„Frauen arbeiten bis zum 07. März unbezahlt und verdienen im Schnitt 18 Prozent weniger“ 

Patrick Stock, Vorsitzender des DGB-Mönchengladbach. und Oberbürgermeister Felix Heinrichs hissen die Flagge zum Equal-Pay-Day

,,Anlässlich des Equal Pay Day 2022 müssen wir feststellen, dass Frauen im Schnitt 18 Prozent weniger verdienen als Männer, sie arbeiten also bis zum 07. März unbezahlt. Damit ist Deutschland im internationalen Vergleich weiter Schlusslicht. Das muss und lässt sich ändern‘‘, erklärt Patrick Stock, Vorsitzender des DGB-Mönchengladbach.

Auch in Pandemiezeiten muss Lohngerechtigkeit und alle Maßnahmen, die uns diesem Ziel ein Stück näherbringen, Thema bleiben. Frauen übernehmen hauptsächlich die unbezahlte Sorgearbeit in der Kinderziehung und bei der Pflege von Angehörigen. Pflege- und Erziehungsberufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, sind unterzahlt. Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig diese Berufe für unsere Gesellschaft sind. 18 Prozent Lohnunterschied sind immer noch 18 Prozent zu viel. 

Als besondere Sackgasse bei der Bezahlung erweisen sich für Frauen die Minijobs. Minijobs bedeuten eine geringe Teilzeitbeschäftigung ohne Aufstiegschancen. Minijobber*innen haben zudem keinen Anspruch auf Krankengeld, Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld.

,,Vor diesem Hintergrund ist es absolut nicht nachvollziehbar, dass die neue Bundesregierung die Minijobs ausweiten will. Politik muss dafür sorgen, dass Minijobs ab dem ersten Euro voll in die Sozialversicherung einbezogen werden. Denn jede Beschäftigung gehört unter den Schutz der Sozialversicherung‘‘, so Stock abschießend.

Ziele des Equal-Pay-Day sind:

  • Reduzierung der Lohnschere in Deutschland
  • Schaffung gleicher Verdienstchancen
  • Schärfung des Bewusstseins für das Problem

Für diese Ziele hat der DGB-Mönchengladbach ein Zeichen gesetzt. Vor dem Rathaus Mönchengladbach-Rheydt wurde eine Equal-Pay-Day Flagge mit Unterstützung des Oberbürgermeisters Felix Heinrichs gehisst.