„Friederike“ tobte über Mönchengladbach: über 200 Feuerwehreinsätze

Foto: Teo Titz

Bericht gegen 16:00 Uhr.

Zahlreiche Schäden verursachte das Orkantief „Friederike“, das mit Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 90 bis 130 Kilometern pro Stunde über NRW fegte, auch in Mönchengladbach.

Im Einsatz waren alle drei Feuer- und Rettungswachen, alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr, die Leitstellenverstärkung und der Führungsdienst der Feuerwehr Mönchengladbach.
Innerhalb kürzester Zeit kam es zu einem stark erhöhten Einsatzaufkommen.
Es gingen (Stand 16 Uhr) 283 sturmbedingte Einsätze / Einsatzstellen bei der Feuerwehr Mönchengladbach ein.  Der Hauptteil der Einsätze lag im Bereich umgestürzter Bäume und loser Dach- und Fassadenteile.

Aktuell sind 221 Einsätze / Einsatzstellen entsprechend ihrer Priorisierung abgearbeitet.
62 Einsätze / Einsatzstellen sind noch offen.
Die Feuerwehr Mönchengladbach ist mit 200 Kräften der Freiwilligen Feuerwehr und 30 Kräften der Berufsfeuerwehr im Einsatz.
Unterstützt wird die Feuerwehr Mönchengladbach durch etwa 20 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen zur Versorgung der eingesetzten Einsatzkräfte.Es wurden keine Personenschäden in Mönchengladbach verzeichnet.

Die Schulleitungen waren gebeten worden, bis zur Beruhigung der Situation die Kinder in den Klassen zu belassen, um einen gefahrlosen Heimweg zu ermöglichen. In mehreren weiterführenden Schulen fiel der Unterricht aus.
Die Schulverwaltung stand im engen Kontakt zur Feuerwehr und informierte fortlaufend die Schulen.

Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt alle Außensportanlagen aus Sicherheitsgründen bis einschließlich Sonntag gesperrt, weil Bäume auf Anlagen umstürzten oder umzustürzen drohen. Die Sperrung ist zur Beseitigung der Schäden und Kontrolle der Bäume notwendig.

Die mags sperrte aus Sicherheitsgründen den Hans-Jonas-Park, den Schmölderpark und die Grünanlage am Badhotel in Odenkirchen mit Flatterband ab. Die Anlagen dürfen vorerst nicht betreten werden.
Die mags ist aktuell noch pausenlos mit zahlreichen Kräften unterwegs, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Die Arbeiten werden auch in den kommenden Tagen noch andauern. Wie viele Bäume „Friederike“ zum Opfer fielen, steht derzeit noch nicht fest. Wegen umgestürzter Bäume auf Straßen mussten auch zahlreiche Straßenabschnitte gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden.

Das Orkantief führte auch zu zahlreichen Anrufen beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOS), bei dem wie auch bei der Feuerwehr zahlreiche Anrufe wegen sturmbedingter Gefahrenstellen eingingen. Hierbei handelte es sich unter anderem um Hinweise auf umgestürzte Bäume, herabgefallene Dachziegeln, ungesicherte PKW-Anhänger, umgestürzte Bauzäune sowie umherfliegende Verkehrsschilder.

Wegen der hohen Einsatzlage wurde die Spätschicht des KOS zur Unterstützung der Frühschicht zwei Stunden eher in den Dienst versetzt und die Leitstelle personell verstärkt. Insgesamt 18 Gefahrenstellen wurden durch den KOS angefahren und beseitigt. Weitere Gefahrenstellen wurden zuständigkeitshalber an die Feuerwehr und die mags weitergeleitet.

Bis auf drei Ausfälle an Ampelanlagen durch verdrehte Peitschen und gerissene Kabel, die nach 30 Minuten durch von der Stadt beauftragte Firmen wieder in Betrieb genommen werden konnten, zeigte „Friederike“ bei den Signalanlagen im Stadtgebiet keine Wirkung.
(pmg/sp)