Erinnerung an die Pogromnacht von 1938 – Gedenkfeier am Gedenkstein

14-11-09-progromgedenkfeier-0100Etwa 140 Mönchengladbacher Bürger waren gestern Abend zum Gedenkstein für die ehemalige jüdische Synagoge in Rheydt an der Wilhelm-Strater-Straße gekommen.
Neben Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann, Dr. Günter Krings, MdB, und Hans-Willi Körfges, MdL, waren weitere Lokalpolitiker anwesend.
Sie alle gedachten der Pogromnacht, an die neben der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde auch Oberbürger Hans Wilhelm Reiners in einer ruhigen, sachlichen Rede erinnerte. Er sprach von den Greueltaten der Nazis in der Zeit der Pogrome und ließ Zeitzeugen in Zitaten zu Wort kommen.

 

 

Reiners forderte die Menschen auf wachsam zu sein und mutig. „Ausdruck dieser Stärke ist für mich der lebendige interreligiöse Dialog in Mönchengladbach“, so Reiners.
Er schloss mit den Worten: „ Wir brauchen auch eine starke Jüdische Gemeinde. Menschen die hier dauerhaft leben und sich vielfältig engagieren. Auch das meine ich mit hoffnungsvollen Zeichen der Stärke“.

14-11-09-progromgedenkfeier-0102Drei Schüler haben in den letzten Wochen in Mönchengladbach an verschiedenen Stellen zusammen mit ihrem Lehrer Stolpersteine gereinigt, sie wieder besser sichtbar gemacht. Diese Schüler sprachen über ihre Erlebnisse bei diesen Aktionen.
Es gehörte neben großem Engagement auch Mut dazu, den Anfeindungen von Passanten zu trotzen.

 

 
14-11-09-progromgedenkfeier-0103Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Leah Floh verpasste in ihrer Rede die Gelegenheit, neben berechtigten Mahnungen und Rückblicken auch versöhnliche, zukunftsgerichtete Worte an die Bürger Mönchengladbachs zu richten.
Etliche Teilnehmer der Gedenkfeier verließen während der Rede Frau Floh´s die Veranstaltung.

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