In Mönchengladbach wurde das NEW-Blauhaus eröffnet

Es ist das in Stein gemeißelte Symbol für die funktionierende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, zwischen Unternehmen und Hochschule, zwischen der NEW AG und der Hochschule Niederrhein.
Das NEW-Blauhaus, erbaut von der NEW AG, genutzt zu zwei Dritteln von der Hochschule Niederrhein und zu einem Drittel von dem Energieversorger selbst.
„Das Blauhaus gibt uns die Chance, eine Kooperation in Szene zu setzen, von der wir in der Vergangenheit gut profitiert haben und von der wir noch viel profitieren werden“, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg bei der gestrigen Eröffnungsfeier. „Es ist ein Haus, in dem sich Wissenschaft und Wirtschaft begegnen und in dem wir Impulse nach außen geben und von außen aufnehmen.“

BlauhausGrößter Profiteur des Gebäudes sind die Studierenden der Hochschule. Sie kommen in den Genuss einer hochmodernen Bibliothek mit guter Belüftung und Beleuchtung, zahlreichen Arbeitsplätzen, einer nutzbaren, großen Dachterrasse einer 24-Stunden-Rückgabe und einem RFID-gestützten Ausleihsystem – was bedeutet, dass sie Jacken und Taschen mit in die Bibliothek nehmen können.

Das 4000 Quadratmeter große Gebäude ist übers Jahr verteilt ein Null-Emissions-Gebäude. Der fünfeckige Baukörper zeichnet sich durch seine Fassade aus gegeneinander geneigten, blau schimmernden Photovoltaik- und Glaselementen aus.

77 solcher Photovoltaik-Module an der Fassade und 230 Module auf dem Dach liefern so viel Strom, dass der gesamte Energiebedarf gedeckt wird. Jährlich werden so 110 Tonnen CO2 eingespart.
„Das NEW-Blauhaus steht auch sinnbildlich für den verantwortlichen Umgang mit der Ressource Energie und wird zukünftig der Ort für die Bündelung innovativer Projekte und Geschäftsfelder der NEW sein“, sagte Armin Marx, Vorstand der NEW AG.
Udo Carmanns, Projektleiter der NEW für das Blauhaus, brachte das Energie-Konzept auf den Punkt: „Wir erzeugen hier keine Energie, wir fahren sie im Kreis.“

Das Gebäude wird über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einem Eisspeicher beheizt. Im 150 Kubikmeter großen Eisspeichertank sieht man die Wärmetauschschleifen. Die Wärmepumpe entzieht dem Eisspeicher Energie, also Wärme, wenn die Wassermoleküle im Eisspeicher zu festen Kristallen gefrieren und ihre Bewegungsenergie freisetzen. Diese Energie wird dann zum Heizen genutzt. Um die Eiskristalle wieder aufzutauen, wird die im Gebäude durch Beleuchtung, Computer und Menschen entstehende Wärme verwendet, um das Eis wieder zu verflüssigen und somit den Speicher wieder aufzuladen. Durch ein rund 20 Kilometer langes Rohrsystem in den Betondecken wird den Räumen die Wärme entzogen und über den Eisspeicher geführt. Ein Blockheizkraftwerk und ein Brennwertkessel sind zuschaltbar.

Neben der Hochschulbibliothek zieht die Hochschul-IT KIS, die Forschungsinstitute NIERS und GEMIT sowie die NEW-Stiftungsprofessur „Energiecontrolling“ in das Blauhaus ein.
Die NEW bringt verschiedene Serviceangebote unter sowie das Gründerzentrum „Blauschmiede“. Hier sollen Büros für Existenzgründer entstehen.

Die Eröffnung der Bibliothek ist für den 20. November geplant. Ab Montag beginnt der Umzug der insgesamt rund 90.000 Bücher.
Anlage: Foto: Das Band ist zerschnitten (von links): Gereon Frauenrath (Generalunternehmer), Frank Salmon (Hochschul-Bibliothek), Armin Marx (NEW-Vorstand), Dr. Rainer Hellekes (ehem. NEW-Vorstand), Hochschulpräsident Hans-Hennig von Grünberg, Gerhard Wittfeld (Architekt), Felix Heinrichs (Aufsichtsrat NEW) und Frank Kindervatter (NEW-Vorstand).
Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat Hochschulkommunikation der Hochschule Niederrhein, Tel.: 02151 822-3610, E-Mail: christian.sonntag@hs-niederrhein.de