Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt hat sich in einem Schreiben an die NEW AG gerichtet, in dem sie um Aufklärung bezüglich der Praxis von Energiesperren und um ein persönliches Gespräch bittet.
Anlass ist ein kürzlich erschienener Artikel in der „Rheinischen Post“, der über Familien berichtete, die aufgrund einer Energiesperre seit Wochen ohne Heizung leben müssen.
Die Grünen-Fraktion sieht Diskrepanzen zwischen früheren Aussagen der NEW AG zur Häufigkeit von Energiesperren und aktuellen Zahlen der Stadtverwaltung. „Wir möchten Klarheit über die tatsächliche Situation erlangen und gemeinsam Lösungen erarbeiten, um unnötige soziale Härten zu vermeiden“, erklären Fraktionssprecherin Melissa Kunkel-Laws und Ratsfrau Ulla Schmitz.
In ihrem Schreiben an NEW-Vorstand Frank Kindervatter thematisieren die beiden Grünen-Politikerinnen auch den Vorschlag der Stadtverwaltung zur Einrichtung eines Treuhandkontos, der offenbar nicht weiterverfolgt wurde.
Die Grünen betonen, dass trotz der rechtlichen Korrektheit des Vorgehens der NEW AG die betroffenen Mieter unverschuldet in eine prekäre Lage geraten sind.
„Es ist unsere Verantwortung in der Kommunalpolitik, gemeinsam mit den Versorgungsunternehmen Wege zu finden,
die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch sozial verträglich sind“, führen Kunkel-Laws und Schmitz aus. „Wir laden die NEW AG daher zu einem konstruktiven Dialog ein, um eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu erarbeiten.“
Die Grünen-Fraktion hofft nun auf eine zeitnahe Reaktion der NEW AG.

