„…eine Frage der Menschlichkeit“ – SPD und Grüne unterstützen Flüchtlingsinitiative

Die Mönchengladbacher SPD-Politiker Barbara Gersmann, Gülistan Yüksel, Felix Heinrichs und Hermann-Josef Krichel-Mäurer, sowie die Bündnis-Grünen in Mönchengladbach fordern einen Beitritt der Stadt Mönchengladbach zur Flüchtlingsinitiative der Städte Düsseldorf, Köln und Bonn. Deren Oberbürgermeister bzw. Oberbürgermeisterin hatten gestern in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin ihre Bereitschaft erklärt, im Mittelmeer in Not geratene Flüchtlinge zusätzlich aufzunehmen.

„Es ist schlichtweg eine Frage der Menschlichkeit, in dieser schlimmen Situation den Flüchtlingen zu helfen. Angesichts freier Unterbringungsmöglichkeiten in unserer Stadt möchten wir, dass auch die Stadt Mönchengladbach ein Zeichen setzt. Wir fordern den Oberbürgermeister auf, dies gegenüber den Amtskollegen und gegenüber der Bundeskanzlerin deutlich zu machen. Während in Berlin Seehofer, Merkel und die Union die Regierung fast platzen lassen und populistische Scheindiskussionen führen, nehmen wir eine europäische Lösung ernst. Wir wollen nicht einfach abwarten, sondern unseren Beitrag auch wirklich leisten.“, so die SPD-Politiker in ihrem Appell.

Die Grünen im Rat MG unterstützen diese Initiative ebenfalls und würden es begrüssen, wenn im Rat der Stadt Mönchengladbach alle demokratischen Fraktionen, den OB bitten würden, sich dieser Initiative der OB´s der genannten Städte in der Monopolregion Rheinland anzuschließen.
Auch einen Beitritt des Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners aus eigener Initiative unterstützt und begrüßt die grüne Fraktion MG.
Grünen Fraktionsvorsitzender Sasserath: “ Köln und Bonn sind Städte unter Regierungsbeteiligung der CDU bzw. auch der FDP. In Düsseldorf regiert eine Ampel. Gerade erst haben die Kirchen in Deutschland erklärt, die Seenotrettung zu unterstützen.
Gerade eine Stadt wie MG mit ihrer sozialen Tradtion und der großen ehrenamtlichen  Unterstützung in der Flüchtlingsarbeit ist hier politisch aufgerufen, die Flagge der Menschenrechte zu hissen und der Initiative beizutreten.
Ertrinkende Menschen brauchen konkrete Hilfen europäischer Städte“.

Den SPD-Politikern geht es jenseits der Debatten um eine einheitliche Flüchtlingspolitik darum, Menschen in Not zu helfen.

„Wir stellen jetzt bewusst nicht die Fragen nach den Fluchtursachen oder der Notwendigkeit einer abgestimmten europäischen Flüchtlingspolitik, denn das hilft den Menschen jetzt nicht weiter. Diese Menschen brauchen jetzt im wahrsten Sinne des Wortes festen Boden unter den Füßen, medizinische Versorgung und einen sicheren Aufenthalt. Das alles müssen wir doch in einem reichen Europa leisten können. Wir in Mönchengladbach können das auf jeden Fall leisten, so wie es diese Stadt während der großen Flüchtlingsströme in 2015 und 2016 gezeigt hat. Durch großes ehrenamtliches Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger sind die Menschen hier in die Gesellschaft integriert und damit ist dem braunen Sumpf die Grundlage entzogen worden“, argumentieren die SPD-Politiker weiter: „Es geht heute nicht einmal um die großen Zahlen wie 2015 und 2016. Aber je mehr Kommunen sich bereit erklären, ihren kleinen Beitrag zu leisten, umso verträglicher können wenigstens die Menschen menschenwürdig aufgenommen werden, die mit den Rettungseinsätzen im Mittelmeer vor dem sicheren Tod bewahrt werden. Nach den uns bekannten Zahlen gehen wir davon aus, dass wir in Mönchengladbach unseren Beitrag leisten können.“

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