Grüne im Stadtbezirk West legen gleich mit Sacharbeit los

Nach der Kommunalwahl trafen sich jetzt die Stadtteilgruppe West von Bündnis 90/Die Grünen und die vier neu gewählten Bezirksvertreter*innen zu einer ersten gemeinsamen Sitzung in Wanlo. Die Stimmung in der Runde war aufgrund des hervorragenden Ergebnisses der Wahl im Bezirk West ausgezeichnet: Die Grünen hatten ihr prozentuales Ergebnis mit über 22 Prozent mehr als verdoppeln können, entsprechend verdoppelte sich auch die Anzahl der Mandate in der Bezirksvertretung West von zwei auf jetzt vier Sitze. Die vier grünen Bezirksvertreter*innen bilden dort nun eine Fraktion. Zum Fraktionssprecher wurde Reinhold Giesen gewählt, zu seinem Vertreter Martin Wirtz. Die weiteren Fraktionsmitglieder sind Margot Heinke-Becker und Jürgen Küsener. Margot Heinke-Becker wurde gleichzeitig auch zur neuen Sprecherin der Grünen Stadtteilgruppe West gewählt.

Wichtig war es den Grünen, sich zunächst bei allen Wähler*innen zu bedanken, die im Bezirk die Ökopartei gewählt hatten. „Wir haben eine große Verantwortung gegenüber unseren Wähler*innen, das in uns gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen. Das heißt für uns, dass die erfolgreiche politische Arbeit konsequent und noch verstärkt fortgeführt werden muss“, so der neue Fraktionssprecher Reinhold Giesen. Die Runde setzte anschließend die Worte ihres Vorsitzenden direkt in die Tat um und bearbeitete aktuelle Sachthemen des Bezirks, darunter etwa die Erweiterung der Lkw-Parkplätze für Amazon, das IHEK (Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept) Rheindahlen, den nicht vorhandenen Wetterschutz im Bahnhof Wickrath und den schlechten Zustand der Fahrradwege im Bezirk West.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Erhalt der großen gesunden Platanen am Rheindahlener Markt immer noch nicht gesichert ist“, meinte der frisch gekürte stellv. Fraktionsvorsitzende Martin Wirtz, der betonte, sich mit allen politischen Möglichkeiten für den Erhalt aller gesunden Bäume einzusetzen. Wirtz: „Wir gehen davon aus, dass die Pläne überarbeitet und den Bürger*innen erneut offengelegt werden.“

Kritik äußerte Reinhold Giesen an der Stadtverwaltung. Seine Anfrage in der letzten Bezirksvertretungssitzung West zu den Themen „Erweiterung der Lkw-Parkplätze für Amazon“ und „Errichtung eines Sanitärgebäudes“ ist nach fast zwei Monaten noch immer nicht beantwortet. Man werde, so Giesen, auf eine zeitnahe Antwort dringen und die Antwort der Verwaltung umgehend der Öffentlichkeit bekannt geben.

Auch der unhaltbare Zustand des Bahnhofs Wickrath im Bereich Fahrtrichtung Mönchengladbach (Gleis1) wurde in der Runde besprochen. Hier existiert seit Verlängerung der Gleise keinerlei Wetterschutz mehr, auch fehlt es an ausreichenden Sitzgelegenheiten. Der frisch gewählte Bezirksvertreter Jürgen Küsener findet das empörend: „Die Bahn lässt ihre Kunden buchstäblich im Regen stehen, hier muss dringend etwas unternommen werden. Man kann nicht die Bürger*innen zum Umsteigen auf die umweltfreundliche Bahn bewegen und diese dann ungeschützt Regen, Wind und Schnee aussetzen.“

Das Thema Radverkehr liegt Margot Heinke-Becker sehr am Herzen: „Der Zustand der Radwege ist an vielen Stellen im Bezirk West so schlecht, dass man von einer Verkehrsgefährdung sprechen kann“, stellte sie fest. „Es fehlen noch immer wichtige Fahrradwege, um die Ortschaften zu verbinden, so z. B. zwischen Wickrathberg und Wanlo, zwischen Chur und Wickrathhahn, Herrath und Buchholz sowie zwischen Chur und Herrath“, sagte Heinke-Becker, die versprach, in dieser Angelegenheit weiter auf zeitnahe Antworten zu drängen.

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