petition zur Abschaffung von Tiertransporten, gerichtet an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, gestartet.

Das Missstände bei Tiertransporten allgegenwärtig sind, zeigte die Antwort der Landesregierung Brandenburgs auf eine kleine Anfrage der Grünen Landtagsfraktion zum Thema.
Dieser ist zu entnehmen, dass die Verstöße bezüglich des Tierwohls bei Tiertransporten in Brandenburg in den letzten Jahren enorm gestiegen sind.
So hatte sich unter anderem die Anzahl der Verstöße hinsichtlich der Transportfähigkeit der Tiere von 2013 zu 2016 beinahe vervierfacht (2013: 53 Verstöße, 2016: 196 Verstöße).
Brandenburg steht dabei exemplarisch für die Zustände bei Tiertransporten in Deutschland und Europa.

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