HIV-Testwoche im Gesundheitsamt: 50 nutzten Angebot

Im Vorfeld des Welt-AIDS-Tages hat sich das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach an der europäischen HIV-Testwoche beteiligt und die Beratungsstelle täglich geöffnet.

Ursula Backes, Aids-Fachkraft und Ärztin im Gesundheitsamt ist sehr zufrieden mit der Resonanz: „Rund 50 Bürgerinnen und Bürger nutzen die Gelegenheit, sich nicht nur intensiv über HIV und AIDS zu informieren, sondern auch den kostenlosen und anonymen Antikörper-Test zu machen.

Auch nach der HIV-Testwoche bietet der Fachbereich Gesundheit im Verwaltungsgebäude am Steinberg 55 Beratung und kostenlose Tests an. Was viele nicht wissen: Schon sechs Wochen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder nach der möglichen Ansteckung ist ein zuverlässiger Test möglich.

Ursula Backes: „Unsere Beratungsangebote sind anonym, vertraulich und kostenfrei. Die Beratungsstelle bietet jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 13:20 bis 17:30 Uhr eine offene Sprechstunde an. Außerdem kann man telefonisch unter 02161.256520 Termine vereinbaren.“

Todesangst vor der Diagnose muss heute niemand mehr haben. Die HIV-Infektion hat sich längst von einem Todesurteil zu einer chronischen Krankheit entwickelt, die zwar nicht heilbar ist, mit der man aber leben kann. Aber: Je eher die Diagnose erfolgt, desto besser und erfolgreicher können die Ärzte behandeln. Leider wird aber immer noch die Hälfte der Erkrankungen zu spät erkannt.

In Deutschland lebten Ende 2015 nach Schätzung des Robert-Koch-Institutes rund 85.000 Menschen mit HIV. Knapp 13.000 wissen nichts von ihrer Infektion. „Diese Unkenntnis hat böse Folgen: Wer nichts von der Infektion weiß, wird selbst nicht behandelt und gefährdet andere“, betont Ursula Backes.