Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat heute ihre Pläne für die zukünftige Nutzung des Geländes des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) vorgestellt.
Im Vorfeld hatte das Bundesverteidigungsministerium angekündigt, für das Areal der Niederrheinkaserne keine weiteren Planungen zu verfolgen und das Gelände zu veräußern. In der Folge sollen der Bundeswehr nun Flächen auf dem JHQ-Areal zur Verfügung gestellt werden. Die verbleibenden Bereiche plant das Land NRW ausschließlich für eigene Zwecke zu nutzen.
Für die Stadt Mönchengladbach bedeutet dies, dass ihr auf dem insgesamt rund 400 Hektar großen Gelände kein einziger Quadratmeter zur Verfügung stehen soll.
Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Janann Safi, erklärt dazu:
„Wir haben gehofft, dass das Land die Bedürfnisse der Stadt Mönchengladbach bei der Entwicklung des JHQ berücksichtigt. Die Machbarkeitsstudie zum Areal sollte auch Nutzungen für Mönchengladbach zeigen. Mit Unterstützung der Strukturwandel-Fördermittel sollten dringend benötigte Gewerbeflächen entstehen, um Unternehmen anzusiedeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die aktuelle Entscheidung des Landes ist ein deutlicher Rückschritt für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt und der gesamten Region.“
Die SPD sieht zudem erhebliche Risiken für die notwendige Beantragung von Fördermitteln zur Erschließung weiterer Gewerbeflächen. Neue Flächen müssten zeitaufwendig auf ihre Eignung geprüft werden – während die Fristen für die Förderprogramme weiterlaufen.
Safi fordert daher klare Signale aus Düsseldorf: „Wir erwarten, dass die Landesregierung ihre Entscheidung nachbessert und die Interessen der Stadt Mönchengladbach ernsthaft berücksichtigt. Der positive Verlauf des Strukturwandelprozesses darf nicht ausgebremst werden.“

